Eine Parklandschaft in Lüttich mit großen, grünen Bäumen, weißen Veranstaltungszelten und vereinzelten Sitzgelegenheiten im Freien. Menschen entspannen unter den Zelten und an Tischen und genießen den Schatten. Ein geschwungener Weg schlängelt sich durch das Grün und um einen zentralen Laternenpfahl.

Foodfestival “Epicuriales” in Lüttich (Liège)

Du befindest Dich hier Startseite » Essen & Trinken » Foodfestival “Epicuriales” in Lüttich (Liège)

Seit einigen Jahren findet im Parc de la Boverie in Lüttich (Liège) auf der Maas-Insel, unweit der beeindruckenden Fußgängerbrücke Passerelle La Belle-Liégeoise, das Foodfestival “Les Epicuriales” statt. Im Juni. Ich habe es 2019 zu Pfingsten besucht.

Epicuriales 2026 findet vom 21. bis 25. Mai im Parc de la Boverie statt.

Dieser Beitrag kann Affiliate-Links (Werbelinks) enthalten. Meist sind diese mit einem Sternchen * gekennzeichnet. Wenn Du darüber etwas buchst, erhalte ich zum Dank eine kleine Provision. Es entstehen Dir keine Zusatzkosten, es hilft aber, die Seite weiterhin zu betreiben. Danke!

Beim Epicuriales treffen sich die Chefköche der besten Restaurants Lüttichs und Umgebung zum Open-Air-Gourmetfestival in großen, weißen Zelten. Wenn Du schon einmal in Dortmund bei GourmeDo, in Enschede bei Proef Eat oder ähnlichen Festivals warst, dann kannst Du Dir das eventuell vorstellen – nur in der schönen Umgebung eines Parks an der Maas.

Zelte von "Les Epicuriales" im Parc de la Boverie
“Les Epicuriales” im Parc de la Boverie

“Epicuriales” – Schlemmen rund um das Museum La Boverie

Das Foodfestival oder besser gesagt das Gourmetfestival “Les Epicuriales” umfasste 2019, als ich es besuchte, insgesamt 19 Gourmetzelte, die über drei Eingänge zu erreichen waren. 2026 umfasst Épicuriales de Liège 20 Zelte mit 35 Gastköchen an fünf Tagen.

Die Zelte und auch die Villa Consulaire (La Villa du Parc) als 20. Anlaufpunkt waren in drei Sektoren aufgeteilt – Secteur Parc am südlichen Ausläufer des Sees, Secteur Meuse in Maasnähe und Secteur Musée direkt am Museum. Der Eintritt zum Foodfestival ist frei. Beim Schlendern durch den Park bin ich auf “alte” Bekannte aus meiner Schlemmertour durch Lüttich, wie das Terra Terrae und das Brutàl, gestoßen. Entdeckte aber auch andere Zelte mit ansprechendem Essen.

Zelt von Terra, Terrae beim Foodfestival direkt vor dem Museum La Boverie, Lüttich
Zelt von Terra, Terrae

Der Park rund um das Museum La Boverie lädt einfach zum Spazieren durch die kulinarische Landschaft ein. Die Qualität der Speisen bewegt sich dabei auf einem sehr hohen Niveau. Im “Tent des Chefs”, dem Zelt der Chefköche, gibt es außerdem mittags sowie 19:30 Uhr immer ein 4- oder 5-Gänge-Menü der besten Köche aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden zu erleben, u.a. Tim Mertens (Restaurant Bie Portofino), Pino Edward (Top, London), Simon Poletto (Caudalie), Hélène Thiry & Yuri Vandam (Jolly) oder André Le Letty (Bistro du Maquis, Paris Montmartre). Bitte vorab online reservieren, sonst kommst Du nicht ins Zelt.

Neu seit 2025 ist die Epicuriales Plaza mit einem Signature Dish der besten Köche zum Einheitspreis von jetzt 16 Euro. Somit ergibt sich ein dreiteiliges Konzept: drei verschiedene Erlebnisse unter einem Dach.

  • 18 Restaurants unter einem Zeltdach mit jeweils einem eigenen Menü
  • die Épicuriales Plaza, der Gourmet-Food-Court am Eingang des Festivals mit neun Gault&Millau gelisteten Köchen mit ihrem Signature-Dish zum Festpreis
  • Zelt der Chefköche, das gastronomische Erlebnis nach Voranmeldung in einem intimen Rahmen mit 70 Plätzen, mit Blick auf den Parkteich

Preisniveau und Bezahlen

Bezahlt wurde 2019 noch mit den sogenannten Épis – Wertmarken, die an den Kassen eingetauscht werden konnten. 2025 startete das Festival mit einem neuen Konzept. Auch die “Spike-Token” gehören nun der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es ein elektronisches Bezahlarmband, das Du an einer der Kassen erhältst und das bar oder mit Karte mit dem Betrag Deiner Wahl aufgeladen werden kann. Für die Aktivierung wird eine einmalige Pauschalgebühr von 1 Euro für die gesamte Veranstaltung erhoben. Die Rückerstattung von Restbeträgen auf den Armbändern kann zwischen dem 26. Mai und dem 9. Juni 2026 online beantragt werden. Klingt für mich nicht ganz so unkompliziert. Da habe ich schon andere Möglichkeiten, z.B. in Maastricht, kennengelernt.

Die Gerichte variieren aktuell von um die 12 bis 28 Euro (Stand 2026). Dabei kannst Du Dir an den verschiedenen Ständen Dein Menü zusammenstellen – Vorspeise hier, Hauptgericht dort, Dessert ganz woanders bei den teilnehmenden Restaurants. Die Menüs im Tent des Chefs kosten ca. 65 bzw. 80 Euro (Stand 2026).

Den Auftakt machte für mich 2019 das L’Échappée Boeuf, bei dem ich einen ausgezeichneten, in Röllchen geformten Schinken auf einem Salatbeet als Vorspeise aß. Weiter ging es mit etwas Champus und einer Charcuterie- und Käseplatte im Ô de Vie, bevor es zum Abschluss ein Erdbeerdessert gab.

Eigentlich wollte ich mir bei J-Ph Darcis noch einige Macarons einpacken lassen. Doch ein Unwetter zog auf und das Festival wurde an dem Tag leider vorzeitig abgebrochen. Gern hätte ich mich noch mehr durch die Zelte getestet. Aber vielleicht war das auch besser so für meinen Geldbeutel. Ich flüchtete daher in das nahegelegene Museum im Parc de la Boverie und kam so noch in den Genuss einiger großer Meisterwerke u.a. von Picasso.

Les Epicuriales – Food Festival

Parc de la Boverie
4020 Liège
Belgien

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 18-1 Uhr
Freitag-Sonntag: 12-1 Uhr
Montag: 12-0 Uhr

Website (Englisch)

Stand: Mai 2026

Nachhaltigkeit

Seit 2018 ist die Organisation von Les Epicuriales laut Eigenaussage umweltfreundlich und nachhaltig. Durch den Standort liegt es perfekt, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad oder zu Fuß anzukommen. Vom architektonisch-faszinierenden Bahnhof Liège-Guillemins sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Park (ca. 700 m). Das Foodfestival unterstützt diese Anreisemöglichkeiten.

Außerhalb der ausgezeichneten Wege und Flächen ist Parken und Anliefern untersagt, um die Einflüsse auf den Park zu minimieren. Die Zelte stehen daher auch kaum auf den Rasenflächen des Parcs de la Boverie. Mit der Auswahl der Restaurants gehen die Veranstalter diesen Weg der Nachhaltigkeit konsequent weiter – Lokale Restaurants, die saisonale Gerichte anbieten und mit lokalen Anbietern zusammenarbeiten, dabei aber Essen auf höchstem Niveau bieten. Die Veranstalter halten außerdem die teilnehmenden Restaurants an, u.a. auf Einwegverpackungen zu verzichten, auch vegetarische/vegane Gerichte anzubieten sowie den Abfall zu sortieren und zu recyclen.

Anreise aus Deutschland

Von Aachen aus sind es mit dem Zug kaum 20 Minuten bis Lüttich. Ob TGV, ICE oder Eurostar (der übrigens ab Dortmund via Essen, Duisburg, Düsseldorf und Köln sowie Aachen fährt), Du bist schnell in Belgiens französischsprachigem Teil, der Wallonie, und somit in der Stadt. Gönn Dir einen Tagesausflug zu Les Epicuriales oder einen Kurzurlaub, um mehr von Lüttichs kulinarischer Seite kennenzulernen.

Es lohnt sich übrigens, ab und zu mal auf der Website oder Social-Media-Kanälen bei Eurostar vorbeizuschauen. Der Eisenbahnkonzern hat öfters lohnende Angebote.

Doch auch internationale ICEs fahren Lüttich an und mit den (Super-)Sparpreisen Europa* kannst Du auch hier ab und zu ein Schnäppchen machen.

Mit dem Auto sind es rund 40 min. bis Aachen und ca. 1,5-2 Stunden aus dem Großraum Köln.

Wenn Du mit dem Auto anreist, dann parke am Besten im nahegelegenen Einkaufszentrum Médiacité. Mit den Buslinien 2 und 3 sowie 26 und 31 gelangst Du zum Fuße der Fußgängerbrücke La Belle-Liègeoise. Die Tram wurde Ende April 2025 endlich eingeweiht. Damit kannst Du auch diese vom Bahnhof oder aus der Stadt nutzen, um zur Fußgängerbrücke am Park zu gelangen. Alternativ kannst Du das Fluss-Shuttle Navette Fluviale aus der Stadt zum Park nutzen, das jedoch nur wenige Male täglich fährt.

2025 nahm ein Restaurant aus dem Carré am Foodfestival teil. Es handelte sich um das Poutine-Restaurant Elie & Max’s Poutines in Lüttich. Dies habe ich im Dezember 2025 besucht und getestet.

Ein digitales Banner wirbt für Elle & Max's Poutine in Lüttich, Belgien - der Heimatstadt von Georges Simenon. Türkisfarbener und weißer Text ziert die linke Seite; Poutine mit Pommes frites und Cheese Curds erscheint rechts. Ein "Zum Blogpost"-Button ist in deutscher Sprache prominent platziert.

Weitere Tipps für Lüttich

Falls Du länger bleibst und noch etwas Anderes unternehmen willst*:

Dein passendes Hotel findest Du hier*:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Lesetipps


Fotos: Die Fotos unterliegen meinem Urheberrecht und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Diese und weitere Fotos aus Lüttich findest Du zum Stöbern auf Flickr. Nutzungsrechte sind möglich.

Offenlegung: In Lüttich bin ich Dank einer Pressereise von Belgien-Tourismus Wallonie in Zusammenarbeit mit Thalys Deutschland Anfang Juni 2019 gewesen. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. Privat war ich erneut im November 2021, Dezember 2025 und noch mal im Mai 2023 mit Belgien-Tourismus Wallonie in Lüttich auf den Spuren von Georges Simenon.

Dieser Beitrag war zuerst Teil des allgemeinen Lüttich-Kulinarik-Artikels und wurde am 20.05.2023 ausgegliedert und überarbeitet veröffentlicht. Zuletzt aktualisiert wurde er am 12. Mai 2026.


Dir gefällt dieser Beitrag? Sharing is Caring - Teile gerne diesen Beitrag.

Erhalte jeden neuen Beitrag sofort in Dein Postfach. 📬

Trage Dich ein, um jeden neuen Beitrag direkt per E-Mail zu erhalten.

Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

Newsletter

Garantiert kein Spam! Unregelmäßig, ca. 1x im Monat meine News rund ums Reisen, Kultur & Poutine.

Du erhältst eine sog. Double-Opt-In-E-Mail, in der Du um Bestätigung der Anmeldung gebeten wirst. Du kannst dem Empfang der E-Mails jederzeit widersprechen (sog. Opt-Out). Einen Abmeldelink findest Du in jeder E-Mail oder in der Double-Opt-In-E-Mail. Um den Newsletter und das Blog für Dich zu optimieren, willigst Du in die Auswertung ein, mit der gemessen wird, wie häufig der Newsletter geöffnet und auf welche Links geklickt wird.

Mehr dazu auch in der Datenschutzerklärung.

Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

Alle Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert