Lüttich (Liège, niederländisch: Luik) gehört zu den spannendsten, aber oft unterschätzten Städten Belgiens. Zwischen historischer Architektur, moderner Kultur und überraschend viel Charme bietet die Stadt in der Wallonie eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten – perfekt für einen Kurztrip.
Ob Du zum ersten Mal in Lüttich bist oder die Stadt intensiver entdecken möchtest: In 36-48 Stunden kannst Du bereits viele Highlights erleben. Von der berühmten Montagne de Bueren mit ihren 374 Stufen über die Altstadt rund um den Place du Marché bis hin zu architektonischen Kontrasten wie dem futuristischen Bahnhof Liège-Guillemins: Lüttichs Sehenswürdigkeiten verbinden Geschichte und Gegenwart auf ganz eigene Weise.
In diesem Guide zeige ich Dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lüttich, gebe Dir eine sinnvolle Route an die Hand und verrate Dir, welche Orte Du auf keinen Fall verpassen solltest.
- Wie kommst Du am besten nach Lüttich? – Nachhaltige Anreise
- Wo kannst Du gut in Lüttich übernachten?
- Lüttich auf einen Blick
- Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Lüttich (Liège) erkunden
- Lüttich (Liège) – Sehenswürdigkeiten in Outremeuse & Parc de la Boverie
- Weitere mögliche Sehenswürdigkeiten
- Allgemeine Tipps für Lüttich (Liège) – Warum solltest Du nach Lüttich?
- FAQ zu Lüttich (Liège)
- Weitere Tipps für Lüttich
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An welche Stadt denkst Du, wenn Du Belgien hörst? Sicherlich an Brüssel, Antwerpen und Brügge, vielleicht noch an Gent. An Lüttich (Liège) zumindest nicht direkt und wenn, dann sicherlich eher in Verbindung mit Waffeln.
Dabei ist die Stadt in der Wallonie, im Südosten Belgiens, einen Ausflug wert! Eine aufstrebende Stadt, die sich perfekt für einen Kurztrip eignet. Ich habe das Anfang Juni 2019 (und 2021, 2023, 2025 und 2026) immer wieder für Dich getestet.
Wie kommst Du am besten nach Lüttich? – Nachhaltige Anreise
Ganz bequem und umweltfreundlich kommst Du am besten mit dem Zug nach Lüttich. Ich selbst bin mit dem damaligen Thalys ab Dortmund (heute Eurostar) gefahren. Seit 2016 ist Dortmund der Start- und Endhaltepunkt der aktuellen Eurostar-Strecke nach Paris, die auch in Belgiens Hauptstadt Brüssel sowie in Lüttich Halt macht – und auf deutscher Seite in Essen, Duisburg, Düsseldorf, Köln und Aachen.

In etwa 2,5 Stunden bin ich so 2019 bequem frühmorgens in einem roten Plüschsessel nach Lüttich gefahren, um eine Nacht in der Wallonie zu verbringen und die Stadt zu erkunden. Ganz ohne Umsteigen. Von Köln aus ist es übrigens nur etwa eine Stunde, von Aachen sogar nur 20 Minuten – da lohnt sich das Frühstück fast nicht, das kurz hinter Köln in der 1. Klasse/Premium ausgegeben wird. Alternativ fahren die internationalen ICEs von Frankfurt bzw. Köln in Richtung Brüssel mit Halt in Lüttich.



Es lohnt sich übrigens, ab und zu mal auf der Website oder Social-Media-Kanälen bei Eurostar vorbeizuschauen. Der Eisenbahnkonzern hat öfters lohnende Angebote.
Doch auch internationale ICEs fahren Lüttich an und mit den (Super-)Sparpreisen Europa* kannst Du auch hier ab und zu ein Schnäppchen machen.
Mit dem Auto sind es rund 40 min. bis Aachen und ca. 1,5-2 Stunden aus dem Großraum Köln.
Bahnhof Liège-Guillemins – Lüttichs architektonisches Meisterwerk und erste Sehenswürdigkeit
Wenn Du mit dem Zug nach Lüttich fährst, kommst Du im 2009 eröffneten Bahnhof Liège-Guillemins im Lütticher Stadtteil Guillemins an, der nach einem alten Orden benannt ist. Der Bahnhof ist ein Highlight und allein für Eisenbahnliebhaber eine Reise wert. Der spanische Architekt Santiago Calatrava schuf diese helle Perle der Architektur, die kathedralenartig Züge und ihre Reisenden begrüßt. Die erste Sehenswürdigkeit Lüttichs. Der Neubau wurde nötig, um an das Netz der Hochgeschwindigkeitszüge, wie Thalys/Eurostar und ICE, angebunden werden zu können.

Strahlend erheben sich 10.000 Tonnen Stahl, weißer Beton und Glas wie eine Welle bis zu 40 Meter über den Gleisen. Aus jedem Winkel eröffnen sich neue spannende Perspektiven auf die neun Gleise. Ich komme schon wieder ins Schwärmen. Der Gare Liège-Guillemins ist beeindruckend und diente schon in einigen Filmen, wie Inside Wikileaks mit Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl oder Guardians of the Galaxy aus dem Marvel-Universum, als Kulisse.







Gare Liège-Guillemins
4000 Liège
Belgien
Kleiner Nachteil: Der Bahnhof liegt nicht direkt in der Innenstadt der ehemals von Kohle und Stahl geprägten Stadt, sondern etwas außerhalb. Doch Busse und Taxen halten direkt vor dem Bahnhof, und in wenigen hundert Metern Entfernung fließt die Maas, an der sich auch eine Haltestelle für den Wasserbus (Navette Fluviale) befindet.
Seit Ende April 2025 fährt nach jahrelangen Bauarbeiten endlich die Tram (Straßenbahn) durch Lüttich und bringt Dich bequem zu allen wichtigen Punkten der Stadt.
Unweit davon – und vom Bahnhof auch gut sichtbar – steht der Ende 2014 eingeweihte Tour Paradis (ein Finanzgebäude), ein weiteres architektonisches Highlight und Landmarke der Stadt, entworfen von den Jaspers-Eyers Architects.

Wo kannst Du gut in Lüttich übernachten?
Guter Schlaf ist mir wichtig und bei schönen Hotels geht mir das Herz auf. Darum sind liebevoll eingerichtete Boutique-Hotels meine Lieblingshotels. In der Altstadt von Lüttich bin ich im Hotel Neuvice* fündig geworden. Die enge Altstadtgasse En Neuvice, die zu den ältesten Gassen Lüttichs zählt und selbst eine Sehenswürdigkeit mit den vielen altersschiefen Häusern ist, beherbergt fast unscheinbar das kleine Hotel.

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Immanuel Kant
Im Innenhof vereint das Hotel mehrere historische Häuser, in dem sich die verschiedenen Zimmer befinden, die über zum Teil historisch-knarzende Treppen erreicht werden. Doch die Zimmer sind modern eingerichtet, überaus großzügig geschnitten und verfügen über ein ausgeklügeltes Licht- und Belüftungssystem.




Hotel Neuvice
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Weitere InformationenLüttich auf einen Blick
Eine Karte von Lüttichs Sehenswürdigkeiten für einen Kurztrip mit allen im Beitrag genannten Orten und mehr:
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Mehr InformationenLüttich ist nicht sehr groß. Rund 200.000 Einwohner wohnen in der wallonischen Stadt, die bunt gemischt ist. Vieles ist bequem zu Fuß erreichbar. Mein Hotel erwies sich als ideal. Die kleine Gasse En Neuvice bietet schon allerhand kleine Geschäfte, die es zu entdecken gilt, z.B. eine Metzgerei, einen Käseladen und eine Chocolaterie (Carré Noir), die in Belgien nie fehlen darf.




Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Lüttich (Liège) erkunden
Nach den ersten Eindrücken wird es Zeit für das, was Lüttich wirklich ausmacht: das Leben in der Altstadt. Am Place du Marché (der älteste Platz Lüttichs) findest Du genau das – einen quirligen Platz, umgeben von historischen Gebäuden und perfekt, um die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen.
Place du Marché – Marktplatz von Liège
Diese befindet sich direkt um die Ecke des Hotels. Mit seinen vielen Cafés und Restaurants, in denen sich der Tag perfekt ausklingen lässt, ist der Marktplatz ein idealer Ausgangspunkt.
Außerdem befindet sich der Brunnen mit der Perron-Säule, das Wahrzeichen der Stadt für die Freiheit der Lütticher Bürger sowie das Rathaus “La Violette” (das Veilchen) auf dem Marktplatz von Lüttich.




Direkt hinter dem Rathaus, auf dem Place du Commissaire Maigret, triffst Du Lüttichs berühmtesten Sohn. Auf einer Bank kannst Du direkt neben ihm Platz nehmen: Georges Simenon, Schriftsteller zahlreicher Maigret-Kriminalromane, der hier, Pfeife rauchend, als Statue verewigt wurde.

Inspiration für Lüttich bekommst Du auch bei Visitez Liège – Liège tourisme, die Touristeninformation in der alten Halle aux viandes (Fleischhalle/Fleischmarkt). Es ist eines der ältesten zivilen Gebäude und wurde 1546 für die Metzgerzunft erbaut.

Nach einer Renovierung in den 1990er Jahren erstrahlen das Fachwerk und die Säulen der Halle wieder im neuen Glanz und der Besuch des seit 2016 ansässigen Tourismusbüros lohnt allein deswegen.
Halle aux Viandes – Visitez Liège – Liège tourisme
4000 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten:
01.10.-15.05.
Montag-Samstag: 09:30-16:30 Uhr
Sonntag/Feiertag: 9-15 Uhr
16.05.-30.09.
Montag-Samstag: 09:30-17 Uhr
Sonntag/Feiertag: 09:30-16 Uhr
geschlossen an Neujahr, Maifeiertag, Allerheiligen und 1. Weihnachtsfeiertag
Stand: Mai 2026
Unweit davon findet sonntags, 8–14:30 Uhr, immer der berühmte Markt La Batte statt. Er gilt als der größte und älteste öffentliche Markt Belgiens.
Place Saint-Lambert & Le Palais des Princes-Évêques – der Geburtsort Lüttichs
Lüttich wirkt auf mich ein wenig wie ein Gemischtwarenladen. Von jeder baulichen Epoche gibt es etwas zu entdecken. Manches ist heruntergekommen, anderes schön bunt herausgeputzt. Anderes wird gerade wieder aufwendig restauriert.
Der Place Saint-Lambert ist ein typisches Beispiel dafür. Hier, wo die Maas und Légia zusammenflossen, haben sich in der Vorgeschichte bereits Menschen niedergelassen – Geschichte, der Du im Archéoforum auf den Grund gehen kannst. Im 2. Jahrhundert stand hier eine römische Villa und dann eine Kirche. Diese wurde zum Wallfahrtsort durch den Tod von Lambertus, dem Bischof von Tongeren-Maastricht, um das Jahr 705.
Dadurch wurde Lüttich zum Fürstbistum und Fürstbischofssitz, dessen rund tausendjährige Geschichte erst mit der Zerstörung der Kathedrale Notre-Dame-et-Saint-Lambert und der Rebellion gegen den Fürstbischof während der Französischen Revolution im 18. Jahrhundert endete. Heute erinnern Metallsäulen an den Standort der Kathedrale.

Archéoforum de Liège
4000 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten:
Dienstag-Samstag: 10-17 Uhr (Bildungsangebote & Führungen ab 9 Uhr möglich)
kostenlos geöffnet an jedem ersten Sonntag im Monat: 13-17 Uhr
Sonntag, Montag, Feiertage: geschlossen
außerdem geschlossen: 27. September, 2. November, 15. November, 26. Dezember
letzter Einlass: 45 Minuten vor Schließung
Eintritt:
Erwachsene: 8 Euro
Kinder (6-18 Jahre), Studenten, Senioren (65+): 8 Euro
Kinder unter 6 Jahre: frei
Familie (max. 2 Erwachsene + max. 3 Kinder): 17 Euro
Stand: Mai 2026
Nur das fürstbischöfliche Palais “Le Palais des Princes-Évêques” erinnert heute noch an diese Zeit. Ihm schließt sich als Westflügel das Palais Provincial an. Beides sind beeindruckend verzierte und architektonisch bedeutende Gebäude in unscheinbarem Grau, die heute als Regierungsgebäude dienen. Es ist das größte gotische Gebäude Europas mit ziviler Nutzung.


Le Palais des Princes-Évêques
4000 Liège
Belgien
Das historische Viertel Hors-Château – Hotspot der Sehenswürdigkeiten Lüttichs
Direkt hinter dem Palais befindet sich die Rue du Palais, die in die schöne, alte Rue Hors-Château übergeht, die diesem Viertel der Altstadt ihren Namen gibt. In diesem Viertel stehen eine der bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten von Lüttich. Die Kirchen und Museen des Viertels, wie das Museum des wallonischen Lebens (Musée de la vie wallonne), begeistern jährlich zahlreiche Besucher. Die Straße Féronstrée lädt zum Schoppen ein.

Musée de la vie wallonne
Das wallonische Volkskundemuseum stellt das Alltagsleben in der Wallonie vom 19. Jahrhundert bis heute in all seinen Facetten dar. Es ist in einem ehemaligen Minoritenkloster (Franziskaner) untergebracht, das 2008 vollständig restauriert und umgebaut wurde. Vor allem der Kreuzgang beeindruckte mich. Die Klosterkirche Saint-Antoine mit dem beeindruckenden Portal ist leider nur im Rahmen von Sonderausstellungen zu besichtigen.




Musée de la Vie Wallonne
4000 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag: 09:30-18 Uhr
Montag geschlossen
Neujahr, Maifeiertag sowie 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen
Eintritt Museum:
Erwachsene: 7 Euro
Studierende, Senior:innen, Kinder (3+): 5 Euro
Kinder (0-3): kostenlos
Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder max.): 15 Euro
bei Sonderausstellungen kann zwischen Museum, Ausstellung oder einem Ticket für beides gewählt werden, der Preis erhöht sich um 2 Euro bzw. 5 Euro beim Familienticket
Stand: Mai 2026
Montagne de Bueren – die schönste Aussicht von Lüttich
Die Rue Hors-Château ist außerdem für ihre vielen Sackgassen (Impasse) sowie die unterschiedlichsten Wohnhäuser und Stadtpaläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert bekannt. Doch nicht alle Sackgassen enden wirklich. Das Hors-Château liegt zu Füßen der Hügel der Zitadelle. Viele Treppen und Wege führen auf diese Hügel, die einen wunderbaren Ausblick auf Lüttich bieten und mit 86 Hektar die grüne Oase der Stadt sind.

Die bekannteste Treppe ist sicherlich die auf der Montagne de Bueren. Sie ist der direkte Zugang zwischen der Altstadt und der Zitadelle. 374 Stufen trennen beide. Naheliegende Schulen nutzen die Treppe mit ihrem Gefälle von 30 % gerne auch als “Sportgerät”.

Montagne de Bueren
4000 Liège
Belgien
Wäre nach der Vielzahl Lütticher Waffeln auch für meine Kondition gut gewesen, doch die Waffeln lagen schwer im Magen. ;) Für den Ausblick bin ich noch mal 2021 zurückgekommen. Ich habe aber einen anderen Weg gewählt und bin über den Impass des Ursulines zu den Hängen der Zitadelle, zu den Minimes-Terrassen gelangt, die nicht ganz so weit oben liegen wie die Zitadelle. Doch der Ausblick war auch hier bereits phänomenal.

Musée Grand Curtius
Im historischen Viertel Hors-Château solltest Du auch dem Musée Grand Curtius einen Besuch abstatten. Der 2009 eröffnete eindrucksvolle Museumskomplex vereint mehrere Sammlungen unter einem Dach – von Archäologie über Kunsthandwerk bis hin zu religiöser Kunst sowie Glas und Waffen – und ist bereits von außen ein echtes Highlight mit seiner markanten roten Backsteinfassade im Maas-Renaissance-Stil.

Selbst wenn Du nur wenig Zeit hast, lohnt sich zumindest ein kurzer Stopp bzw. ein Spaziergang um den Komplex, um ein Gefühl für die kulturelle Vielfalt Lüttichs zu bekommen.
Le Grand Curtius
4000 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch-Sonntag 10-18 Uhr
Dienstag geschlossen
an Neujahr, Maifeiertag, Allerheiligen, Allerseelen (02.11.), 11.11. und 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen
Preise:
Dauerausstellungen: 9 Euro
ermäßigt: 5 Euro
freier Eintritt für Personen unter 26 Jahren
sowie für alle am ersten Sonntag im Monat
weitere Rabatte siehe Website
Stand: Mai 2026
Sehenswürdigkeiten im Kathedralenviertel
Das Kathedralenviertel, welches sich ebenfalls im “Cœur Historique” (Altstadt) befindet, war bis ins 19. Jahrhundert eine Insel, die nur über Brücken, Stege und andere Überwege mit dem restlichen Lüttich verbunden war. Heute ist es das Shoppingviertel der Stadt und mit dem Carré auch das Viertel fürs Nachtleben.
Wattitude Food – Fashion – Design Made in Wallonia
In der Rue Souverain Pont befindet sich der Designershop Wattitude, der über 250 lokalen wallonischen Designern, Künstlern und Produzenten ein gemeinsames Zuhause für ihre Produkte bietet. Vergiss die Souvenirshops und kauf hier ein echtes Stück Wallonie!

Wattitude
4000 Liège, Belgien
Website & Onlineshop
Öffnungszeiten:
Dienstag-Samstag: 10:30-18 Uhr
Montag, Sonntag geschlossen
Stand: Mai 2026
Stiftskirche St. Dionysius – Collégiale Saint-Denis
Unweit davon steht die Stiftskirche St. Dionysius, die 987 von Fürstbischof Notker errichtet wurde. Notker verdankt Lüttich eine Vielzahl von Kirchen. Die Kirche wurde 1003 bereits durch einen Blitzschlag zerstört, aber unmittelbar wieder aufgebaut. Der Turm wurde im 11./12. Jahrhundert hinzugefügt und steht bis heute.


Lüttich, Notker verdankst du Christus; den Rest verdankst du Notker.
Bischof Notker (980)
Über die Jahrhunderte wurden viele bauliche Veränderungen vorgenommen und heute existiert noch ein Langhaus im romantischen Stil, einem gotischen Chorraum und einer Innenausstattung im Barock- und Rokokostil.
Stiftskirche St. Dionysius – Collégiale Saint-Denis
4000 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten Kirche:
Montag-Sonntag: 10-17 Uhr
Gottesdienste Montag-Freitag: 11:30 Uhr, Sonntag: 10 Uhr
Stand: Mai 2026
Université Liège – Universität Lüttich
Die 1817 gegründete Lütticher Universität liegt nur 2–3 Straßen von Saint-Denis entfernt. In den 1950er Jahren zogen fast alle Fakultäten nach und nach an den Stadtrand. Nur noch die philosophische Fakultät, das Rektorat und die Verwaltung befinden sich im Kathedralenviertel. Das Hauptgebäude am Place du 20-Août im neoklassizistischen Stil wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Über den Säulen thronen vier Statuen – Philosophie, Recht, Mathematik und Medizin. In den danebenliegenden Nischen stehen Statuen, die Kunst und Studium versinnbildlichen.

Hauptgebäude der Universität
4000 Liège
Belgien
Cathédrale Saint-Paul de Liège – St. Pauls-Kathedrale
Wie auch die Grand Poste, die 1901 fertiggestellte alte Hauptpost und gefühlt alle weiteren Kirchen, war auch die Cathédrale Saint-Paul de Liège (St. Pauls-Kathedrale) bei meinem Kurztripp 2019 eingehüllt. Lüttich hübscht sich auf. Daher wird auch die ehemalige Stiftskirche, die dem Viertel ihren Namen gibt und 1803 nach der Zerstörung von Notre-Dame-et-Saint-Lambert den Status einer Kathedrale erhielt, aufwendig renoviert.

Die heute gotische Kirche wurde zwischen dem 13. und dem frühen 15. Jahrhundert erbaut, der Turm im 19. Jahrhundert ergänzt. Das Glockenspiel aus 49 Glocken stammt zum Großteil aus Notre-Dame-et-Saint-Lambert und kann jeden Mittwoch zwischen 12:30 und 13:30 Uhr (April-September) bewundert werden. Ansonsten lohnt sich die Schatzkammer, die eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken beinhaltet.

Cathédrale Saint-Paul de Liège – St. Pauls-Kathedrale
4000 Liège, Belgien
Website
Öffnungszeiten:
Montag-Sonntag: 8-17 Uhr
jeden Tag Gottesdienst, Eucharistie, Beichte, uvm.
Stand: Mai 2026
Fontaine de la Vierge – Marienbrunnen (Löwenbrunnen)
Ein beliebter Treffpunkt ist der Marienbrunnen, den die Lütticher Bevölkerung auch den Fontaine aux Lions (Löwenbrunnen) nennt. Der Brunnen mit der “Jungfrau mit Kind” des Lütticher Bildhauers Jean Del Cour steht auf einem kleinen Platz kurz bevor Du von der Passage Lemonnier auf den Place de la Cathédrale kommst. Doch hier stand der Brunnen nicht immer. Der ursprüngliche Brunnen (spätes 17. Jahrhundert) befand sich auf dem Place de la Cathédrale. 1854 baute Julien-Étienne Rémont den Brunnen am jetzigen Standort aus Granit neu auf.

Fontaine de la Vierge – Marienbrunnen (Löwenbrunnen)
Le Carré – Nachtleben in Lüttich
Das Carré befindet sich kurz hinter der Kathedrale und der Passage Lemonnier. Das alte Stadtviertel mit den kleinen, engen Gassen und den alten Fachwerkhäusern ist für sein Nachtleben berühmt. Es reihen sich Kneipe an Kneipe und Restaurant and Restaurant. Zur Kathedrale hin säumen auch viele Geschäfte die Straßen.

Le Carré
Für das gehobenere Nachtleben befindet sich in der Verlängerung der Rue de la Cathédrale das Forum. Das Theater, in dem nationale und internationale Sänger, Comedians und Kabarettisten regelmäßig auftreten, stammt aus dem Jahre 1922 und ist allein für seine Art-Decó-Architektur einen Besuch wert.

Le Forum
Mögliche Laufwege bzw. Routen habe ich Dir auf dieser Karte zusammengestellt:
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Mehr InformationenLüttich (Liège) – Sehenswürdigkeiten in Outremeuse & Parc de la Boverie
La Navette Fluviale – mit dem Wasserbus/Fluss-Shuttle durch Lüttich
Um vom Hotel zum Parc de la Boverie zu kommen, habe ich den Wasserbus (oder auch Fluss-Shuttle) genommen. Jedes Jahr von etwa Ende März bis Anfang November ist La Navette Fluviale eine gute und nachhaltige Möglichkeit, Lüttich vom Wasser aus zu erkunden und bequem von A nach B zu kommen. Sechs Anlegestellen verbinden die wichtigsten Stadtteile und ihre Sehenswürdigkeiten, die von zwei Schiffen (“Le Vauban” und “Atlas V”) bedient werden. An Bord kannst Du Dir Dein Ticket kaufen. Pro Anlegestelle bezahlst Du einen Euro, für die erste Anlegestelle zwei Euro. Aber es sind auch Tageskarten (10 Euro) möglich. Jede Anlegestelle wird in jede Richtung einmal pro Stunde angefahren. Mit dem Lüttich Visit Pass (18 Euro, 2 Tage) kannst Du den Wasserbus auch einmal nutzen.

Parc de la Boverie
Um zum Parc de la Boverie zu kommen, starten wir an der Wasserbushaltestelle Centre-Ville und steigen zwei Stopps später in Guillemins aus, die perfekt für den Park aber auch für den Bahnhof liegt. Zum Parc de la Boverie sind es nur noch wenige Schritte über die Fußgängerbrücke Passerelle La Belle-Liégeoise. Die fast 300 m lange Brücke wurde 2016 fertiggestellt. Sie ist nach Anne-Josèphe Théroigne de Méricourt benannt, einer zentralen Figur der Französischen Revolution mit Spitznamen “La belle Liégeoise”, da sie im Fürstbistum Lüttich zur Welt kam.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich direkt neben der Fußgängerbrücke der kybernetische Turm. Das Kunstwerk von Nicolas Schöffer wurde 1961 errichtet und interagiert über ein sogenannte elektronisches Gehirn mit seiner Umgebung. Sensoren erfassen eine Reihe von Daten wie Licht, Lärm, Temperatur und Feuchtigkeit. Damit kann das elektronische Gehirn dann entweder aus 12 Musiksequenzen auswählen, 64 Aluminiumpalmen in Gang setzen oder die Umgebung mit einen der 120 Multifarbprojektoren beleuchten – oder dies alles kombinieren. Der Park beherbergt direkt neben dem kybernetischen Turm außerdem noch eine Vogelvoliere.


Parc de la Boverie
Die ursprünglich ländliche Insel in der Nähe der Stadt entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem zentralen Park mitten in Lüttich. Für die Weltausstellung 1905, die in Lüttich stattfand, wurde der Park noch einmal grundlegend neu gestaltet. Ein Schwimmbecken und eine Radrennbahn verschwanden. Dafür entstanden zahlreiche Pavillons, die aber nach der Ausstellung wieder abgebaut wurden. Nur der Palast für die schönen Künste (Palais des Beaux-Arts de Liège), der von Charles Étienne Soubre und Jean-Laurent Hasse gebaut wurde, blieb übrig. Seit 2016 beherbergt das Gebäude das Museum La Boverie, um das herum regelmäßig Veranstaltungen, wie das Foodfestival, stattfinden. Natürlich lohnt sich auch immer wieder ein Besuch der Ausstellungen im Museum.

La Boverie
4020 Liège
Belgien
Website
Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag: 10-18 Uhr, Kassenschluss 17:30 Uhr
Montag geschlossen
außerdem geschlossen am 1.1., 1.5. sowie 25.12.
verkürzte Öffnungszeiten am 24.12. sowie 31.12.: 10-16:30 Uhr, Kassenschluss 15 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 5 Euro
Senioren: 3 Euro
Jugendliche (unter 26 Jahren). frei
an jedem 1. Sonntag im Monat kostenfreier Eintritt
Stand: Mai 2026
Das Outremeuse von Georges Simenon
Wenn Du durch das Viertel Outremeuse spazierst, folgst Du auch den Spuren eines der bekanntesten Söhne der Stadt: Georges Simenon. Der Schöpfer von Kommissar Maigret wurde hier geboren und wuchs in den Straßen dieses lebendigen Viertels auf.
Bis heute lassen sich viele Stationen seines Lebens in Lüttich entdecken – am besten bei einer selbstgeführten Tour durch Outremeuse. Wenn Du tiefer in seine Geschichte eintauchen möchtest, zeige ich Dir in einem separaten Beitrag die wichtigsten Orte und Hintergründe rund um Georges Simenon in Lüttich.
Für Fans des Trödelns lohnt sich der Trödelmarkt Saint-Pholien freitags von 6–13 Uhr (außer, wenn der Freitag auf den 15. August fällt) auf dem Boulevard de la Constitution und dem Place Jehan-le-Bel in Outremeuse.

Nur merkte ich hier mal wieder, dass ich dringend meine Kenntnisse der französischen Sprache aufbessern* sollte. Wozu habe ich eigentlich meine Babbel-App?
Weitere mögliche Sehenswürdigkeiten
Diese Orte sollen sich auch sehr lohnen:
- La Cité Miroir – ein Kunstzentrum in einem historischen Schwimmbad
- Collègiale Saint-Barthélemy – eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert mit markanter Fassade
- Opéra Royal de Wallonie-Liège – modern renoviertes Opernhaus
- Jardin Botanique de Liège – der Botanische Garten
- Observatorium de Cointe – leider nicht öffentlich zugänglich und am Zerfallen
- Église du Sacré-Cœur de Cointe – Teil einer Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg (Mémorial Interallié), neobyzantinischer Baustil, soll umgebaut werden, aber steht auch ungenutzt leer und verfällt
Allgemeine Tipps für Lüttich (Liège) – Warum solltest Du nach Lüttich?
Lüttich ist ein ideales Ziel für einen Kurztrip – kompakt, vielseitig und angenehm unaufgeregt. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lüttich liegen nah beieinander, sodass Du die Stadt gut zu Fuß erkunden kannst. Plane am besten genug Zeit für spontane Entdeckungen ein, denn gerade die kleinen Gassen, Cafés und Plätze machen den besonderen Charme der Stadt aus.
Die beste Reisezeit für die Sehenswürdigkeiten in Lüttich
Die beste Reisezeit für Lüttich ist zwischen Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und sich das Stadtleben auch draußen abspielt. Besonders schön ist es im späten Frühling und im frühen Herbst, wenn es nicht zu heiß ist und zugleich weniger überlaufen ist. Aber auch im Winter hat Lüttich mit Lichtern, Weihnachtsmarkt und gemütlicher Atmosphäre seinen ganz eigenen Reiz.
Fortbewegung innerhalb der Stadt
In Lüttich bist Du vor allem zu Fuß unterwegs – die Altstadt und viele Highlights erreichst Du bequem, ohne große Wege zu gehen. Für längere Strecken, etwa zum Parc de la Boverie oder zum Bahnhof Liège-Guillemins, kannst Du auf die neue Tram, Busse und den Wasserbus/Fluss-Shuttle zurückgreifen.
FAQ zu Lüttich (Liège)
Was sollte man in Lüttich unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lüttich zählen die Montagne de Bueren mit ihrer beeindruckenden Treppe, die Altstadt rund um den Place du Marché sowie der moderne Bahnhof Liège-Guillemins. Auch ein Spaziergang entlang der Maas und ein Besuch im Viertel Outremeuse gehören zu den Highlights bei einem Kurztrip.
Reichen 36 Stunden für Lüttich aus?
Ja, 36 Stunden sind ideal, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lüttich zu entdecken. Die Stadt ist kompakt, sodass Du viele Highlights gut zu Fuß erreichst. Für Museen, Cafés und entspannte Pausen solltest Du Dir aber bewusst Zeit einplanen. 48 Stunden sind daher die entspannte Alternative.
Wann ist die beste Reisezeit für Lüttich?
Die beste Reisezeit für Lüttich ist von Frühling bis Herbst. Besonders angenehm sind die Monate Mai, Juni und September, wenn das Wetter mild ist und die Stadt nicht zu voll. Aber auch im Winter hat Lüttich mit seinen Weihnachtsmärkten und seiner gemütlichen Atmosphäre seinen Reiz.
Wie bewegt man sich in Lüttich am besten fort?
Die meisten Sehenswürdigkeiten in Lüttich liegen zentral, sodass Du die Stadt gut zu Fuß erkunden kannst. Für längere Strecken stehen die neue Tram, Busse und der Wasserbus/Fluss-Shuttle zur Verfügung. Damit kommst Du auch gut vom Bahnhof in die Altstadt.
Ist Lüttich eine Reise wert?
Ja, Lüttich ist definitiv eine Reise wert – vor allem für einen Kurztrip. Die Stadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten, moderne Architektur und eine lebendige Kulturszene mit einer entspannten, authentischen Atmosphäre. Ich komme immer wieder gerne hierher, Du vielleicht auch.
Was kann man in Lüttich essen?
Typisch für Lüttich sind vor allem die Lütticher Waffeln sowie herzhafte belgische Spezialitäten. Darüber hinaus bietet die Stadt eine vielfältige Food-Szene mit Restaurants, Cafés und Bars. Tipps dazu findest Du in meinem separaten Guide zu Essen & Trinken in Lüttich.
Weitere Tipps für Lüttich
Falls Du länger bleibst und noch etwas Anderes unternehmen willst*:
Lesetipp
Du suchst noch einen Reiseführer? Ich selbst habe den “100 Orte in Lüttich” von Rolf Minderjahn* und mag diesen sehr.
Fotos: Die Fotos unterliegen meinem Urheberrecht und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Diese und weitere Fotos aus Lüttich findest Du zur Inspiration auf Flickr.
Offenlegung: In Lüttich bin ich dank einer Pressereise von Belgien-Tourismus Wallonie in Zusammenarbeit mit Thalys Deutschland Anfang Juni 2019 gewesen. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. Privat war ich erneut im November 2021 sowie im Dezember 2025 und noch mal mit Belgien-Tourismus Wallonie im Mai 2023 sowie im April 2026 in Lüttich und Umgebung.
Dieser Beitrag wurde in Teilen zuerst am 11. August 2019 veröffentlicht, am 04. Mai 2026 zu einem eigenständigen Sehenswürdigkeiten-Beitrag ausgegliedert, ergänzt und zuletzt am 04. Mai 2026 aktualisiert.





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