Schloss Welsperg in Südtirol

Der Frühling in den Dolomiten ist wunderschön. Wer den Kronplatz nur mit Wintersport in Verbindung bringt, verpasst was.

Bachlauf im Pustertal
Bachlauf

Als Wandergebiet und auch immer mehr zum Mountainbiken wird Südtirol zur Aktivregion. Alles grünt, die Blumen und Sträucher fangen an zu Blühen und die Luft ist wunderbar. Es gibt auch spezielle Frühlingsaktivitäten, zum Beispiel das Programm Balance, das mit leichten Wanderungen, mit Kräuterspaziergängen, mit Atemübungen im Berg oder auf der Alm das innere Gleichgewicht und auch das Gleichgewicht mit der Natur zum Thema hat.

Leichte Wanderung zum Schloss Welsperg

Ich selbst unternahm in einer kleinen Gruppe eine Wanderung zum Schloss Welsperg. Eine wirklich nur leichte Wanderung, die ca. eine Stunde dauerte. Dabei wurden wir durch das Dorf Welsberg im Gsieser Tal geführt und von fachkundiger Begleitung die ein oder andere Sehenswürdigkeit in Dorf gezeigt. Auch auf kleine Anekdoten wurde nicht verzichtet. Der Weg durch eine wirklich schöne Landschaft, vorbei an kleinen Skulpturen, ist beschwingt und auch für unsportliche Menschen wie mich leicht zu bewältigen.

Das Ziel unserer Wanderung – Schloss Welsperg – liegt mitten im Wald auf einen Felsvorsprung.

Schloss Welsperg
Schloss Welsperg

Ein alter Bergfried im Wald

Die Art der Burganlage nennt sich Kernburg und der älteste Teil ist mit Sicherheit der ungewöhnlich hohe Bergfried. Dieser wurde schon im Jahre 1126 von den Brüdern Schwikher und Otto von Welsperg erbaut. Dieser Wehrturm diente zunächst der Beobachtung der Umgebung und der Verteidigung gegen Feinde. Nicht lang danach wurde dies dann aber zum Wohnschloss umgebaut. Die Familie der von Welsperg, eine der bedeutendsten Adelsfamilien Tirols, vermehre Macht und Vermögen durch geschickte Heiratspolitik. So gelang es, das Schloss bis heute im Familienbesitz zu halten. 1765 wurden große Teile des Schlosses durch einen Brand zerstört. Es wurde zwar noch Reparaturen durchgeführt, aber das oberste Stockwerk blieb abgetragen und auch der Dachstuhl wurde herabgesetzt.

Ab da blieb das Schloss sich selbst überlassen, bis die Welsberger mit einem Verein und einer engagierten Vorsitzenden die Verwaltung es Schlosses übernahmen.

Herzlicher Empfang durch regionale Bäuerinnen

Bevor wir die Burg ausführlich von der Kuratorin Frau Rossi gezeigt bekamen, wurden wir von regionalen Bäuerinnen empfangen. Diese hatten im Burghof schon frisches Quellwasser mit Zitrone und Minze sowie Kräuterlimonade für uns bereit gestellt. Dazu gab es Brot und Kräuterquark – alles aus eigenem Anbau.

regionale Bäuerinnen auf Schloss Welsperg
regionale Bäuerinnen auf Schloss Welsperg

Dann ging es in der alten Schlossküche weiter, wo wir gemeinsam mit den Bäuerinnen frische Knödel herstellten.

selbstgemachte Knödel
selbstgemachte Knödel

Herrlich diese nachher gemeinsam in Pflegerraum zu verspeisen. Der Pfleger war in diesem Fall der Verwalter eines Schlosses, der die Fäden in der Hand hatte. Oft der Einzige, der Lesen und Schreiben konnte und der die lokale Politik genauso im Griff hatte wie die Verwaltung der Finanzen.

Blick auf die Berge
Blick auf die Berge

Der Welsperg besticht übrigens durch seine Aussicht – anders als der Hinweg durch den Wald gibt es hier feie Sicht auf die Dolomiten. Ein schönes Fleckchen Erde zum Genießen.

 

Details

Südtirol Balance – “Muitos Kuchl“ auf Schloss Welsperg

Dauer: 10-14 Uhr
Gehzeit: 40min.
Kosten: 8 Euro

Gast in einem Premium Balance-Partnerbetrieb vor Ort: kostenlos
Anmeldung am Vortag bis 18 Uhr beim Tourismusverein Gsieser Tal – Welsberg – Taisten
Tel.: +39 0474 978436

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Schloss Welsperg
Pustertaler Straße 16
39035 Welsberg-Taisten/Welsberg

Öffnungszeiten

01. Juli bis 09. September 2017
Montag bis Freitag: 10-17 Uhr
Sonntag: 15-18 Uhr
Samstag geschlossen

12. bis 16. September 2017
Montag bis Freitag: 10-17 Uhr
Samstag und Sonntag geschlossen

Foto: Andrea Keßler
Bearbeitung: Romy Mlinzk

Alle Fotos unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden.

Die Reise wurde durch die Zusammenarbeit mit Maro&Partner sowie dem Tourismusverband Ferienregion Kronplatz ermöglicht. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Andrea lebt in Dortmund und arbeitet nach vielen Irrungen und Wirrungen jetzt an der Kaffeefront. Als Botschafterin des guten Filterkaffees liegt der (Kunst-)Historikerin die Liebe zur Oper, der Musik und den schönen Künsten immer noch im Blut. So oft es ihr möglich ist reist und schreibt sie auch für snoopsmaus.