Foto mit Polaroids und einem Café Latte, darüber Schrift "Jahresrückblick 2023 in Bildern", darunter der Logo-Schriftzug snoopsmaus Kultur- und Reiseblog.

Mein Blog- und Reisejahr 2023: Jahresrückblick in Bildern

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Wieder ist ein Jahr rum, wieder viel zu schnell. Doch seit langer Zeit fühlte sich mit dem Jahr 2023 endlich wieder ein Jahr halbwegs normal an. Zwar ist Corona immer noch nicht vorbei und gerade in der Winterzeit bin ich wieder verstärkt mit Maske unterwegs, da die Erreger der diversen Atemwegserkrankungen verstärkt unterwegs sind. Daher: Bleib gesund im neuen Jahr! Doch erstmal der Blick zurück.

Von all meinen Reisen in diesem Jahr habe ich so viele schöne Fotos mitgebracht, so dass ich auch diese Jahr mit meinem Jahresrückblick an der Fotoparade von “Erkunde die Welt” mit den schönsten Fotos aus 2023 teilnehme.

Die Auswahl ist mir wie jedes Jahr sehr schwer gefallen, denn ich war dieses Jahr auf so vielen spannenden Reisen, in wunderschönen Ausstellungen und für Kooperationen und auf Pressereisen unterwegs – einen Überblick findest Du unter “snoopsmaus unterwegs”. Wie soll ich mich da nur auf eine Handvoll Fotos für einen Beitrag beschränken? (Fast) Ein Ding der Unmöglichkeit. Doch alle bearbeiteten Fotos kann man immer auf Flickr sehen. Zur Inspiration für Deine eigenen Reisen.

Doch kommen wir zu den Kategorien, die Michael von “Erkunde die Welt” dieses Jahr vorgegeben hat. Dieses Jahr bin ich wenigstens nicht so verzweifelt wie beim Jahresrückblick 2022. :D

Landschaft

Was wäre Reisen ohne Landschaften. Ich könnte Dich hier in dieser Kategorie mit Bildern überhäufen. Doch ich habe mich auf meinen letzten Beitrag in 2023 zurückbesonnen und ein paar schöne regnerisch-bewölkte Bilder aus dem buddhistischen Kloster in Südkorea herausgesucht.

In Südkorea war ich Ende Juni/Anfang Juli auf einer Pressereise in die Provinz Jeollanam-do. Dabei besuchte ich auch das buddhistische Baegyangsa Kloster im Rahmen eines Templestay Programms und wurde von der aus “Chef’s Table” bekannten, kochenden Nonne Jeong Kwan in die vegane Tempelküche eingeführt. Anschließend drehte es sich auf der Reise um Kunst und Kultur sowie um die Vielfalt der koreanischen Küche. Doch kein Vergleich zu der Erfahrung, in den Bergen Südkoreas in eine Kloster ein wenig zu sich selbst zu finden.

Wenn es um Landschaft geht, dann war dieses Jahr starkt geprägt vom Meer. Die niederländische Nordsee war im Februar mein Ziel, um vor dem Karneval zu fliehen, der aber ehrlicherweise in Dortmund nicht ganz so stark ausgeprägt ist, wie weiter westlich im Ruhrgebiet und Rheinland. Ende Mai nahm ich mir ein paar Tage Auszeit in einer Ferienwohnung auf meiner deutschen Lieblingsinsel Usedom. Dort habe ich eher ein paar frühlingstypischere Landschaftsbilder sowie ein sehnsuchtsvolles Strandfoto ausgesucht.

Im Oktober habe ich es dann auch das erste Mal nach Mallorca geschafft. Die Schwiegermutter ist Schuld. Aber ist schon ein schräges Gefühl, wenn man als Paar noch nie im 17. Bundesland war und alle anderen drumherum gefühlt jedes Jahr. Gibt es noch mehr, die noch nie auf Mallorca waren? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Lecker

Als ich letztens bei einer österreichischen Bloggerin auf Threads gelesen hatte, dass es deutsche Wörter gibt, die ihr als Österreicherin nur sehr schwer über die Lippen kommen. An erster Stelle stand dabei für sie “Lecker”. Das ist ihr Unwort und für mich direkt die Inspiration gegeben, diese gleichlautende Kategorie zu füllen.

Im März bin ich mit dem Nachtzug von Düsseldorf nach Wien gefahren und habe einen Tag in Österreichs Hauptstadt verbracht, bevor ich abends wieder mit dem Nachtzug zurück fuhr. In der Dämmerung vor der Abfahrt schlenderte ich noch über den Naschmarkt und gönnte mir ein leckeres Hummus im Neni. Daher war mir sofort klar, dass es in dieser Kategorie nur ein Foto vom Naschmarkt geben kann. Quasi für alle Östereicher:innen, die lecker so furchtbar finden. Just kidding.

Während der blauen Stunde, in den Abendstunden auf dem Naschmarkt in Wien. Der beleuchtete Stand, ein kleines Häuschen von "Poehl am Naschmarkt", davor einige Tische, zusammengefaltete Schirme, eine Person sitzt an einem Tisch und genießt ihren Wein.
Naschmarkt, Wien in der blauen Stunde

Wasser

Wie oben schon geschrieben, war ich 2023 viel am Wasser. Von Nord- und Ostsee über das Mittelmeer bis hin zur Hafenstadt Yeosu in Südkorea – in vielen meiner Reisen war Wasser ein zentrales Thema.

Im Oktober flog ich das erste Mal nach Mallorca, der Schwiegermutter zuliebe. Das Wetter war oft sehr schön, doch auch schon gut durchwachsen. Gefühlt vier verschiedene Wetterbedingungen über den Tag verteilt – von Sonnenschein bis hin zu starkem Sturm. Gerade dieser Kontrast von Sonne und aufpeitschenden Wellen war auf Mallorca besonders schön. Die schroffe Küste am Cap de ses Salines, dem südlichsten Punkt Mallorcas, lag bei stärker werdendem Seegang noch in der Sonne, während es kurze Zeit später und wenige Kilometer weiter in Colònia de Sant Jordi bereits eher nach Weltuntergang aussah.

Blau

Usedom ist mein heimlicher Sehnsuchtsort. Keine Ahnung, wieso. Ich hab keine Erinnerung daran, ob ich in meiner Kindheit mal da war. Aber die Insel zieht mich magisch an. Ist ein Ruheort, vor allem am Wasser – ob Ostsee, Achterwasser, Penemündung oder Stettiner Haff. Ich setz mich einfach gerne auf eine Bank oder an den Strand und schaue einfach aufs Wasser. Meine Meditation.

Auch die zahlreichen Seebrücken sind immer wieder einen Ausflug wert. Vor allem zur blauen Stunde, wenn diese beleuchtet werden. In Koserow steht seit 2021 eine neue, architektonisch spannende Seebrücke, ausgestattet mit ein paar interessanten Sitzmöglichkeiten.

Kalt

Mit Kalt assoziiere ich den Winter und die Vorweihnachtszeit. Dabei ist die ja in den letzten Jahren eher verregnet-lauwarm. Dennoch habe ich mich entschieden, ein Foto der Weihnachtsbeleuchtung in der Tauentzienstraße in Berlin für diese Kategorie herauszusuchen. Weil mir auf diesem Bild der Kontrast zwischen warmen und kalten Farben gefällt und dennoch einen kalten Eindruck vermittelt.

Weihnachtsdekoration in der Tauentzienstraße in Berlin bei Nacht, im Hintergrund ist die Gedächtniskirche zu erahnen, die Bäume links und rechts sind beleuchtet, im Vordergrund steht rechts eine Cinderella-Kutsche, die eher kalt angeleuchtet wird, eine Familie steht links daneben.
Weihnachtsdekoration in Berlin

Schwarz-Weiß

Dies ist nicht so ganz meine Kategorie. Es gibt kaum Schwarz-Weiß-Fotos in meinem Portfolio. Aber es gibt Fotos, die den Anschein erwecken, sie seien Schwarz-Weiß. Ist ein wenig Meta. Ein Schwarz-Weiß-anmutendes Foto von Schwarz-Weiß-Fotos in einer Fotoausstellung. Fotos von Schriftsteller Georges Simenon in seiner Geburtsstadt Lüttich, die ich mir im Mai angesehen habe, als sie im Grand Curtius Museum ausgestellt wurden.

Schwarz-Weiß-anmutendes Bild in der Fotoausstellung von Georges Simenon mit zwei Bildern über Eck und einer Sitzbank darunter.
Schwarz-Weiß-anmutendes Bild in der Fotoausstellung von Georges Simenon

Doch das war noch nicht alles, denn es gab auch wieder Zusatzkategorien, denen ich mich mit Vergnügen gestellt habe.

Heiß

It’s getting hot in here… es kann bei der Kategorie nur ein Bild in Frage kommen. Heiße Fritten. Nach all den Frittenwerk-Eröffnungen rund um Poutine dieses Jahr, denen ich beigewohnt habe, entschied ich mich aber dann doch für belgische Fries in Lüttich. Nur echt in Rinderfett frittiert. Dabei werden die besonders sättigend, sind aber halt nicht vegetarisch. Irgendeinen Tod muss man sterben.

Frittierte Pommes in einer Plastikschale auf einem Tisch, eine kleine Plastikschale mit Majonnaise rechts daneben.
Belgische Fritten mit Majo

Ausblick

Die Kategorie, bei der ich mich immer wieder schwer tue, denn ich wandere ja nicht, bin nicht sonderlich am Bergsteigen interessiert und leider oftmals unter Höhenangst. Daher sind Höhen und somit Ausblicke schwer. Doch dann fiel mir eine spezielle Szene in Maastricht Ende August auf einem Foodfestival ein.

Frau in einem Meerjungfrauenkostüm in einem eiförmigen Sessel, der aufgehängt wurde, so dass sie oberhalb des Publikums sitzt.
Meerjungfrau mit Ausblick

Tierisch

Bei der Durchsicht der Fotos ist schnell klar geworden, welches Motiv es für diese Kategorie werden wird. Auf dem Rückweg von Usedom Ende Mai habe ich einen Zwischenstopp in Greifswald eingelegt. Dabei begegnete ich einem Meister Adebar, einem Storch, der plötzlich unweit des Marktes auftauchte und genauso plötzlich durchstartete. Leider bin ich nicht so der Tierfotograf und trotz kleiner Belichtungszeit (1/640 s) sind die Fotos nicht hundertprozentig scharf. Das ärgert mich ein wenig, aber dennoch habe ich so eine beeindruckende Szene ein wenig festhalten können.

Bunt

Bunt ist alles und vieles. Von Graffitis in Hamburg in der Schanze bis zu einem Besuch in Amsterdams Straat-Museum auf Pressereise im Juni war die Auswahl riesig. Doch alles irgendwie zu naheliegend. Doch dann stolperte ich wieder über die Fotos vom Theaterfestival in Heerlen in den Niederlanden. Bei der Eröffnung des Cultura Nova Ende August wurden verschiedenfarbige Konfettischnipsel und Girlanden in Szene gesetzt und nach der Veranstaltung kreativ von den Zuschauenden zweitverwertet.

Herz

Ich muss gestehen, hierbei habe ich mich dann doch wieder etwas schwer getan. Eine Herzskulptur auf Mallorca war mir zu einfach. Daher bin ich die Bilder noch einmal durchgegangen und habe einen halbbestrichenen, herzförmigen Scone beim High Tea in Amsterdam während meiner Pressereise im Juni nach einem Museumsbesuch gefunden. Es muss nicht immer das Naheliegendste sein, was für eine Kategorie passend ist.

Ein Scone bestrichen links mit Marmelade, rechts mit clotted cream auf einem bemalten Teller (Blumenmotiv).
herzförmiges Scone

Modern

Die letzte Kategorie ist mit meiner Vorliebe für Architektur eher ein Leichtes. Meine erste Wahl ist die denkmalgeschützte Schwarzwaldhalle in Karlsruhe, die ich bei meiner Pressereise im Rahmen der Bekanntgabe der Michelin-Sterne für Deutschland 2023 im April fotografierte. Die Schwarzwaldhalle wurde 1953 eröffnet und gilt als die erste Halle in Europa, die mit einem selbst tragenden Hängedach aus Spannbeton gebaut wurde. Das Bauwerk zählt architektonisch zu Nachkriegsbauten bzw. zur Postmoderne.

Soll es richtig modern werden, also so interpretiert, dass es ein Bauwerk jüngeren Zeitalters sein müsste, dann hätte ich noch ein Bild aus meinem Leipzig-Besuch zur Weihnachtszeit. Da bin ich im Dezember mit der Straßenbahn raus bis fast nach Grünau, um die Niemeyer Sphere im Dunkeln zu fotografieren. Es ist der letzte realisierte Entwurf des Architekten Oscar Niemeyers.

Niemeyer gilt als Wegbegleiter der modernen brasilianischen Architektur. Seine zahlreichen Gebäuden in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe und seine Baupläne sowie architektonischen Zeichnungen wurden zum UNESCO-Weltdokumentenerbe erklärt.

Niemeyer Sphere, eine Kugel in ein Fabrikgebäude eingesetzt, so dass es darüberhinaus ragt. Bei Nacht, wenig Licht. Fabrikgelände mit Hallen dahinter und daneben.
Niemeyer Sphere, Leipzig

Ausblick 2024

Wie immer ist der Vorsatz, mehr zu bloggen. Im Januar stehen auch noch einige Beiträge aus, die ich aus 2023 noch Kooperationspartnern versprochen habe. Hoffentlich bekomme ich das zeitlich alles unter, was ich mir jetzt schon wieder vorgenommen habe. Bezüglich Reisen habe ich noch keine großen Pläne. Keine Reisen geplant, keine Kooperationen in Aussicht. Nur die ITB steht auf meinem Zettel, obwohl ich eigentlich mal aussetzen wollte. Doch dann kam eine Einladung zum IMM um die Ecke, eine Art Speed-Dating-Veranstaltung am Vortag der ITB.

Mal schauen, was das Jahr also so bringt. Nicht mal das Reisebloggercamp ist dieses Jahr sicher. Ich habe keine Location davon überzeugen können.

Vielleicht wird es auch mal langsam wieder Zeit für Kanada. Ich hab echt Sehnsucht nach dem Land des Ahorns.

Ich danke Dir fürs Lesen in 2023, für Likes, Kommentare, Teilen von Beiträgen, usw.
Das ist der Applaus für Blogger wie mich. Danke. 

Hab ein schönes 2024!

Komm auch gerne rüber zu InstagramFacebook, Threads oder BlueSkyPinterest sowie Tripadvisor und entdecke weitere Fotos und Geschichten.
Mehr zu meinen Reisen gibt es auch immer in den Instastorys.
Ich würde mich sehr freuen, Dich zu lesen.

Hast Du schon Pläne für 2024? Mehr Urlaub kannst Du übrigens mit Brückentagen rausholen. Verrate mir doch gerne, wo es für Dich im neuen Jahr hin gehen soll. Bin gespannt!

Entdecke Jahresrückblicke anderer Blogger:innen, die ich sehr mochte:

  • Lisa von imprintmytravel hat u.a. ganz wundervolle Landschaftsfotos aus Patagonien und Island mitgebracht sowie Tierfotos aus Uganda und Tansania – nur das Wasserzeichen auf den Bildern ist mir ein Graus, wirkt extrem klobig und oldschool
  • um zahlreiche schöne Tierfotos geht es auch bei österreichischen Naturfreundin Andrea
  • schöne Fotos und spezielle Orte haben Nicole und Jörg von Misses & Mister auf ihrem Blog, auch wenn mir manche Fotos overprocessed erscheinen, die Motive gefallen mir dennoch sehr
  • Heiko von People Abroad ist in 2023 ganz gut rumgekommen und vor allem auf Norwegen, aber auch auf Helsinki bin ich sehr neidisch
  • neu entdeckt habe ich Silvia von travel loves photography mit ihren schönen Fotos
  • auch die Schweizer Daniel und Dokmai von 2CoinsTravel sind für mich eine Neuentdeckung und haben mich mit ihrem Beitrag begeistert
  • Andreas von reisewut hat immer die mit Abstand besten Fotos des Ruhrgebiets und mehr

Weitere Jahresrückblicke in Bildern

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Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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