Poutine im Frittiersalon, Berlin

Während der Digitalkonferenz re:publica Anfang Mai in Berlin hatte ich mich mit Katti, Simon und unserer gemeinsamen Berliner Freundin Regine zum Poutine verkosten verabredet. Am Vorabend der re:publica war für uns alle passend und so trafen wir uns im Frittiersalon in der Boxhagener Straße in Friedrichshain. Gefunden hatte ich den Laden durch Zufall online. Simon und Regine kannten den Frittiersalon wohl auch schon, nur die Poutine stand damals noch nicht auf dem Programm – wieder ein Hinweis, dass das kanadische Traditions-Fast-Food auch in Deutschland im Aufwind ist. Zeit also für einen Test meinerseits.

Der Frittiersalon

Der Laden liegt direkt in der Boxhagener Straße im Herzen von Friedrichshain. Er ist gut mit U-Bahn und Straßenbahn/Tram zu erreichen. Einen Parkplatz in dieser hippen Gegend zu bekommen, dürfte eher schwer fallen. Wir sind bequem von der U-Bahn Frankfurter Tor in wenigen Minuten zum Frittiersalon gelaufen.

Auffällig ist die blaue Farbe des Ladens. So ist er nicht zu übersehen. Bei schönem Wetter ist eine grüne Markise ausgefahren und Menschen futtern Fritten und Burger auf den aufgestellten Bierzeltgarnituren. Innen ist der Laden ziemlich schlicht gehalten. Es herrscht außerdem das Selbstbedienungsprinzip. Du bestellst also direkt am Tresen und zahlst. Nach etwa 10-15 min. sind meist die Speisen fertig. Es gibt eine große Auswahl an Burgern, auch vegetarisch und vegan.

Frittiersalon, Boxhagener Str. in Friedrichshain

Frittiersalon, Boxhagener Str. in Friedrichshain

Regine schwört zum Beispiel auf einen Camembert-Burger. Die Karte oberhalb des Tresens ist leider auf Englisch gehalten und auch beim Personal hatte ich nicht das Gefühl, als ob Deutsch hier häufig gesprochen wird. Aber Berlin ist ja bekannt für seine Expat-Szene (also Menschen, die hier in hippen Start-ups arbeiten und in Berlin wohnen, aber aus England, Australien oder anderen Ländern kommen).

Im Laden

Im Laden

Es gibt aber ein deutsches Menü, keine Bange. Hierauf sind diverse Fritten zu finden, darunter auch Poutine.

Menükarte

Menükarte

Poutine – der Test

Leider war ich sehr enttäuscht vom Frittiersalon. Das La Banquise” in Montréal den Laden erwähnt hat, kann nur daran liegen, dass sie diese Variante selbst nie ausprobiert haben. Die Portion ist leider klein und alle am Tisch wurden davon nicht wirklich satt und haben entweder etwas nachbestellt oder sind wie Simon und ich noch zu einem anderen Restaurant/Fast-Food-Stand weitergezogen. Außerdem kann ich geriebenen Käse bei einer Poutine einfach nicht ernst nehmen. Auf eine Poutine gehören nun mal Cheese Curds und wenn diese nicht zur Verfügung stehen (und dafür gibt es mittlerweile in Deutschland Abhilfe aus der Uckermark!) dann kann ein Laden zumindest guten Mozzarella hinzufügen, wie das z.B. beim Frittenwerk der Fall ist.

Poutine im Frittiersalon

Poutine im Frittiersalon

Aber geriebenen Pizzakäse oder Emmentaler bzw. Gouda? Da bekomme ich echt Zustände. Das hat nichts mehr mit Poutine zu tun. Hinzu kommt noch vegane (!) Bratensoße. Als ob sich das nicht schon widersprechen würde. Wenigstens war die geschmacklich wirklich ausgezeichnet.

Fazit

Die 4,50 Euro war die Portion leider nicht wert. Vom Käse rede ich nicht mehr. Einzig herausragend war die Soße, doch dafür muss ich in Berlin nicht unbedingt bei jedem Besuch nach Friedrichshain. Leider nur eine sehr mittelmäßige Poutine.

Details

Frittiersalon
Boxhagener Str. 104
10245 Berlin

Website
Speisekarte

Öffnungszeiten

Dienstag – Donnerstag: 12-22 Uhr
Freitag, Samstag: 12-23 Uhr
Sonntag: 12-22 Uhr
Montag geschlossen

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund, Deutschland und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Sie bloggt auf Deutsch und über Reisen seit 2013.
2017 startete sie auch ein englisches Reiseblog.