Zelte von "Les Epicuriales" im Parc de la Boverie

Foodfestival “Epicuriales” in Lüttich (Liège)

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Seit einigen Jahren findet im Parc de la Boverie in Lüttich (Liège) auf der Maas-Insel, unweit der beeindruckenden Fußgängerbrücke Passerelle La Belle-Liégeoise, das Foodfestival “Les Epicuriales” statt. 2023 direkt über Pfingsten.

Dabei treffen sich die Chefköche der besten Restaurants Lüttichs und Umgebung bereits zum 17. Mal zum Open-Air-Gourmetfestival in großen, weißen Zelten. Wenn Du schon einmal in Dortmund bei GourmeDo, in Enschede bei Proef Eat oder ähnlichen Festivals warst, dann kannst Du Dir das eventuell vorstellen – nur in der schönen Umgebung eines Parks an der Maas.

Epicuriales 2023 fand vom 25.-29. Mai im Parc de La Boverie statt.

Zelte von "Les Epicuriales" im Parc de la Boverie
“Les Epicuriales” im Parc de la Boverie

“Epicuriales” – Schlemmen rund um das Museum La Boverie

Das Foodfestival oder besser gesagt das Gourmetfestival “Les Epicuriales” umfasste 2019, als ich es besuchte, insgesamt 19 Gourmetzelte, die über drei Eingänge zu erreichen waren. 2023 haben sich 18 Restaurants angemeldet.

Die Zelte und auch die Villa Consulaire (La Villa du Parc) als 20. Anlaufpunkt waren in drei Sektoren aufgeteilt – Secteur Parc am südlichen Ausläufer des Sees, Secteur Meuse in Maasnähe und Secteur Musée direkt am Museum. Der Eintritt zum Foodfestival ist frei. Beim Schlendern durch den Park bin ich auf “alte” Bekannte aus meiner Schlemmertour durch Lüttich, wie das Terra Terrae und das Brutàl, gestoßen. Entdeckte aber auch andere Zelte mit ansprechendem Essen.

Zelt von Terra, Terrae beim Foodfestival direkt vor dem Museum La Boverie, Lüttich
Zelt von Terra, Terrae

Der Park rund um das Museum La Boverie lädt einfach zum Spazieren durch die kulinarische Landschaft ein. Die Qualität der Speisen bewegt sich dabei auf einem sehr hohen Niveau. Im “Tent des Chefs”, dem Zelt der Chefköche, gibt es außerdem mittags sowie 19:30 Uhr immer ein 4- oder 5-Gänge-Menü der besten Köche zu erleben, u.a. Medhi Kebboul (Savarin la Table, Paris), Chef Invité d’Honneur 2022, Olivier Massart (Ex-Ô de Vie), André Le Letty (Bistro du Maquis, Paris) oder Olivier Tucki (Hostellerie Lafarques).

Preisniveau und Bezahlen

Bezahlt wurde mit den sogennanten Épis – Wertmarken, die an den Kassen eingetauscht werden konnten. Die Gerichte variieren aktuell zwischen 6 und 20 Euro. Dabei kannst Du Dir an den verschiedenen Ständen Dein Menü zusammenstellen – Vorspeise hier, Hauptgericht dort, Dessert ganz woanders bei den teilnehmenden Restaurants. Die Menüs im Tent des Chefs kosten 55 bzw. 70 Euro.

Den Auftakt machte für mich 2019 das L’Échappée Boeuf, bei dem ich einen ausgezeichneten, in Röllchen geformten Schinken auf einem Salatbeet als Vorspeise aß. Weiter ging es mit etwas Champus und einer Charcuterie- und Käseplatte im Ô de Vie, bevor es zum Abschluss ein Erdbeerdessert gab.

Eigentlich wollte ich mir bei J-Ph Darcis noch einige Macarons einpacken lassen. Doch ein Unwetter zog auf und das Festival wurde an dem Tag leider vorzeitig abgebrochen. Gern hätte ich mich noch mehr durch die Zelte getestet. Aber vielleicht war das auch besser so für meinen Geldbeutel. Ich flüchtete daher in das nahegelegene Museum im Parc de la Boverie und kam so noch in den Genuss einiger großer Meisterwerke u.a. von Picasso.

Les Epicuriales – Food Festival
Adresse: Parc de la Boverie, 4020 Liège, Belgien
Öffnungszeiten:
Donnerstag: 18-1 Uhr
Freitag-Sonntag: 12-1 Uhr
Montag: 12-0 Uhr
1 EPI = 2 Euro, ein Gericht kostet zwischen 3 und 10 EPI (6-20 Euro)
Website

Nachhaltigkeit

Seit 2018 ist die Organisation von Les Epicuriales laut Eigenaussage umweltfreundlich und nachhaltig. Durch den Standort liegt es perfekt, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad oder zu Fuß anzukommen. Vom architektonisch-faszinierenden Bahnhof Liège-Guillemins sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Park (ca. 700 m). Das Foodfestival unterstützt diese Anreisemöglichkeiten.

Außerhalb der ausgezeichneten Wege und Flächen ist Parken und Anliefern untersagt, um die Einflüsse auf den Park zu minimieren. Die Zelte stehen daher auch kaum auf den Rasenflächen des Parcs de la Boverie. Mit der Auswahl der Restaurants gehen die Veranstalter diesen Weg der Nachhaltigkeit konsequent weiter – Lokale Restaurants, die saisonale Gerichte anbieten und mit lokalen Anbietern zusammenarbeiten. Die Veranstalter halten außerdem die teilnehmenden Restaurants an, u.a. auf Einwegverpackungen zu verzichten, auch vegetarische/vegane Gerichte anzubieten sowie den Abfall zu sortieren und zu recyclen.

Anreise aus Deutschland

Von Aachen aus sind es mit dem Zug kaum 20 Minuten bis Lüttich. Ob TGV, ICE oder Thalys (der übrigens ab Dortmund via Essen, (Duisburg), Düsseldorf und Köln sowie Aachen fährt) bist Du schnell in Belgiens französisch-sprachigem Teil, der Wallonie und somit in der Stadt. Gönn Dir einen Tagesausflug zu Les Epicuriales oder einen Kurzurlaub, um mehr von Lüttichs kulinarischen Seite kennenzulernen.

Es lohnt sich übrigens, ab und zu mal auf der Website oder Social-Media-Kanälen bei Eurostar vorbeizuschauen. Der Eisenbahnkonzern hat öfters lohnende Angebote.

Doch auch internationale ICEs fahren Lüttich an und mit den Europa-Sparpreisen*(Werbelink Deutsche Bahn) kannst Du auch hier ab und zu ein Schnäppchen machen. Mit dem Auto sind es rund 40 min. bis Aachen und ca. 1,5-2 Stunden aus dem Großraum Köln.

Wenn Du mit dem Auto anreist, dann parke am Besten im nahegelegenen Einkaufszentrum Médiacité. Mit den Buslinien 2 und 3 sowie 26 und 31 gelangst Du zum Fuße der Fußgängerbrücke La Belle-Liègeoise. Sobald die Tram endlich fertiggestellt wird (voraussichtlich April 2024), kannst Du auch diese vom Bahnhof oder aus der Stadt nutzen, um zur Fußgängerbrücke zum Park zu kommen. Alternativ kannst Du das Fluss-Shuttle Navette Fluviale aus der Stadt zum Park nutzen, das aber nur wenige Male am Tag fährt.

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Lesetipps


Fotos: Die Fotos unterliegen meinem Urheberrecht und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Diese und weitere Fotos aus Lüttich findest Du zum Stöbern auf Flickr. Nutzungsrechte sind möglich.

Offenlegung: In Lüttich bin ich Dank einer Pressereise von Belgien-Tourismus Wallonie in Zusammenarbeit mit Thalys Deutschland Anfang Juni 2019 gewesen. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. Privat war ich erneut im November 2021 und noch mal mit Belgien-Tourismus Wallonie im Mai 2023 in Lüttich.


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Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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