Ein unscharfer Hintergrund mit verstreuten Sofortfotos und einer weißen Kaffeetasse, überlagert von der fettgedruckten weißen Schrift "Mein Jahresrückblick 2025 in Bildern" und der kleineren Schrift/Logo "snoopsmaus - Kultur- & Reiseblog" am unteren Rand.

Mein Blog- und Reisejahr 2025: Jahresrückblick in Bildern

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Es ist schon wieder Zeit für den Jahresrückblick 2025. Mittlerweile fühlt es sich jedes Jahresende an, als wäre das vergangene Jahr an einem noch schneller vorbeigerauscht als das Vorangegangene. Leider dieses Jahr ohne die Fotoblogparade von Michael, aber wie immer im Jahresrückblog von Judith.

Wie schnell war 2025 rum? Dabei habe ich gefühlt wieder viel zu Hause rumgelungert und dennoch beim Zurückblicken gemerkt, wie viel ich erlebt und gemacht habe.

Dabei fing 2025 gar nicht so vielversprechend an, denn gesundheitlich kämpfte ich mich bis in den April durch mehrere grippale Infekte, die mich nicht nur geschwächt, sondern regelrecht in der Genesung rund um mein Knie sehr stark zurückwarfen. Vielleicht erinnerst Du Dich an 2024 und an meine Kreuz- und Innenbandrisse im linken Knie.

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Meine Themen und Highlights in 2025

Mein Jahr war unglaublich vielfältig, wie meine Interessen. Doch dieses Jahr stand eindeutig unter dem Motto: Das Jahr der vielen interessanten Ausstellungen, die ich nicht schaffte, zu verbloggen.

Die schönsten Ausstellungen des Jahres, die es (noch nicht) ins Blog geschafft haben

Alles begann eigentlich schon Anfang 2024. Ende Januar besuchte ich relativ spontan die Retrospektive zu Lyonel Feininger in der Schirn-Kunsthalle in Frankfurt. Als bekennender großer Fan von Bauhaus und Neuem Bauen/Neue Sachlichkeit sauge ich quasi alles auf, was damit zu tun hat.

Schwarzer Graffiti-Text auf einer blassrosa Wand buchstabiert "Feininger" in ungleichmäßigen, sich überlappenden und leicht verzerrten Buchstaben. Der Hintergrund ist schlicht und glatt mit subtilen Schatten- und Lichtvariationen.
Feininger-Schriftzug im Museum in Quedlinburg

Moderne Romantik – Die Werke von T. Lux Feininger

Daher ging der erste Ausflug 2025 in Richtung Quedlinburg im Harz. Dort gibt es ein Feininger-Museum, das neben der sehr guten Dauerausstellung bis zum 13. Januar eine Sonderausstellung zu den malerischen Werken von T. Lux Feininger zeigte.

Ein schmales Fachwerkhaus mit gemustertem Mauerwerk steht an einer Kopfsteinpflaster-Kreuzung in einem verschneiten europäischen Dorf. Andere Fachwerkhäuser mit roten Dächern und Schnee auf ihnen umgeben das zentrale Gebäude unter einem wolkenverhangenen Himmel.
Quedlinburg – Haus am Finkenherd unweit des Feininger-Museums

Der Sohn des Bauhaus-Meisters, der selbst am Bauhaus in Dessau studierte, war mir bis dato nur als Fotograf dieser Zeit bekannt. Doch im Laufe seines Lebens widmete er sich verstärkt der Malerei.

An einer tiefblauen Museumswand steht in fetter goldener Schrift "MAGIC MOMENTS" über zweisprachigen Exponatbeschreibungen. Darunter steht "T. Lux Feininger Moderne Romantik". Auf der linken Seite hängt ein abstraktes Kunstwerk in einem silbernen Rahmen. Der Raum ist hell erleuchtet.
Magic Moments-Ausstellung in Quedlinburg

Gemeinsam mit dem Angermuseum in Erfurt entstanden zwei Ausstellungen zu den Werken von T.Lux Feininger. Im Angermuseum lief anschließend bis zum 09. Juni die zweite Ausstellung, die ich wiederum kurz vor knapp besuchte, um den Kreis zu schließen.

Eine gelbe Galeriewand mit einem kleinen abstrakten Gemälde auf der linken Seite und einem großen Text mit der Aufschrift "IMMER DIESE SEHNSUCHT. LUX FEININGER" in Weiß und Schwarz. Links unten an der Wand steht in kleiner Schrift "Moderne Romantik".
T. Lux Feininger Ausstellung in Erfurt

Neue Sachlichkeit in Mannheim

Im gleichen Atemzug kam mir auch die unglaublich interessante Ausstellung Neue Sachlichkeit in der Kunsthalle Mannheim unter. Doch mit all den grippalen Infekten war es gar nicht so einfach, einen Termin zu finden. Diese beeindruckende Ausstellung lief bis zum 09. März und ich schaffte es, am 01. März mit dem Zug nach Mannheim zu fahren und fit genug zu sein, um sie mir anzusehen.

Eine Gruppe von Menschen in einem modernen Museum mit weißen Wänden versammelt sich in der Nähe einer großen zylindrischen Säule, die ein altes Porträt eines Mannes mit Bowlerhut und Brille zeigt. Große Fenster im Hintergrund lassen natürliches Licht herein.
Schlange stehen für die “Neue Sachlichkeit”-Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim

Ich war zuvor noch nie in Mannheim und eventuell hat mich ein Ereignis zwei Tage später auch erstmal von weiteren Besuchen abgehalten. Denn unweit des Museums fand am 03. März die Amokfahrt statt. Also dort, wo ich keine 48 Stunden vorher selbst war. Das saß erstmal tief.

Eine Straßenbahn fährt in der Abenddämmerung eine Stadtstraße hinunter, im Hintergrund ein beleuchtetes Riesenrad und ein historisches Kuppelgebäude. Menschen gehen spazieren und versammeln sich in der Nähe von Marktständen, und Bäume ohne Blätter säumen die Szene unter einem bewölkten Himmel.
Mannheim

Kandinskys Welten

Generell war der März voller spannender Ausstellungen, die ich besucht habe. Nach einem ITB-Side-Event am Vorabend nahm ich mir am 09. März noch Zeit für meinen ersten Besuch im Museum Barberini in Potsdam.

Eine Museumsgalerie mit grauen Wänden zeigt abstrakte Gemälde; im Vordergrund ist ein großes gerahmtes Kunstwerk mit dynamischen geometrischen Formen und bunten Linien zu sehen, während an einer entfernten Wand ein kleineres, lebendiges Werk hängt. Der Boden besteht aus hellem Holz.
Betonte Ecken (1923), Wassily Kandinsky

In der Kosmos-Kandinsky-Ausstellung stand bis Mitte Mai ein weiterer Bauhaus-Meister im Fokus einer sehr guten Ausstellung. Diese habe ich tatsächlich geschafft zu verbloggen.

Für die parallel verlaufende Kosmos-Blaue-Reiter-Ausstellung im Kupferstichkabinett Berlin hat es zeitlich nicht mehr gereicht.

Welten, die aufeinander prallen – Klassik & Bauhaus

Das Bauhaus war 2025 wieder ein wenig omnipräsent. Auf die eine oder andere Weise. Veranlasst durch die Ausstellung Frau in Blau im Museum Folkwang in Essen sowie eine Dokumentation über Lucia Moholy-Nagy begann ich, mich mehr mit dem Leben des Bauhaus-Gründers Walter Gropius auseinanderzusetzen. Sein Leben, seine Frauen, seine Persönlichkeit.

Lesetipp

Das wohl umfangreichste Nachschlagewerk zum Bauhaus und all seinen Facetten – gibt’s u.a. bei amazon.* Es gibt noch eine kürzere Fassung* (Basic Art-Reihe).

Aus heutiger Sicht: kein netter Mensch. Ein typischer Patriarch seiner Zeit. So las ich den Roman Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus* über seine zweite Ehefrau Ise Gropius sowie Mutter, Muse und Frau Bauhaus: Die Frauen um Walter Gropius*, in dem es auch um seine erste Ehefrau Alma Mahler-Werfel und deren turbulente Ehe, Trennung, Briefe und vieles mehr ging.

Ein strukturiertes Gemälde einer liegenden Frau in einem blauen Kleid mit tiefem Ausschnitt, das mit ausdrucksstarken, dicken Pinselstrichen wiedergegeben ist. Das Bild ist schwarz gerahmt und hängt an einer weißen Wand neben zwei kleinen Informationsschildern. Der Hintergrund ist überwiegend blau und grün.
Die Frau in Blau (1919), Staatsgalerie Stuttgart

Wie steht das jetzt im Zusammenhang mit der Ausstellung in Essen, wirst Du Dich vielleicht fragen? Die Frau in Blau hatte den Untertitel Oskar Kokoschka und Alma Mahler und bezog sich auf die Verbindung der Witwe Gustav Mahlers (Komponist), die während der Beziehung mit dem Maler Oskar Kokoschka noch mit Walter Gropius verheiratet war. Die Ausstellung beleuchtete, wie sie seine Muse und Geliebte wurde und welche Obsession daraus auf seiner Seite entstand.

Dem Bauhaus widmete ich mich aber auch auf Reisen: im Juni nach Weimar, um das Haus am Horn zu besuchen, und im August, um zum 100. Jubiläum des Bauhauses in Dessau noch mal neues Material zu sammeln. Dafür habe ich mir die BauhausCard gekauft und eifrig genutzt. Auf dem Weg zur Feininger-Ausstellung in Quedlinburg im Januar hielten wir auch kurz in Alfeld, um uns das Fagus-Werk von Gropius anzusehen (UNESCO-Welterbe).

Weimar war für Simon und mich bereits im Februar ein Wochenendziel, um noch eine Caspar-David-Friedrich-Ausstellung mitzunehmen und endlich auch einmal die Anna-Amalia-Bibliothek von innen zu besichtigen sowie eine Nacht im berühmten Hotel Elephant zu verbringen.

Menschen und Klaviere

Wo wir schon beim Thema Klassik und klassische Musik – in Form von Gustav Mahler – sind: Es gab eine interessante Ausstellung in Braunschweig, die meine berufliche Vergangenheit bei Steinway & Sons betraf. Die geschäftlichen Verbindungen zur Flügel- und Klaviermanufaktur gab ich Ende 2024 nach über fünf Jahren aus diversen Gründen auf.

Der Gründer von Steinway & Sons, Henry E. Steinway, war der deutscher Immigrant Heinrich Engelhard Steinweg aus dem Harz. Die Verbindungen mit der heute noch in Braunschweig existierenden Firma Grotrian-Steinweg (seit 2024 jedoch in der Insolvenz), Parallelen, gemeinsame Wege und Unterschiede inklusive zahlreicher Instrumente zeigte das Städtische Museum in der Ausstellung People and Pianos von Ende Januar bis Ende April 2025.

Ein Museumsflur mit einem weißen Bodenaufkleber in Form eines Flügels mit der Aufschrift "Menschen und Klaviere, Steinway & Sons, Grotrian-Steinweg". Der Flur führt zu einer dunklen, verzierten Tür, an deren Wänden Ausstellungsstücke und gerahmte Schilder hängen.
People & Pianos, Städtisches Museum Braunschweig

Ich schaffte es immerhin, Anfang März nach Braunschweig zu reisen und mir die Ausstellung anzusehen. Immerhin habe ich die Bilder bearbeitet und auf Flickr eingestellt.

Mit meiner Freundin Andrea war ich im August dann zum ersten Mal in Bayreuth und besuchte gemeinsam mit ihr eine Vorstellung der Wagner-Festspiele.

Geburtstagsausstellungen – Anselm Kiefer & Wim Wenders

2025 war auch geprägt von runden Geburtstagen der Künstler Anselm Kiefer und Wim Wenders, die sich passenderweise gut kennen. Denn Wim Wenders veröffentlichte 2023 den Dokumentarfilm Anselm – Das Rauschen der Zeit.

Angebot
Anselm – Das Rauschen der Zeit
  • In Anselm zeichnet Wim Wenders das Porträt eines der innovativsten und bedeutendsten bildenden Künstler unserer Zeit: Anselm Kiefer
  • Gedreht in 3D und in einer Auflösung von 6K erlaubt der Film seinem Publikum eine filmische Reise durch das Werk eines Künstlers, dessen Kunst die menschliche Existenz und die zyklische Natur der Geschichte erforscht, inspiriert von Literatur und Poesie, Geschichte, Philosophie, Wissenschaft, Mythologie und Religion
  • Mehr als zwei Jahre lang folgte Wenders den Spuren Kiefers und verknüpft in seinem Film die Lebensstationen und Schaffensorte einer mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere zwischen Kiefers Heimatland Deutschland und Frankreich, seiner heutigen kreativen Heimat

Letzte Aktualisierung am 3.01.2026 / Affiliate Links (Werbelinks) / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Für Anselm Kiefer bin ich extra mit dem Zug nach Amsterdam* gefahren, um die zweiteilige Ausstellung im Van der Gogh- und Stedelijk-Museum zu sehen, für die der immer noch sehr aktive Künstler eigens eine riesige Installation an der Treppe im Stedelijk anfertigte.

Eine breite Treppe in einer hellen Museumshalle mit verziertem weißen Geländer. Große, strukturierte abstrakte Kunstwerke in Gold und Grün bedecken die oberen Wände - Sag mir wo die Blumen sind von Anselm Kiefer. Mehrere Menschen gehen oder stehen die Treppe und das Zwischengeschoss entlang, betrachten die Kunstwerke und unterhalten sich. Ein Oberlicht lässt natürliches Licht herein.
Sag mir wo die Blumen sind (2024), Anselm Kiefer – Stedelijk Museum, Amsterdam

Diese beeindruckende Ausstellung, dieses Ereignis, diese Verneigung vor dem Schaffen des deutschen Künstlers habe ich tatsächlich auch verbloggt.

Ganz frisch sind aber noch meine Erinnerungen an die Wim Wenders-Ausstellung, die Simon und ich erst am 30. Dezember 2025 in der Bundeskunsthalle in Bonn besucht haben. Auch wieder kurz vor knapp, denn die Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag läuft nur noch bis zum 11. Januar 2026. Auch hier verbrachte ich viel Zeit und auch hier brachte sich der Künstler mit einer eigens für die Ausstellung angefertigten Installation (immersiver Raum) bewusst ein. Darüber zu bloggen, habe ich bisher noch nicht geschafft.

Eine Person steht in einer Kunstgalerie und blickt auf eine Wand mit bunten Filmplakaten, die in einem Raster angeordnet sind. Unter den Plakaten sind in Glasvitrinen Dokumente und Erinnerungsstücke ausgestellt. Der Raum ist modern und gut beleuchtet.
Plakate zahlreicher Filme von Wim Wenders

Ebenfalls kurz vor knapp – besuchte, nicht verbloggte Ausstellungen

Ebenso läuft bis zum 11. Januar 2026 noch die Kunstausstellung mit Werken von Hans-Peter Feldmann im Kunstpalast Düsseldorf. Sehr lustig, teilweise verstörend, aber sehr am Puls der Zeit. Alle meine Bilder dieser Ausstellung sind bereits auf Flickr zu finden.

Ein langer Tisch mit verschiedenen kleinen, bunten, mechanischen Skulpturen steht an einer Wand. Helle Lichter projizieren die Schatten der Skulpturen an die Wand, so dass große, komplizierte, sich überlappende Silhouetten entstehen. Der Boden spiegelt den Tisch und einen Teil des Schattenspiels wider.
Installation von Hans-Peter Feldmann

Parallel dazu zeigt der Kunstpalast bis zum 01. Februar 2026 auch die wichtige Ausstellung Künstlerinnen, die endlich Frauen in der Düsseldorfer Kunstszene der vergangenen Jahrhunderte ins Rampenlicht rückt. Auch hier habe ich bereits alle Fotos auf Flickr veröffentlicht, aber den Beitrag noch nicht geschrieben.

Eine Frau steht in der Nähe einer großen rosafarbenen Wand, die mit zahlreichen weißen Namen bedeckt ist, die ein diagonales Muster bilden. Im Hintergrund betrachtet eine andere Person gerahmte Kunstwerke an einer blaugrünen Wand in einem modernen, gut beleuchteten Museum oder einer Galerie.
alle Künstlerinnen in einer chronologischen Übersicht

Doch auch die Sammlung des Kunstpalasts Düsseldorf bietet aktuell eine spannende Sonderausstellung, die in die Sammlung integriert wurde. Die geheime Macht der Düfte regt dazu an, sich anders mit der Sammlung auseinanderzusetzen, indem sie den Geruchssinn in das Ausstellungserlebnis integriert. Diese Möglichkeit besteht noch bis 08. März 2026 und ich hoffe, dass ich dies vorher noch schaffe zu verbloggen.

Ein lebendiger, futuristischer Raum mit leuchtenden, vielfarbigen Lichtern an den Wänden. Schwarze reflektierende Kugeln und gebogene Ständer stehen auf runden Tischen. Auf einem Tisch befindet sich ein Tablet mit einer Farbradschnittstelle. Die Szene wirkt interaktiv und immersiv.
Molekülraum in der Duftausstellung

Ganz frisch besucht habe ich auch die Ausstellung über die Fotografin Germaine Krull, die in Deutschland starb und ihren Nachlass dem Museum Folkwang in Essen hinterließ. Die daraus entstandene Werk- und Lebensschau ist noch bis 15. März 2026 in Essen zu sehen.

Eine Museumswand zeigt eine große rot-weiße Collage mit fotografischen Abbildungen von Metallstrukturen. In der Mitte befindet sich ein blau getöntes Porträt von Germaine Krull mit einer Kamera in der Hand, der Text "Germaine Krull CHIEN FOU Autorin und Fotographin" und Tafeln mit Ausstellungsinformationen.
Titelwand zur Germaine Krull Ausstellung

Etwas spontan ging es auch an einem verregneten Tag im Oktober 2025 nach Münster ins LWL-Museum, um die Kirchner/Picasso-Ausstellung zu sehen, die noch bis zum 18.01.2026 läuft. Finde ja, Kirchner wird zu selten gezeigt, daher war ich sehr dankbar für diese spannende Gegenüberstellung.

Auf blauem Hintergrund steht weißer Text, der "kirchner" und "picasso" hervorhebt, mit den Jahreszahlen 1880, 1881 und 1892. Kleine schwarz-weiße Porträts und deutsche biografische Notizen begleiten jeden Künstlerabschnitt. Pfeile führen den Betrachter durch die Zeitleiste.
vergleichende Zeitleiste Kirchner/Picasso

Mit dem Zug fuhr ich am 02. Dezember 2025 noch mal kurz ins Ausland. Genauer gesagt in mein geliebtes Lüttich in der Wallonie (Belgien), kurz hinter Aachen. Dort läuft im Museum La Bovarie eine Retrospektive über den französischen Fotografen Robert Doisneau, die erst am 19. April 2026 endet und somit noch viel Zeit zum Besuchen und Bloggen bietet.

Ein klassizistisches Gebäude mit verzierten Säulen, Bogenfenstern und zwei gewölbten Dächern; rechts davon steht ein Kegelbau mit Metallrahmen. Das Äußere besteht aus hellgrauem Stein, und links sind kahle Baumzweige zu sehen, während der Himmel bewölkt ist.
Museum La Bovarie

Zu spät, aber wunderbar

Es schlummern so wunderbare Beiträge noch in meinem Entwurfsordner, weil ich es nicht geschafft habe, vor Ende der Ausstellungen diese zu veröffentlichen. Besonders traurig ist dabei der Beitrag über die von mir so gefeierte Mama-Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf.

Für mich die Ausstellung des Jahres 2025! Von drei Kuratorinnen erstellt mit so viel Geschichte, einer wunderbaren Mischung aus diversen Ausstellungsobjekten und feministischen Aussagen, die ich einfach nur feiern konnte! Ich muss das unbedingt noch für alle fertigstellen, die es nicht in die Ausstellung geschafft haben. Alle Fotos sind aber bereits auf Flickr zu finden.

Ein großes Foto zeigt eine Menschenmenge im Freien. Eine Person hält ein Pappschild mit der Aufschrift "HALLO MUTTI" hoch. Viele lächeln oder schauen in die Kamera. Unter dem Foto befindet sich eine Vitrine mit Zeitschriften und Dokumenten. An der Wand neben dem Foto sind Textschilder angebracht.
Hallo Mutti

Auch die Chagall-Ausstellung im K20 in Düsseldorf möchte ich nicht unerwähnt lassen, die stark die jüdische Seite und die russischen Zeiten von Marc Chagall zeigte. Auch hier habe ich alle Fotos der Ausstellung auf Flickr veröffentlicht.

Eine blaue und orangefarbene Wand mit einem Bild an der Wand.
Chagall, K20

Du siehst, mein Jahr war voller Ausstellungen, die ich nicht hätte missen wollen. Die allererste Ausstellung des Jahres, die ich auch kurz vor knapp besuchte, habe ich aber noch gar nicht erwähnt. Im Berliner C/O stellte das Fotokollektiv Ostkreuz Werke aus Berlin der 1990er Jahre aus. Eine Zeitreise in das legendäre Berlin der Nachwendezeit.

2025, mein Genussjahr

Genuss war in 2025 ein ganz großes Thema für mich. Dem Thema Michelin-Küche und Michelin-Guide habe ich mich ja bereits 2024 gewidmet und 2025 fortgesetzt. Nicht nur verfolgte ich im Juni angespannt-nervös die Michelin-Verleihung im Livestream und zitterte mit der Gastro mit. Simon und ich gönnten uns einige gute Events und Restaurantbesuche, denn gutes Essen ist gut für die Seele.

Da Simon Vegetarier und Non-Alkoholiker ist, entschieden wir uns für ein Küchenparty im Januar im Zwei-Sterne-Restaurant Ox & Klee in Köln. Unser Weihnachtsgeschenk und passend zum Veganuary und Dry January, der Simon sehr entgegen kommt. Alle Getränke und jedes Gericht war auf dieses Thema abgestimmt. Währenddessen durften wir uns im Restaurant frei bewegen, in der Küche am Pass zuschauen und live dabei zusehen, wie die ausgefallenen Gerichte von Daniel Gottschlich und seinem Team das Licht der Welt erblicken.

Im Februar ging es direkt weiter mit dem Genuss. An meinem Geburtstag besuchten wir das bis dato einzige Sterne-Restaurant in Dortmund, The Stage. Dies schließt leider in den nächsten Wochen. Dann bleibt nur noch der neue Stern, das SchwarzGold übrig.

Besonders Spaß gemacht hat mir im Mai das Kochevent der Region Murcia (Spanien), die in Düsseldorf zum Kochen mit Sternekoch Juan Guillamón, Restaurant Almo, einlud. Weitere Sterne testete ich während des Gourmedo-Foodfestivals in Dortmund im Juli.

Ein lächelnder Koch in weißer Uniform und schwarzer "1.001 Aromen"-Schürze steht in einer modernen Küche hinter einem Tresen mit Weingläsern, einem Kochbuch, einer Blechdose, einer kleinen Schüssel und Utensilien. Das Sonnenlicht fällt durch große Fenster im Hintergrund.
Juan Guillamón, Restaurant Almo, Murcia

Außerdem war ich Anfang Februar zur Vorstellung des neuen Katalogs der Quality Lodgings, eines Zusammenschlusses hochwertiger Boutique-Hotels, nach Hattenheim (Eltville am Rhein) eingeladen. Im Kronenschlösschen wurden parallel von mehreren, auch besternten, Köchen einige Leckereien gereicht. Bereits am Vorabend habe ich im Restaurant gut geschlemmt.

Wein, Weib … und Weiterbildung

Bei einem Spaziergang am Rhein genoss ich vorab einen guten Weißwein in der Kälte, aber bei schönster Sonnenuntergangsstimmung. Dabei reifte in mir wieder der Wunsch, mich mehr mit Wein zu beschäftigen. Auch motiviert durch Carmen, meine Weinfreundin in Crime, mit der ich u.a. nach dem Podcamp im Eiskeller in Düsseldorf versackte oder beim Weinsommer in Dortmund im Juli einige Weingüter durchprobierte.

Dies habe ich 2025 auch direkt in Angriff genommen und einige Weiterbildungen online und vor Ort absolviert, z.B. das WSET Level 1 in Essen.

Dabei habe ich die Deutsche Wein- und Sommelierschule in Koblenz (Gastronomisches Bildungszentrum) als Weiterbildungsinstitution ausgewählt. Sie ist Teil der IHK Koblenz und liegt perfekt an der Altstadt von Koblenz, z.B. in der Nähe der Balduinbrücke und des alten Stadtarchivs. Im November/Dezember war ich dreimal vor Ort – alle zwei Wochen ein Wochenende lang.

Dabei absolvierte ich erfolgreich ein Masterlevel zur Region Langeduoc-Roussillon/Okzitanien (bis Ende 2025 auch unter dem Label “Sud de France” agierend) und vertiefte mein Wissen in einem Intensiv Sensorik Seminar, was mir Dank Winzerin Inge in ganz vielen Dingen die Augen öffnete. Im Juli wurde ich in Hamburg zusätzlich von Jürgen Hammer zur Champagne Spezialistin zertifiziert. 🥂

Mein Weinweiterbildungsjahr 2026 ist auch schon gut durchgeplant, u.a. das WSET Level 2 Awards in Wines inkl. Assistant Sommelière (IHK).

Ungeplant, und das ist gut

Anscheinend habe ich 2025 auch so viel über Wein auf Social Media geschrieben, dass das schon Auswirkungen auf meine Wahrnehmung hat. Im November bekam ich deshalb eine Anfrage für einen ersten Job im Bereich Wein. Für den ersten Teil einer Weltreise-Kreuzfahrt auf der MS Hamburg fehlte ein Lecturer zum Thema Wein. Tanja, Bloggerkollegin bei spaness.de und stark in der Tourismus-PR verankert, empfahl mich ihrem Kontakt.

Vier Wochen später ging ich in Genua an Bord der MS Hamburg und reiste entlang der europäischen Mittelmeerküste, durch die Straße von Gibraltar bis zu den Kanarischen Inseln mit. An Bord hielt ich einen Vortrag zum kleinen Wein 1×1, leitete eine Weinprobe und schulte das Barpersonal. Das hat unglaublichen Spaß gemacht. Mehr hoffentlich in einem kommenden Beitrag.

Meine erste Kreuzfahrt

Auf meiner ersten Kreuzfahrt machten wir Halt in verschiedenen kleinen und größeren Häfen, bei denen ich auch von Bord gehen und Inhalte für den Reiseteil meines Blogs sichern konnte. Außer in Nizza, das ich schon von einem vorherigen Besuch gut kannte und den Tag eher für die Vorbereitung meines Vortrags nutzte, nutzte ich die Gelegenheit oder leitete sogar Ausflugsgruppen.

Angelaufene Häfen:

  • Genua (Italien)
  • Nizza (Frankreich)
  • Sète (Frankreich)
  • Palamós (Spanien)
  • Valencia (Spanien)
  • Cádiz (Spanien)
  • Portimão (Portugal)
  • Arrecife (Lanzarote, Kanarische Inseln)
  • Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, Kanarische Inseln)

In Sète unternahm ich einen Ausflug mit einer Gruppe in die Petite Camargue nach Aigues-Mortes und konnte nur nachmittags kurz in die kleine Hafenstadt. Aber ich shoppte die Weinhandlungen leer. In Palamós fuhr ich mit einer Gruppe nach Girona, was mich sofort in seinen Bann zog, aber ich bekam dadurch von Palamós nichts mit. Auf Lanzarote nutzte ich die Gelegenheit, mir einen Mietwagen zu nehmen und die Insel unsicher zu machen. Dabei stoppte ich natürlich auch im Weingebiet La Geria. Hier ein kleiner Eindruck von den Orten meiner Kreuzfahrt im Dezember.

…war aber nicht die einzige

Diese Kreuzfahrt war jedoch nicht mein einziger Aufenthalt an Bord eines Schiffes im Jahr 2025. Im September bestiegen Simon und ich in Basel die MS Edelweiß, ein Flusskreuzfahrtschiff, auf dem die Jahrestagung meines Berufsverbandes VDRJ e.V. stattfand.

Gemächlich schipperten wir von Basel den Rhein entlang bis nach Koblenz und wieder zurück. Dabei konnte ich bei Landgängen auch endlich die jüdischen Stätten in Speyer und Worms besichtigen sowie das Schloss Stolzenfels bei Koblenz erkunden. Außerdem war der September perfekt, das Obere Mittelrheintal (ebenfalls UNESCO) entspannt an Deck zu entdecken, während die Weinlese im vollen Gang war.

Zurück in Basel schüttete es und es war einfach kein gutes Wetter für schöne Fotos oder große Aktionen. Also aßen wir Käsefondue (was man halt so in der Schweiz macht) und erfüllten bei strömendem Regen nur wirklich einen Punkt auf meiner Liste: das Vitra-Gelände in Weil am Rhein zu besuchen.

Eine moderne, kantige Holzbank schlängelt sich an der linken Wand eines überdachten Weges mit dunklem Holzboden entlang. Am anderen Ende sind leuchtend gelbe Glasscheiben und eine Person im Freien zu sehen, die einen Kontrast zwischen Licht und Schatten erzeugt.
bei Vitra

Eine weitere jüdische Kulturstätte und UNESCO-Welterbe besuchte ich zum Teil im Juni, als ich mir neben der Ausstellung im Angermuseum auch Zeit für die Alte Synagoge und die Krämerbrücke mit der Mikwe (nicht direkt besucht) nahm. Aber auch in Erfurt war ich auf den Spuren des Bauhauses bzw. der Moderne unterwegs.

Moderne Kunst, überall

Street Art ist schon ein Thema, was immer mal wieder bei mir im Blog und auf Social Media durchschimmert. Doch nicht immer ist das kritikfrei, wie bei der Banksy-Ausstellung, zu der ich in Düsseldorf eingeladen wurde. Diese wurde aufgrund des Erfolgs mehrmals verlängert und soll nun bis Mitte März 2026 laufen. Die Werke sind aber nicht lizensiert und die doch recht hohen Eintrittspreise kommen nicht dem Künstler oder seiner Crew zu Gute. Das nervt, denn diese Ausstellungen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Immerhin kam ich so mal in den Genuss des neugestalteten Kö-Bogens in Düsseldorf.

Eine Person fährt mit dem Fahrrad an einem modernen Gebäude mit geometrischen Glas- und Steinmustern, Grünpflanzen an den oberen Fenstern und einem auffälligen Rolex-Logo vorbei. Die Straße ist von Bäumen gesäumt und an einem sonnigen Tag von anderen städtischen Gebäuden umgeben.
Kö-Bogen, Düsseldorf

Im September setzte ich mich noch in den Zug nach Bremen, um dort am VDRJ-Treffen Nord teilzunehmen. Im Rahmen dessen gab es eine extrem spannende Führung durchs Viertel, bei der es rund um die Geschichte von Graffiti und Street Art in Bremen usw. ging. Anstrengend fürs Knie, aber extrem lohnenswert fürs eigene Wissen und Fotos. Außerdem konnte ich im alten Cornflakes-Speicher von Kellogs in Bremen übernachten, das heute ein schickes Hotel beherbergt.

Ein Street-Art-Kunstwerk auf einer rauen Betonwand zeigt eine Figur in einem Gewand, die über ein blau-weißes Schild mit einem Briefumschlagsymbol lugt. Darunter steht der Text: "datenschutzauskunft@theaterbremen.de". Die Szene wird von schwachem Sonnenlicht beleuchtet.
Datenschutz-Street Art in Bremen

Street Art & Lichtkunst

Im Oktober war ich außerdem auf zwei BarCamps. Vor allem in Berlin, beim CommunityCamp, hatte ich mein Hotel direkt neben Street Art, der East Side Gallery. Bis zur Oberbaumbrücke habe ich mir alle Graffiti auf der der Straße zugewandten Seite angesehen.

Am zweiten Abend unternahm ich mit meiner Namensvetterin Romy, die in Berlin wohnt, einen seeeeehr langen Spaziergang zu vielen Locations des parallel stattfindenden Festival of Lights. Vom Alexanderplatz bis zum Hauptbahnhof durch Unmengen von Menschen.

Nachts ist der Berliner Fernsehturm mit bunten, wirbelnden Lichtern beleuchtet. Der Turm leuchtet blau und gelb und wird von dunklen Baumzweigen mit Herbstblättern eingerahmt, die sich vor einem wolkenverhangenen, dunklen Himmel abzeichnen.

Industriekultur

Das andere BarCamp fand direkt im Innenhafen von Duisburg statt und bot auch eine Bootstour durch den Hafen an. Da konnte ich nicht Nein sagen. Das hat mir viel Spaß gemacht. Auch da gab es ab und zu Street Art zu entdecken, aber vor allem viel Industrie.

Ein großer Industriekran steht auf einem Betondock, dessen Arm über die Wand hinausragt. Eine Metalltreppe ist an der Wand des Docks befestigt, die fleckig und verwittert ist. Das Wasser ist ruhig, und der Himmel ist bedeckt, was eine gedämpfte Atmosphäre schafft.
Hafen Duisburg

Um mehr Industriekultur im Ruhrgebiet zu entdecken, hilft die Extraschicht Ende Juni. Für das Programm 2025 habe ich die Pressekonferenz im Bergbaumuseum Bochum besucht, welches ebenfalls eine teilnehmende Location der Extraschicht ist.

Ein alter blau-weißer VW Bus parkt auf einer sonnigen Kopfsteinpflasterstraße vor einer großen industriellen Stahlkonstruktion mit Treppe. Das Gebäude dahinter ist aus Ziegeln, und belaubte Baumzweige rahmen den oberen Teil des Bildes vor einem klaren blauen Himmel ein.
Bergbaumuseum Bochum

Weitere Events & Genuss

2025 bot rückblickend auch einige Events an, die eigene Beiträge verdient hätten bzw. die Locations, in denen sie stattfanden. Für ein Treffen von Social-Media-Manager:innen im Ruhrgebiet im April lud z.B. der Tierpark in Bochum zu einem Besuch ein. Äußerst niedliche Momente inklusive. Fotos auf Flickr.

Zwei Otter stehen dicht nebeneinander auf einem nassen Baumstamm über dem flachen Wasser. Beide sehen aufmerksam aus und blicken nach vorne. Ihr braunes Fell wirkt glatt und glänzend. Der Hintergrund zeigt eine gläserne Gehegewand und Spiegelungen auf der Wasseroberfläche.
Otter im Tierpark Bochum

Auch das Frittenwerk und somit die Poutine kamen dieses Jahr nicht zu kurz. Nach 10 Jahren haben sie es endlich geschafft, eine sehnsüchtig erwartete Filiale in München zu eröffnen. Da war ich im Juni beim Pre-Opening dabei.

Auch die Eröffnung in Bielefeld im August ließ ich mir nicht entgehen und nutze den Moment, mich auch mit einem lieben Kollegen zu treffen.

Während meines Tagesausflugs nach Lüttich im Dezember stattete ich auch Elie & Max’s Poutine einen Besuch ab. Darüber muss ich dringend noch schreiben, denn hier gibt es echte Poutine mit richtigen Cheese Curds.

Größere Reisen & Kooperationen

Die größeren Reisen ins Ausland – abgesehen von der Kreuzfahrt, die beruflich überraschend kam – fanden 2025 explizit fürs Blog als individuelle Kooperationen statt. Simon und ich waren mit dem Zug acht Tage in Skandinavien unterwegs und unternahmen einen Städtetrip nach Odense, der Märchenstadt rund um Hans Christian Anderesen auf der Insel Fyn (Fünen) und nach Landskrona, einem Juwel am Öresund in der schwedischen Region Skåne.

Bei beiden Reisen unternahmen wir auch Tagesausflüge in die Umgebung, u.a. auf die Insel Ven zwischen Dänemark und Schweden, die einst Tycho Brahe für seine Forschungen zur Verfügung gestellt wurde. Dazu habe ich fast alle Beiträge bereits online gestellt. Nur Schloss Egeskov fehlt noch.

In der Heimat für meine Ahnenforschung

Wie Ute Vogel habe auch ich die Ahnenforschung für mich entdeckt. Bereits Ende 2024 habe ich damit angefangen, als ich nach meiner Knie-OP nicht allzu viel machen konnte. Doch irgendwann kam ich an den Punkt, das erste Mal ein Archiv zu durchforsten.

Dafür nahm ich mir im August ein paar Tage Zeit, um meine alte Heimat Delitzsch und Umgebung zu besuchen. Das Stadtarchiv Delitzsch sowie das Landkreisarchiv Leipziger Land in Grimma haben mich zwei Tage lang gut beschäftigt. Auf dem Rückweg von Grimma besuchte ich auch die Klosterruine Nimbschen. Von hier floh Katharina von Bora in die Arme von Martin Luther. Auch die Berkirche Beucha, die in unmittelbarer Nähe des Ortes meiner Vorfahren steht und ein beliebtes Instagrammotiv ist, ließ ich mir nicht entgehen.

Auch Leipzig machte ich wieder einen Tag unsicher; immer auf der Suche nach Fotomotiven. Ich schlenderte durch die Stadt, besuchte den wiedereröffneten Coffebaum und reichte später das Foto der Steinpalmen bei einem Fotowettbewerb ein. Mein wohl stärkstes Bild 2025.

Dem schloss sich dann der Besuch in Dessau rund ums Bauhaus an, was nur rund 25 min. mit der S-Bahn von Delitzsch entfernt ist.

Jahresabschluss: Der Baum

Jedes Jahr ist der Beitrag zum Dortmunder Weihnachtsbaum der Renner auf meinem Blog. Leider dieses Jahr weit unter meinen Erwartungen, da sicherlich auch die KI-Zusammenfassungen in Browsern und anderen Tools viele Infos schon liefern, ohne Klicks auf meinen Beitrag zu generieren. Dies macht mir natürlich in der Gesamtbetrachtung etwas zu schaffen. Auch wenn ich auf Gesamtabrufzahlen komme, die etwas mehr als 2024 sind, ist dies immer noch ein sehr kleines Blog. Aber darauf kommt es mir nicht mehr an. Ich blogge nur noch für mich. Der Spaß soll wieder viel mehr im Vordergrund stehen – 2026 und überhaupt in der Zukunft.

Aber ein Gutes hatte es, die Zahlen jedes Jahr zu aktualisieren und mehrfach für Fotos auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Erstmals war ich 2025 auch bei der Grundsteinlegung dabei. Dies alles führte dazu, dass Simon und ich im Weingrün bei der letzten Quiznacht des Jahres Sieger des Abends wurden, einen Gutschein sowie ein Weintasting abräumten. Natürlich nicht nur wegen meines Wissens zum Weihnachtsbaum, aber damit wurden wir berühmt-berüchtigt in der Weinbar in unserer Nähe.

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

Richtig stolz bin ich darauf, wie sehr ich mich ins Thema Wein eingearbeitet habe und dies bereits zu einem ersten, sehr spannenden Job führte, der Reisen und Wein verbindet, so dass ich auch Themen fürs Blog erarbeiten kann.

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

Ganz klar, das Geld in die Wein-Fortbildungen zu investieren, auch wenn es erstmal keinen direkten Weg in einen neuen Job bedeutete, aber einige Weichen für die Zukunft stellte.

Außerdem haben Simon und ich die Weichen für eine gesündere Zukunft gestellt. Wir gehen jetzt beide regelmäßig zum Sport und besuchen ebenso Steffi, unsere Ernährungsberaterin.

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

Geld beruhigt, wenn man es hat. Leider war es, wie für viele Selbständige, 2025 nicht besonders einfach. Ich habe mich lange auf einem Projekt ausgeruht und prokrastiniert. Dennoch habe ich Themen gefunden, die mir sehr viel Spaß machen. In die ich mich reinkniete und an denen ich dran blieb, auch wenn sie keinen unmittelbaren Einfluss auf mein Einkommen haben. Dazu zähle ich den Wein und auch die Ahnenforschung.

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.

So viel Neues. Ich durfte zum ersten Mal einen Golfkart fahren (auf Ven, Schweden) und war gleich auf zwei Kreuzfahrten – Fluss- und Hochseekreuzfahrten. Das eine passierte geplant, das andere ungeplant. Dabei bin ich eigentlich nicht der größte Kreuzfahrtfan, allein schon aus Umweltaspekten. Auch die Flüge nach Genua und von den Kanaren zurück nach Düsseldorf machen es nicht besser. Diese habe ich aber mit atmosfair nachträglich kompensiert.

Eine Weinprobe zu halten, hatte ich Anfang 2025 auch nicht auf meiner Bingokarte. Oder gar ein Archiv zu besuchen. Doch beides hat mir viel Spaß gemacht und meinen Horizont erweitert.

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

2025 lehrte mich, dass ich weniger prokrastinieren muss, mich mehr auf mein Business konzentrieren, bloggen, besser planen und einfach mehr nach vorne schauen und Möglichkeiten weiterhin beim Schopfe packen muss.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Für Simon. Immer und überall. Uneingeschränkt. Er ist mein Fels in der Brandung und hält immer alle meine Launen aus, umsorgt mich und kümmert sich im Haushalt, wenn ich mal wieder die Scheuklappen auf habe und im Netz und in meiner Arbeit versinke.

Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?

Neue Kunden zu gewinnen und Projekte an Land zu ziehen, die langfristig finanzielle Absicherung bringen, aber auch Zeit und Motivation für meine Website, meinen Blog und generell mein Business zu finden. Prokrastinieren ist der Feind.

Was ist 2025 richtig gut gelaufen?

Als Weinexpertin wahrgenommen zu werden, war sicherlich mein größter Erfolg, doch auch die beiden wunderschönen Kooperationen mit den Reisen nach Dänemark und Schweden sind Highlights aus 2025. Dazu die zahlreichen Ausstellungen, die meinen Horizont erweiterten, möchte ich nicht missen.

Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?

Hoffentlich die finanziellen Probleme und Existenzängste.

Mein 2025 in Zahlen

Am 01.01.2026 waren das einige Zahlen:

  • Theads-Follower: 1.218 bei rund 50k Aufrufen in den letzten 30 Tagen
  • Instagram-Follower: 2.520 bei rund 36k Aufrufen in den letzten 30 Tagen
  • Facebook-Abonnenten (Profil): 1.977
    Facebook-Follower (Seite): 1.165
  • Pinterest-Abonnenten: 28.8k bei 125k monatlichen Views
  • LinkedIn-Abonnenten: 3.427, ein Plus von fast 7% im Vergleich zu 2024
  • Flickr-Follower: 270 und 1,34 Mio views der Fotos
  • Domain Authority (MOZ): 37, Page Authority: 43
  • Seitenaufrufe: ca. 61.000 (extrapoliert, bei 30% Ablehnung Cookie Banner)
  • Anzahl Newsletter-Abonnenten: 46 ohne einen einzigen Newsletter
  • Beiträge insgesamt: 419
    Kommentare insgesamt: 945

als BahnCard100 und bekennden Zugfahrerin hier dazu noch ein paar Zahlen aus meinen Apps:

  • mit dem Zug gefahren: über 110 Mal
  • zurückgelegte Kilometer mit dem Zug: fast 21.000 km
  • Fahrzeit: 199 Stunden
  • eingespartes CO2: mehr als 2.300 kg gegenüber Fahrten mit einem Verbrenner-PKW (oder Strom für 15 Kühlschränke für ein Jahr)

Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache

Eindeutig besseres Planen und weniger Prokrastinieren.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Fürs Reiseblog suche ich gerne feste und Gastautor:innen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, die mich eine Zusammenarbeit in 2025 lehrte, bei der ich einen Beitrag nicht veröffentlichte. Falls Dich das nicht abschreckt, dann melde Dich gerne per E-Mail bei mir.

Auch Kooperationen, Übernahmen von Social-Media-Accounts oder Strategientwicklung für Bloggerprojekte, Gastposts und Fotoprojekte für (D)eine Destination oder Kauf von Fotos sind Möglichkeiten, in 2026 mit mir zusammenzuarbeiten. Melde Dich dazu gerne ebenfalls per E-Mail.

Meine Ziele für 2026

  • weitere Weiterbildungen im Bereich Wein und anderen Getränken erfolgreich absolvieren, zuerst: WSET Level 2 Award in Wines
  • finanziell wieder besser aufgestellt sein und Rücklagen bilden
  • ggf. beruflich neu positionieren
  • besser Planen
  • mehr Bloggen – hier und auch beruflich, gerne auch als Gastblogger bei anderen Blogger:innen
  • möchte mal wieder ein Buch schreiben, z.B. einen Reiseführer
  • Mein Motto für 2026 heißt: Schwing Deinen Arsch hoch!
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Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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