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D-Day in der Normandie - Landungsstrände (Titelbild des Beitrages, La Cambe Friedhof)

Normandie: D-Day Landungsstrände – 75. Jubiläum der Befreiung

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Die Normandie im Nordwesten Frankreichs – eine schöne Landschaft mit viel Geschichte, verbunden mit viel Freude, aber auch mit viel Leid. In der Normandie begann am 06. Juni 1944 die größte Befreiungsaktion der Weltgeschichte. An den Stränden der Normandie entschied sich mit der Landung der Alliierten am D-Day („Tag X“) der 2. Weltkrieg. 75 Jahre später wird vor allem von den Amerikanern und Briten die Erinnerungskultur durch eine Vielzahl von Veranstaltungen aufrecht erhalten. 2018 war ich als Vorbereitung auf das 75-jährige Jubiläum an den Landungsstränden Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword unterwegs.

Logo des 75. Jubiläums D-Day und Schlacht in der Normandie.

Dabei bin ich einer für Deutsche eher befremdlichen Parallelwelt begegnet, die aber zumindest bei mir dazu führte, mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.


Landung Normandie – Karte mit den wichtigsten Punkten für Deinen Besuch
Am Anfang gebe ich eine kleine geschichtliche Einführung zum D-Day. Wenn Du direkt mehr zu den „Sehenswürdigkeiten“ in der Normandie, also zu den Landungsstränden wissen willst, dann klicke bitte hier.

D-Day (06.06.1944) & die Schlacht in der Normandie

Mit den Kämpfen um Dünkirchen im Juni 1940 und der bevorstehenden Niederlage Frankreichs wusste der britische Premier Churchill, dass zumindest die Briten auf dem Kontinent Fuss fassen müssen, um Deutschland zu besiegen. Oberstes Ziel: die Niederlage Deutschlands. Dies wäre auch für die Amerikaner nach Pearl Harbour (1941) der Schlüssel zum Sieg. Fällt Deutschland, würden auch Italien und Japan als deutsche Verbündete folgen. Doch bis 1942 war es für die Alliierten undenkbar, eine zweite Front in Europa („Westfront“) aufzubauen.

Während der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 waren sich US-Präsident Roosevelt und Churchill einig, dass eine Invasion unvermeidbar ist. Eine Umsetzung von „Operation Roundup“ war aber nicht vor Spätherbst 1943 möglich. Bald wurde klar, dass „die große Landung“ auf 1944 verschoben werden musste. Roosevelt und Churchill legten daraufhin während der Trident-Konferenz in Washington (Mai 1943) den Mai 1944 als Termin für eine Invasion auf dem europäischen Festland fest. Anschließend wurden auf der Quadrant-Konferenz im August 1943 in Québec die ersten detaillierten Pläne für „Operation Overlord“ vorgestellt.

Operation Overlord

„Operation Overlord“ resultierte aus den gescheiterten Plänen der „Operation Roundup“, die schon eine Landung bei Caen und den östlichen Stränden der Cotentin-Halbinsel vorsah. Einige Details von „Roundup“ stellten hohe Anforderungen und hätte zu langen Planungen geführt, für die die Alliierten noch nicht bereit waren. Die Briten zogen sich daraufhin aus den Plänen zurück. Doch einige Planer wechselten zum COSSAC-Stab (Chief of Staff to Supreme Allied Commander). So ging ein Teil der Ideen nicht verloren und wurde für Overlord übernommen.

Die Vorschläge wurden in Québec angenommen und COSSAC wurde beauftragt, Planungen und Vorbereitungen für „Operation Overlord“ durchzuführen.

Was war die Operation Overlord nun genau?

„Operation Overlord“ war ein Deckname, der die groß angelegte Landoffensive der Alliierten gegen das Deutsche Reich bezeichnete und aus weiteren Unteroperationen bestand. Durch die Invasion und Errichtung der Westfront durch ca. 100 Divisionen sollte Europa befreit werden. Das anfängliche Hauptproblem stellte die Verfügbarkeit von Landungsschiffen dar. Die Amerikaner waren mitten im Pazifikkrieg mit Japan und ihre Werften waren voll.

Doch während der Konferenz von Teheran im November 1943 rangen sich die Alliierten zu einer Vereinbarung über Overlord und dessen Durchführung im Mai 1944 durch. Stalin setzte die Briten und Amerikaner unter Zugzwang.

Karte der Landungsstrände während des D-Days in der Normandie.
Karte der Landungsstrände während des D-Days in der Normandie – La Cambe

Operation Neptune

Anfang 1944 starteten die Briten mit ersten Landungsübungen. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Grundzüge für die „Operation Neptune“, dem konkreten Angriffsplan für den Sturm auf die Befestigungen der Normandie, die Etablierung eines Brückenkopfes (Stellung auf gegnerischem Gelände) inklusive Errichtung zweier Nachschubhäfen (sog. „Mulberrys“).

Dazu wurde Mitte Februar 1944 eine gemeinsame Kommandostelle der Alliierte, das sog. SHAEF (Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force) eingerichtet. SHAEF formte die Endversion der „Operation Overlord“ inkl. Neptune unter ihrem Supreme Commander, dem 4-Sterne-General Dwight D. Eisenhower, der am 24.12.1943 zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa ernannt wurde.

Operation Fortitude

Als Ablenkung zu Overlord und Neptune wurde seit September 1943 die „Operation Fortitude“ bearbeitet, die für einen Überraschungsmoment bei den Deutschen sorgen sollte. Fortitude verschleierte die Operation Overlord durch gezielte Täuschungen in Schottland und an der engsten Stelle des Ärmelkanals. Der deutsche Generalstab sollte so von einer Invasion im Pas-de-Calais und Norwegen ausgehen.

Dafür wurden Attrappen genutzt. Außerdem wurden Landungsmanöver an der Themse geübt und ganze Armeeverbände, wie z.B. die 1. US-Heeresgruppe sowie die 4. britische Armee, erfunden. Mit gefälschten Funksprüchen und erhöhten Aktivitäten in den Häfen im Südwesten Englands wurde gezielt von Overlord abgelenkt. Die Tarnung wurde bis zur Landung der Alliierten in der Normandie aufrecht erhalten. Ständig wurden Schiffe bewegt, Attrappen abgeworfen, die Dichte an Funksprüchen, z.B. durch gefakte Sport- und private Meldungen für nichtexistente Soldaten, aufrechterhalten.

Der Atlantikwall

Die deutsche Führung ließ sich tatsächlich täuschen und erwartete den Angriff auf ihren „Atlantikwall“ am ehesten in der Nähe von Calais und Dünkirchen. Ein entscheidender Vorteil am D-Day war aber nicht nur, dass Truppen nach Calais abgezogen oder ins Hinterland verlegt wurden, sondern auch, dass der rund 2.685 km lange Atlantikwall im Mai/Juni 1944 noch nicht fertig war.

Deutscher Bunker des Atlantikwalls -Juno Beach.
Deutscher Bunker des Atlantikwalls – Juno Beach

Die Verteidigungslinie der Deutschen, die von den britischen Kanalinseln bis nach Norwegen reichte, wurde zwischen September 1942 und Juni 1944 geplant und teilweise errichtet. Die Bevölkerung der besetzten Gebiete musste den Atlantikwall in Zwangsarbeit umsetzen. Doch Materialen wie Stahl waren knapp und wurden im Verlauf des Krieges noch knapper – und eigentlich war alles nur ein großer Bluff. Es gab keine operativen Reserven, denn auch Soldaten wurden im Laufe der Zeit knapper.

Die Schwachstelle als Vorteil von Operation Overlord

Die Verteidigungstiefe des Walls war sehr gering, was Generalfeldmarschall Rommel veranlasste, eher die Strände und Brandungszonen zu verbarrikadieren. Viele Hindernisse wurden einfach mit Minen, Sprenggranaten und Stacheldraht ausgestattet. Ein Großteil der Bautätigkeiten waren den Alliierten (insgesamt 8119 Bunker) durch die Mitarbeit u.a. der Résistance bekannt und konnten am D-Day in der Normandie durch gezielte Luftangriffe zerstört werden.

Die geringe Verteidigungstiefe von oft wenigen 100 Metern war ein großer Vorteil für die Operation Overlord. War die erste Linie erst durchbrochen, warteten im Hinterland nur noch leichte Selbstverteidigungsanlagen, denn weitere Linien waren nicht vorgesehen. Das hieß für die Alliierten, dass ein gelungener Durchbruch im Strandbereich ein tiefes Eindringen ins Hinterland ermöglichte und den weiteren Verlauf der Invasion begünstigte.

Die Gefahr im Osten ist geblieben, aber eine größere im Westen zeichnet sich ab; die angelsächsische Landung! […]
Gelingt dem Feind hier ein Einbruch in unsere Verteidigung in breiter Front, so sind die Folgen unabsehbar.“ – Adolf Hitler

Dies war den Deutschen bewusst und so lautete Hitlers strategische Weisung (Nr. 51, 3.11.1943, die letzte, die er erteilte), die Kräfte im Westen zu verstärken, um eine alliierte Invasion abwehren zu können. Dennoch hielten die Atlantikwall-Stellungen nur einen Tag stand und spielten im weiteren Verlauf des Weltkrieges keine entscheidende Rolle mehr.

Tag X = D-Day – Sehenswürdigkeiten

Kurz nach Mitternacht am 06.06.1944 begann als Erstes für die britische 6. Luftlandedivision an der östlichen Flanke des Landungsgebietes nördlich von Caen und östlich des Flusses Orne der D-Day.

Endlich muss ich schon fast sagen. Der D-Day wurde wegen schlechter Wetterbedingungen immer wieder verschoben. Doch am 05. Juni gab Eisenhower endlich grünes Licht für den „Tag X“. Mit 4-motorigen Transportflugzeugen und Lastenseglern erreichten sie die „Drop Zones“ (Abwurfzonen).

From the D-Day Beaches to the battle of the Hedgerows

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Utah Beach – Landungsstrand der US-Armee

An der westlichen Flanke ergab sich eine völlig andere Situation. Die 82. US-Luftlandedivision (Airborne) hatte ihre „Jump Zone“ im Zentrum der Halbinsel Cotentin. Doch die Douglas C-47-Transporter und Lastensegler gerieten unter heftigen Flakbeschuss (Flugabwehr). Einige wurden abgeschossen, andere durch Ausweichmanöver abgedrängt. Zusätzlich kam starker Rückenwind auf, so dass die Fallschirmspringer um bis zu 40 km von der ursprünglichen Jump Zone landeten und nur nach und nach in kleinen Gruppen zusammenfanden.

Landung der Alliierten in der Normandie (Utah Beach) Foto: Conseil Régional de Basse-Normandie / National Archives USA, gemeinfrei via Wikipedia
Landung der Alliierten in der Normandie (Utah Beach)
Foto:
Conseil Régional de Basse-Normandie / National Archives USA, gemeinfrei
via Wikipedia

Ein weiteres Problem bei der Zusammenführung der Truppen: die Bocage-Landschaft, eine von Kelten angelegte Heckenlandschaft aus dichten Sträuchern sowie Sümpfe, die zusätzlich von den Deutschen Truppen künstlich überflutet wurden.

Der 101. US-Airborne-Division erging es nicht besser. Auch hier versprengten sich die Einheiten stark. Beide Divisionen hatten das Ziel, Sainte-Mère-Église einzunehmen, jeglichen Angriff auf die kleine Stadt zu verhindern und die Nationalstraße 13 von Cherbourg nach Paris zu sperren. Außerdem den Küstenstrich – Codename „Utah Beach“ – zu kontrollieren, an denen die 4. Infanteriedivision später landen sollte.

Sainte-Mère-Église

Am Morgen des 06.06.1944 sollten die Fallschirmspringer westlich von Sainte-Mère-Église landen. Ein besonderes Schicksal ereilte John Steele. Er landete mit einem 17-jährigen Kameraden auf dem Dach der Kirche und verhedderte sich mit seinem Fallschirm an einem der Ecktürme. Beim Versuch sich loszuschneiden, verlor er sein Messer und er musste hilflos das Geschehen zwischen seinen Kameraden und der Deutschen 91. Infanteriedivision am Boden beobachten.

Sainte-Mère-Église - Kirchplatz mit Kirche
Sainte-Mère-Église – Kirchplatz mit Kirche

Noch heute erinnert eine Puppe mit Fallschirm am Kirchturm im Ort an dieses Ereignis. Auch der Film „Der längste Tag“* setzt diesem Missgeschick ein Denkmal. Doch war alles nicht so dramatisch und blutig, wie es im Film dargestellt wird. Die Puppe von John Steele hängt sogar auf der falschen Seite der Kirche.

John-Steele-Puppe am Kirchturm in Sainte-Mère-Église.
John-Steele-Puppe am Kirchturm in Sainte-Mère-Église

Die Kirche, der Kirchplatz sowie die kleine Altstadt von Sainte-Mère-Église sind heute ein beliebtes Fotomotiv. Vor allem rund um die Feierlichkeiten zum D-Day, wenn der Ort voller Amerikaner, Briten und Franzosen ist. Für sie ist der 06. Juni wie eine Art zweiter Nationalfeiertag und Karneval in einem. Ich fühlte mich zurückversetzt in der Zeit und völlig falsch angezogen. Die 1940er sind Ende Mai/Anfang Juni zurück in der Normandie – vom Outfit der Damen bis hin zu den Fahrzeugen, die durch den Ort fahren.

Männer in Kriegsuniformen in Sainte-Mère-Église.
Männer in Kriegsuniformen in Sainte-Mère-Église
Fahrzeug aus den 1940ern.
Fahrzeug aus den 1940ern
Camp Géronimo

Richtig verstörend finde ich aber das US-Militärcamp, welches jedes Jahr hinter dem Airborne-Museum in Sainte-Mère-Église aufgebaut wird. Es ist Teil der Feierlichkeiten und kostenlos zu besichtigen. Hier tummeln sich die außergewöhnlichsten Militärfahrzeuge, es werden Schützengräben ausgehoben und Frauen posieren in typischer 1940er-Jahre-Kleidung an Autos der Résistance.

Einfahrt zum Camp Géronimo.
Einfahrt zum Camp Géronimo

Als Deutsche, die mit einer Betroffenheitskultur aufgewachsen ist, fasziniert und stößt es mich gleichzeitig ab. Krieg ist für mich etwas Schreckliches. Etwas, was ich nicht glorifizieren möchte. Doch genau das passiert hier. Doch eigentlich auch wieder nicht. Es ist nicht der Krieg, der gefeiert wird, sondern die Invasion, die Befreiung von Tyrannei und Vernichtung durch die Alliierten. Was für Briten, Amerikaner und auch Kanadier sonnenklar ist, musste ich erst nach und nach bei meinem Tripp durch die Normandie lernen.

Utah Beach D-Day Landing Museum – Sainte-Marie-du-Mont

Beim Verständnis der geschichtlichen Hintergründe und des D-Days selbst, wie es zu der Auswahl der Landungsstrände in der Normandie kam, wer welche Truppen befehligte, was zum Einsatz kam und vieles mehr, half mir das Utah Beach Landing Museum in Sainte-Marie-du-Mont.

Utah Beach Landing Museum.
Utah Beach Landing Museum

In den Dünen unweit der kleinen Siedlung La Madeleine befindet sich das gut aufbereitete Utah Beach Landing Museum, welches sich seit 1962 mit der Landung der Amerikaner an diesem Strandabschnitt beschäftigt. Am 06. Juni 1944, gegen 06:30 Uhr, landeten an diesem rund 2 km Sandstrand die ersten Infanteristen (an D-Day 23.000, insgesamt 836.000 Menschen), um die Bunkeranlagen der Deutschen zu erstürmen.

Der alte deutsche Bunker - ältester Teil des Museums.
Der alte deutsche Bunker – ältester Teil des Museums

Das Museum erstreckte sich zuerst nur über die deutschen Wehranlagen, die den Strand bei Sainte-Marie-du-Mont überblickten. Mittlerweile wurde das Museum mehrfach erweitert und renoviert, zuletzt 2011 und umfasst nun mehr als 3.000 Quadratmetern.

nachgestellter Aufbau der Verteidungsanlagen
nachgestellter Aufbau der Verteidungsanlagen
Die Ausstellung

Besonders sehenswert im Utah Beach Museum sind die Bunkeranlagen der Deutschen sowie die Verteidigungsanlagen in den Dünen. Dazu befinden sich im Museum einige persönliche Gegenstände, wie z.B. den Brief einer Frau an ihren Verlobten an der Front oder eine Bibel, die eine Kugel im Gefecht abhielt.

anschauliche Tafeln innerhalb des Utah Beach Landing Museums.
anschauliche Tafeln innerhalb des Utah Beach Landing Museums

Zusammen mit anschaulichen Schautafeln in Französisch und Englisch, beeindruckenden Fotos sowie zahlreichen Ausstellungsstücken entsteht ein umfangreicher Eindruck, was am Utah Beach während des D-Days geschah. Mittels App kannst Du auch auf Deutsch das Museum erkunden. Im Shop gibt es – für mich zweifelhafte – „Souveniers“ als Erinnerung an Deinen Besuch.

Besonders beeindruckend fand ich die B26-Flieger, die die deutschen Stellungen bombardierten oder die berühmten Landungsboote, mit denen die Infanterietruppen in vier Wellen am Utah Beach in der Normandie landeten. Die Landungsboote, die die Eröffnungsszenen von „Der Soldat James Ryan“* von Steven Spielberg dominierten (obwohl andere Boote verwendet wurden).

Landungsboot im Utah Beach Landing Museum.
Landungsboot im Utah Beach Landing Museum

Während der D-Day-Feierlichkeiten ist auch das Museum ein Schauplatz der Erinnerungskultur, bei dem Veteranen der Invasion in der Normandie zu Gast sind und gewürdigt werden.

Veteranen im Utah Beach Landing Museum während der D-Day-Feierlichkeiten.
Veteranen im Utah Beach Landing Museum während der D-Day-Feierlichkeiten

Utah Beach heute

Der Durchgang zum Strand durch die Hecken der Dünen ist fast unscheinbar – würde nicht ein Schild darauf hinweisen. Oder die riesige Skulptur, wie mutige junge Soldaten aus einem Landungsboot (LCVP) an den Strand stürmen (Higgins Boat Monument). In unmittelbarer Nähe sind noch einige Gedenksteine und Skulpturen aufgestellt, um an das Eingreifen und die Landung der Amerikaner zu gedenken.

Durchgang zum Utah Beach.
Durchgang zum Utah Beach
Higgins Boat Monument
Higgins Boat Monument

Alle Landungsstrände der Normandie sind ansonsten sehr friedlich und ich habe bei keinem die schrecklichen Bilder vor Augen, die ich aus Filmen wie „Der längste Tag“, „Der Soldat James Ryan“ oder der Mini-Serie „Band of Brothers“* kenne. Nur der Westwind weht unerbittlich, was Kite- und Windsurfer gut für sich zu nutzen wissen. Erst als ein Soldat mit seiner Frau auf das Wasser zusteuert, werde ich wieder an die schrecklichen Stunden des Krieges erinnert.

Windsurfer am Utah Beach.
Windsurfer am Utah Beach
Ein Soldat mit seiner Frau zu Besuch während des D-Days in der Normandie.
Ein Soldat mit seiner Frau zu Besuch während des D-Days in der Normandie

Omaha Beach – Landungsstrand der US-Armee

Während es am Utah Beach zu wenigen Verlusten kam, sah die Situation am Omaha Beach zwischen St. Honorine des Pertes und Grandcamp-Maisy ganz anders aus. Die 1. sowie die 29. Infanteriedivision der Amerikaner stieß hier auf heftige Gegenwehr durch die Deutschen. Die 716. und 352. deutsche Infanteriedivision feuerte aus Maschinengewehren und Kanonen auf die anlandenden Soldaten.

"Into the Jaws of Death" Foto: Chief Photographer's Mate (CPHoM) Robert F. Sargent - Diese Datei ist im Bestand der National Archives and Records Administration verfügbar, katalogisiert unter dem National Archives Identifier (NAID) 195515, gemeinfrei via Wikipedia
„Into the Jaws of Death“
Foto: Chief Photographer’s Mate (CPHoM) Robert F. Sargent – Diese Datei ist im Bestand der National Archives and Records Administration verfügbar, katalogisiert unter dem National Archives Identifier (NAID) 195515, gemeinfrei
via Wikipedia

Aus allen Rohren wurde gefeuert und Menschen wurden beim Angriff quasi niedergemäht. Omaha Beach wird daher heute auch „der blutige Sektor“ genannt. Immer wieder für mich beeindruckend: Robert Capa, ungarisch-amerikanischer Fotograf der Agentur Magnum, war den Tag vor Ort am Omaha Beach in Saint-Laurent-sur-Mer und hielt das Grauen in beeindruckenden Fotos fest.

„Between floating bodies I reached it, paused for a few more pictures, and gathered my guts for the last jump to the beach“ – Robert Capa

Fotos, die immer ein wenig umstritten waren und bis heute sind. War er wirklich bei der ersten Welle dabei? Sind die Fotos falsch im Labor behandelt worden oder einfach nur verwackelt aus purer Angst vor dem Erlebten? Dennoch: ein unvergleichliches Zeitzeugnis eines der wichtigsten Tage im Zweiten Weltkrieg.

Ausblick über Saint-Laurent-sur-Mer - Teil des Omaha Beach während D-Day.
Ausblick über Saint-Laurent-sur-Mer – Teil des Omaha Beach während D-Day

Am Strand in Saint-Laurent-sur-Mer erinnert heute nur noch eine moderne Skulptur sowie das Musée Mémorial d’Omaha Beach an das Grauen. Einen Besuch ist aber auch das Overlord Museum Omaha Beach in Colleville-sur-Mer wert.

"Les Braves"-Skulptur am Omaha Beach, Saint-Laurent-sur-Mer
„Les Braves“-Skulptur am Omaha Beach, Saint-Laurent-sur-Mer

La Pointe du Hoc

Der Strandabschnitt Omaha Beach (Calvadosküste der Normandie) ist geprägt von Klippen und Steilwänden, die stark verteidigt wurden. Trotz Bombardement und Schiffsartillerieangriffen durch die Alliierten konnte zum Beispiel Pointe du Hoc mit seinen sechs Kanonen nicht zerstört werden.

Klippen von Pointe du Hoc.
Klippen von Pointe du Hoc

Die Batterie sollte durch das 2. US-Rangerbataillons eingenommen werden. Doch durch den vorangegangenen Luftangriff wurden die 155-mm-Kanonen mit ihren Männern weit zurückversetzt, was die Ranger nicht wussten. Die Deutschen hatten nicht damit gerechnet, dass die Alliierten über die Klippen kommen würden. Die Ranger landeten gegen 4:30 Uhr am Fuss der Klippen. Kurz nach 7 Uhr hatten alle Ranger die Klippen von Pointe du Hoc erklommen und konnten mit wenig Verlusten Position beziehen und Verteidigungsanlagen errichten.

"Ranger klettern die Steilküste herauf, 6. Juni 1944" Foto: Official U.S. Navy Photograph - history.navy.mil, gemeinfrei via Wikipedia.
„Ranger klettern die Steilküste herauf, 6. Juni 1944“
Foto: Official U.S. Navy Photograph – history.navy.mil, gemeinfrei
via Wikipedia

Es wurden außerdem Truppen ins Inland geschickt, um die fehlenden Geschütze zu suchen und mit Thermitgranaten zu zerstören. Doch die Deutschen waren in Überzahl und setzten den Rangern immer wieder zu, kesselten sie ein. Am Morgen des 07. Juni 1944 waren von ursprünglich 225 Männern nur noch rund 90-100 am Leben. Erst am 08. Juni wurde Pointe du Hoc sowie die Ranger durch das 116. US-Infanterieregiment sowie das 5. US-Rangerbataillon befreit.

Pointe du Hoc heute

Das Gelände und das Besucherzentrum von Pointe du Hoc kannst Du kostenlos besichtigen. Bei meinem Besuch Anfang Juni 2018 war es kalt, regnerisch und sehr neblig. Eine Atmosphäre wie in einem Gruselfilm, doch hätte ich mir kein besseres Wetter gewünscht. Die Klippen, an denen die hohen Wellen zerschellen und die Bunkeranlagen, die im Nebel des Morgens kaum zu erkennen sind, geben mir ein Gefühl, wie es am D-Day hier sein musste.

Bunkeranlage von Pointe du Hoc im Nebel.
Bunkeranlage von Pointe du Hoc im Nebel

La Cambe – Deutscher Soldatenfriedhof

Eine ähnliche Stimmung herrschte auch an diesem Morgen auf dem La Cambe-Friedhof, einem deutschen Soldatenfriedhof unweit von Pointe du Hoc. Ein schier endloser Friedhof, eingetaucht in den Morgennebel – auf mich wirkte dieser Ort am friedvollsten von allen besuchten Orten während dieser Normandiereise.

Der schier endlos wirkende La Cambe-Friedhof, der über 21.000 deutsche Tote der Schlacht in der Normandie beherbergt.
Der schier endlos wirkende La Cambe-Friedhof, der über 21.000 deutsche Tote der Schlacht in der Normandie beherbergt – Blick vom Hügelgrab Richtung Eingang.
La Combe mit Hügelgrab
La Combe mit Hügelgrab

Über 21.000 Tote finden in La Cambe ihre letzte Ruhestätte. Viele der gefallenen Deutschen sind direkt am 06. Juni 1944, am D-Day in der Normandie gestorben. Traurige Schicksale verbergen sich hinter den schlichten Grabsteinen auf der Wiese, auch viele unbekannte. Nicht jeder Gefallene konnte bis heute identifiziert werden, denn im Gegensatz zu den Amerikanern hatten die Deutschen kein so einfaches Hundemarkensystem (Name, mehrere Tags, einer wird mitgenommen, der andere bleibt am Mann). Eine Identifikation ist dadurch erschwert.

„Die in den Gräbern ruhen, warten auf uns, auf uns alle. Sie waren Menschen wie wir. Aber wenn wir in der Stille an den Kreuzen stehen, vernehmen wir ihre gefaßt gewordenen Stimmen: Sorgt Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern.“ – Prof. Theodor Heuss

Mehr als 200 Tote wurden außerdem in einem schlichten Massengrab, dem Hügelgrab in der Mitte des Friedhofs beigesetzt. Dieser Hügel ist ein Aussichtspunkt und mir dreht sich leicht der Magen, als ich die Treppe hinaufsteige. Das Wissen, dass unter mir die Leichen von SS- und Wehrmachtssoldaten liegen, verursacht mir Unbehagen.

Treppe des Hügelgrabs - Aussichtspunkt in La Cambe.
Treppe des Hügelgrabs – Aussichtspunkt in La Cambe
Infozentrum und Friedenspark

La Cambe wurde 1961 eingeweiht und ist einer von sechs deutschen Kriegsgrabstätten. Der spendenfinanzierte Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. kümmert sich um Erhalt und Pflege und hatte die Toten aus verschiedenen anderen Stellen in der Normandie hierher überführt.

Informationszentrum in La Cambe
Informationszentrum in La Cambe

Seit September 1996 gibt es auch ein Informationszentrum mit einer dreisprachigen Ausstellung sowie den Friedenspark, der aus rund 1.200 Ahornbäumen aus Spenden besteht. Ein Zeichen für den Frieden und die Versöhnung.

Friedenspark mit Ahronbäumen
Friedenspark mit Ahronbäumen

Normandy American Cemetery and Memorial – Amerikanischer Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer

Unweit von Saint-Laurent-sur-Mer, schon auf dem Gebiet von Colleville-sur-Mer, liegt der wohl berühmteste amerikanische Soldatenfriedhof hoch über Omaha Beach. Der Normandy American Cemetery wird auch Dir sicherlich bekannt vorkommen, wenn Du „Der Soldat James Ryan“ gesehen hast. Die Anfangs- und Schlussszene, bei der James Ryan die Geschichte rund um Captain Miller (Tom Hanks) und die Suche nach ihm Revue passieren lässt, wurde hier gedreht.

Die wohl berühmtesten Kreuze eines Friedhofs - Hollywood sei Dank.
Die wohl berühmtesten Kreuze eines Friedhofs – Hollywood sei Dank
Der Amerikanische Soldatenfriedhof hoch über Omaha Beach
Der Amerikanische Soldatenfriedhof hoch über Omaha Beach

Doch im Gegensatz zum Deutschen Friedhof habe ich auf dem Amerikanischen Soldatenfriedhof das Gefühl, im Disneyland für Militärreisende zu sein. Ganze Wagenladungen von Schiffskreuzfahrtgästen werden an diesem regnerischen frühen Nachmittag mit den passenden Schirmen ihrer Cruise Line abgesetzt. Zu jeder Stunde erklingt am Memorial für eine neue Gruppe die amerikanische Nationalhymne, Kränze werden niedergelegt und Kerzen angezündet.

Memorial mit Schiffskreuzfahrtgästen
Memorial mit Schiffskreuzfahrtgästen

Über 9.300 Soldaten wurden hier begraben, darunter auch Brigadier General Theodore Roosevelt, Jr. (Block D, Reihe 28, Grab 46). Er war der einzige General, der bei der Landung in der Normandie direkt in der ersten Welle mit an Land ging (Utah Beach). Am 12. Juli 1944 starb er unerwartet an einem Herzinfarkt, kurz vor seiner Beförderung zum Generalmajor. Anders als General Patton in Luxembourg ist Roosevelt in Mitten seiner Männer begraben worden.

General Pattons Grab in Luxembourg.
General Pattons Grab in Luxembourg

Gold Beach – Landungsstrand der britischen Armee

Der mittlere Abschnitt der Landungsstrände – Gold Beach – liegt auf halbem Weg zwischen der Cotentin-Halbinsel und der Orne. Auch hier prägen Steilküsten das Bild. Die 50. britische Infanteriedivision zerstörte nach und nach deutsche Bunker und Sperren und errichteten einen zehn Quadratkilometer großen Brückenkopf bis nach Bayeux. Sie konnten die Nationalstraße 13 von Bayeux nach Caen – wichtig für den Nachschub der Deutschen – unter Beschuss nehmen. Außerdem beseitigten sie verminte Hinternisse am Strand.

Als „Sehenswürdigkeit“ in diesem Teil der Normandie ist die Batterie Longues-sur-Mer interessant. Die einzige Küstenbatterie der Deutschen des Atlantikwalls mit vollständig erhaltenen Kanonen und heute ein Museum. Longues-sur-Mer liegt zwischen Port-en-Bessin und Arromanches-les-Bains, zwei wichtigen Küstenstädten in den Kämpfen nach dem D-Day.

Port-en-Bessin – Operation Aubery

Port-en-Bessin ist ein kleiner Küstenort zwischen den Landungsstränden Omaha und Gold Beach, in dessen kleinem Fischerhafen am 07. und 08. Juli 1944 die Operation Aubery (Schlacht von Port-en-Bessin) stattfand. Die Schlacht war Teil der Erweiterung des Brückenkopfes in der Normandie. Der Hafen war außerdem strategisch wichtig, denn hierhin sollte die erste Pipeline führen, um die Truppen von England aus mit Kraftstoff zu versorgen (Operation PLUTO – Pipe Line Under The Ocean).

Historische Hafen von Port-en-Bessin.
Historische Hafen von Port-en-Bessin

Am 07. Juni 1944 wurde Port-en-Bessin vom 47. Royal Marine Kommando der 4. Special Service Brigade erobert, die während des D-Days am Strand von Asnelles (12 km östlich) landeten. Die Kommandos griffen die beiden Hügel an beiden Seiten des Hafens an, die mit Minenfeldern, Stacheldraht, Flammenwerfern, Betonbunkern und Maschinengewehren stark befestigt waren. Als es dunkel wurde, schien die deutsche Stellung uneinnehmbar zu sein, aber ein verzweifelter letzter Angriff auf die östliche Befestigung (mit dem Vauban-Turm) brachte schließlich die Deutschen zur Kapitulation.

Vauban-Turm von Port-en-Bessin.
Vauban-Turm von Port-en-Bessin

In der Nähe wurden anschließend ein Lager für Benzin und Öl errichtet. Port-en-Bessin wurde zum wichtigsten Stützpunkt für den Nachschub der Alliierten in der Normandie, bevor Cherbourg und sein Tiefwasserhafen eingenommen werden konnte.

Port-en-Bessin heute
Port-en-Bessin heute
Port-en-Bessin-Huppain heute

An jedem 7. Juni wird in Port-en-Bessin-Huppain heute der Befreiung durch die 47. erinnert. Rund um den D-Day kannst Du daher in der „Bar 47éme“ jeden Tag Veteranen des 47. Royal Marine Kommandos antreffen. Auch ich hatte das Glück, einen der letzten Vertreter dort anzutreffen. Aber ihre Familien führen diese schöne Tradition fort. So bleiben ihre Geschichten am Leben.

einer der letzten 47er
einer der letzten 47er

Edit: MilitaryHistoryNow.com informierte mich per Mail, dass dieser britische Gentleman wohl im Januar verstorben ist. Möge er in Frieden ruhen.

Arromanches-les-Bains – Mulberry-Hafen B („Port Winston“)

Um die Versorgung der Truppen in der Normandie zu gewährleisten – bevor die Häfen in Cherbourg, Le Havre und Rouen befreit werden und wieder in Betrieb genommen werden konnten – wurden künstliche Häfen und Anlegestellen geplant. Die von Ove Arup und Ronald Jenkins entworfenen „Mulberry“-Häfen waren in Vierville-sur-Mer (Mulberry A, Omaha Beach) und in Arromanches-les-Bains (Mulberry B, Gold Beach) geplant. Die Einzelteile dafür wurden in England gefertigt und sollten in der Normandie zusammengesetzt werden.

Mulberry „B“ am 27. Oktober 1944 aus der Luft aufgenommen Foto: Royal Air Force official photographer - This is photograph C 4626 from the collections of the Imperial War Museums, gemeinfrei via Wikipedia
Mulberry „B“ am 27. Oktober 1944 aus der Luft aufgenommen
Foto: Royal Air Force official photographer – This is photograph C 4626 from the collections of the Imperial War Museums, gemeinfrei
via Wikipedia

Die Senkkästen wurden innerhalb einer halben Stunden durch Öffnen von Flutventilen versenkt. Dazu wurden ältere Schiffe geopfert („Gooseberries“). So wurde ein geschütztes Hafenbecken mit Wellenbrechern und behelfsmäßigen Reeden geschaffen. So sollte eine „Rund-um-die-Uhr-Entladung“ trotz Gezeiten/Tidenhubs möglich sein.

Mit dem Bau der Mulberrys wurde direkt einen Tag nach D-Day begonnen. Drei Tage später konnten bereits die ersten Schiffe entladen werden. Mit einer Fertigstellung wurde am 20. Juni 1944 gerechnet. Doch am 19.6. zog ein drei Tage anhaltender, schwerer Sturm auf, der Mulberry A zerstörte. Die noch erhaltenen Teile wurden daraufhin zur Komplettierung von Mulberry B in Arromanches-les-Bains verwendet, der durch den Sturm nur leicht beschädigt wurde.

Arromanches-les-Bains heute

Noch heute sind die Überreste der Senkkästen und somit des Mulberry-Hafens in Arromanches-les-Bains sichtbar. Bei Ebbe lohnt sich also ein Strandspaziergang, um sich die mittlerweile von Rost zerfressenen und mit Moos bedeckten Senkkästen anzusehen.

Überreste von Mulberry B in Arromanches-les-Bains.
Überreste von Mulberry B in Arromanches-les-Bains
Moosbewachsene Überreste von Mulberry B
Moosbewachsene Überreste von Mulberry B

In unmittelbarer Nähe des Strandes befindet sich heute auch ein D-Day-Museum. Während der Feierlichkeiten rund um den Tag X in der Normandie finden auch hier und auf dem Vorplatz des Museums viele Veranstaltungen statt.

Erinnerungen an den D-Day auch in Arromanches-les-Bains.
Erinnerungen an den D-Day auch in Arromanches-les-Bains

Doch besonders beeindruckend fand ich das Mural unweit des Museums, welches eine Erinnerung an den Frieden darstellt. Für mich wohl mit das eindrucksvollste Bild meiner Reise.

Please No More War!
Please No More War!

Juno Beach – Landungsstrand der kanadischen Armee

Der Strandabschnitt Juno Beach am D-Day war den kanadischen Truppen zugedacht. Die 3. Kanadische Infanteriedivision und die 2. Kanadische Panzerbrigade landete gemeinsam mit dem 48. Royal Marines Kommando gegen 8 Uhr zwischen Gold und Sword Beach. Riffe und starker Seegang erschwerte den Divisionen das Anlanden. Dadurch konnten die Panzer nur verspätet anlanden, was zu hohen Verlusten auf Seiten der Kanadier führte. In der ersten Stunde verloren die Kanadier rund die Hälfte der an Land gehenden Soldaten.

"The Royal Winnipeg Rifles heading towards Juno aboard LCAs" Foto: This image is available from Library and Archives Canada under the reproduction reference number PA-132651 and under the MIKAN ID number 3191681, gemeinfrei via Wikipedia
„The Royal Winnipeg Rifles heading towards Juno aboard LCAs“
Foto: This image is available from Library and Archives Canada under the reproduction reference number PA-132651 and under the MIKAN ID number 3191681, gemeinfrei
via Wikipedia

Die Deutschen erschwerten den Kanadiern das Leben. Juno Beach gilt somit nach Omaha als der von den Deutschen am zweitheftigsten verteidigte Abschnitt. Der Strand war hier nicht so tief wie in Omaha, daher wurde das Wasser stärker vermint. Außerdem wurden viele Straßen zu den hier typischen Strandpromenaden mit Betonmauern versperrt, um eine Linie mit der Häuserfront zu erzeugen. Überall wurden die Fenster zum Meer zugemauert und Schießscharten eingerichtet, um die Invasion abzuwehren.

Typische Strandpromenade in der Normandie.
Typische Strandpromenade in der Normandie

Die 716. Deutsche Infanteriedivision bewachte diesen Strandabschnitt, der mit vielen Bunkern, Befestigungen und einigen Batterien (155mm- und 75mm-Geschütze) vor allem um Courseulles-sur-Mer gesichert war. Letztendlich konnten sich die Kanadier durchsetzen und konnten bis Tagesende einen Brückenkopf von 10-12 km im Landesinneren errichten und eine Verbindung im Westen mit der 50. Division (Gold Beach) herstellen. Damit waren sie von allen Truppen ihren zuvor gesetzten Zielen am Nächsten.

Juno Beach Centre – Das kanadische Museum

Eine der Bunkeranlagen der Deutschen in Courseulles-sur-Mer ist heute Teil des erst seit 2003 existierenden Juno Beach Centre, dem kanadischen Museum am D-Day Landungsstrand Juno Beach. Wie viele kanadische Museen ist auch dieses außerordentlich übersichtlich und gibt eine Einordnung der Geschehnisse vom D-Day und der anschließenden Schlacht in der Normandie. Dabei lässt es auch die eigenen dunklen Kapitel in Bezug auf First Nations (Ureinwohner) und andere Minderheiten nicht aus.

Juno Beach Centre
Juno Beach Centre
First Nations als Teil der Ausstellung.
First Nations als Teil der Ausstellung

Ich selbst war am 06. Juni 2018 im Juno Beach Centre zu Besuch und habe an den Gedenkfeierlichkeiten der Kanadier teilgenommen. Eine große Ehre für mich, denn wie Du vielleicht weißt, bin ich ein großer Kanadafan. Gleichzeitig war es mir auch unangenehm, als Deutsche an diesen Feierlichkeiten teilzunehmen. Es erfüllt mich mit Trauer, mit Wut, aber auch mit Dankbarkeit, drei Veteranen zu sehen, die geehrt wurden und Kränze am Denkmal vor dem Museum niederlegten.

Drei kanadische Veteranen am D-Day 2018 während der Gedenkfeier am Juno Beach Centre.
Drei kanadische Veteranen am D-Day 2018 während der Gedenkfeier am Juno Beach Centre
Gedenkfeier am Juno Beach
Gedenkfeier am Juno Beach

Bewegende Moment inner- und außerhalb des Museums. Vor allem die eindrucksvollen Videos ließen mich nicht kalt. Die Ausstellung beginnt mit einer emotionalen 4-minütigen Multimediashow, bei der Du mit den Gedanken eines jungen kanadischen Soldaten am Morgen des 6. Juni 1944 und den entsprechenden Bildern konfrontiert wirst.

If you walk on Juno Beach they will walk with you.“ – Juno Beach Centre

"They walk with you"
„They walk with you“

Auch „They Walk With You“, der 12-minütige Film am Ende, der seit 2013 im neuen Kino des Juno Beach Centre gezeigt wird, lässt mich einige Tränchen im Augenwinkel verdrücken. So viel Leid, so viele sinnlose Tote, die die Kanadier durch die vielen Mohnblumen ausdrücken, lassen mich sehr traurig zurück.

Die "Poppies" - so viele im Juno Beach Centre, wie es kanadische Tote im Zweiten Weltkrieg gab.
Die „Poppies“ – so viele im Juno Beach Centre, wie es kanadische Tote im Zweiten Weltkrieg gab
Juno Beach heute

In den Dünen befinden sich noch heute die Überreste des Atlantikwalls, die Teil des Museums (Juno Beach Centre) sind. An diesen Anlagen wird die sehr sparsame, sehr effektive und immer gleiche Bauweise der deutschen Wehranlagen entlang des Atlantiks deutlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass hier wirklich auch Menschen geschlafen haben sollen, wenn es nötig wurde.

Der Kommandoposten wurde bereits 1941 mit Hilfe von französischen Zwangsarbeitern erbaut, die bei genauem Hinsehen das Bauvorhaben sabotierten, wo es nur ging. Dieser Bunker gilt als die Vorlage für die späteren Bunker des Atlantikwalls, die aber dann mit einer besseren Lüftungsanlage umgesetzt wurden.

Eingang zum Strand (Juno Beach)
Eingang zum Strand (Juno Beach)

Der Eingang zum Strand ist gesäumt von Kunst. Es erinnert mich auch ein wenig an ein Landungsboot, aus dem die Soldaten an den Strand stürmten. Wie auch die anderen Strände ist auch Juno Beach ein Platz der Erinnerung, aber auch mittlerweile einfach ein friedlicher Sandstrand, an dem sich die heranrauschenden Wellen brechen.

Canada House – das erste befreite Haus

Unweit des Juno Beach Centre hatte ich außerdem die einzigartige Möglichkeit, einen weiteren, für die Kanadier historisch relevanten Ort zu besuchen: Canada House. Es gilt als das erste befreite Haus in der Normandie – also als das erste Haus, welches durch die Alliierten eingenommen wurde. Das Haus steht direkt an der Strandpromenade und als die Deutschen 1941 viele Häuser in der Gegend in Beschlag nahmen und vermauerten, blieb das 1926 erbaute Fachwerkhaus der Familie Hoffer intakt.

Canada House
Canada House

Am Morgen des D-Day stürmten die Kanadier der „Queen’s Own Rifles“ den Strand, wobei mehr als 100 Männer ihr Leben ließen oder verwundet wurden, bevor sie das Haus erreichten.

Gedenken an die Queen's Own Rifles
Gedenken an die Queen’s Own Rifles

Heute ist das Haus als „Canada House“ (oder auch „La Maison des Canadiens“) nicht nur den Rifles gewidmet, sondern allen 14.000 Kanadiern, die an D-Day in der Normandie landeten und allen über 45.000 Kanadiern, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben für die Befreiung Europas ließen. Es ist immer noch im Familienbesitz und für die Kanadier ikonisch. Viele pilgern hier rund um den D-Day her und legen Blumen niedern oder besuchen wie ich die Familie, deren Haus mittlerweile auch mehr ein Museum ist als eine Sommerresidenz am Strand.

Sword Beach – Landungsstrand der britischen Armee

Kurz nach Mitternacht des D-Days starteten die ersten Segler der 6. Britischen Luftlandedivision mit zwei Brigaden (die 5. und die 3., die ein kanadisches Bataillon mit Falschirmspringern enthielt), um die Brücken von Bénouville über den Kanal von Caen und von Ranville über die Orne hinter dem Landungsstrandabschnitt Sword Beach einzunehmen.

Pegasusbrücke – Brücke von Bénouville

Die Britischen Truppen, die in den frühen Morgenstunden des 6. Juni landeten, konnten die wichtigen Brücken über die Orne und den Caen-Kanal in der Nähe der kleinen Stadt Bénouville sichern. Die Mission, genannt Operation Deadstick, umfasste 181 Soldaten des 2. Oxfordshire und Buckinghamshire Leichten Infanterieregiments sowie sechs Segelflugzeuge (Lastensegler). Die Brücken bildeten die Ostflanken und durch die Einnahme sollte ein „Aufrollen“ der Truppen durch einen Gegenangriff, z.B. durch die Deutsche 21. Panzerdivision, verhindert werden.

Die Truppe setzte wenige Minuten nach Mitternacht unentdeckt auf und vertrieb die Deutschen nach einem kurzen Feuergefecht von beiden Brücken. Die „Ox and Bucks“ hielten mit der Unterstützung des 7. Fallschirmjägerbataillons beide Brücken, bis Einheiten vom nahegelegenen Sword Beach ankamen, um sie zu entlasten.

Als „Nachschub“ ging gegen 7:30 Uhr die 3. Britische Infanteriedivision zwischen Lion-sur-Mer und Ouistreham trotz schweren Seegangs am Sword Beach an Land. Die Panzer und Infanteristen konnten Dank der präzisen Bombardierung der deutschen Stellungen ohne Widerstand anlanden. Gegen 9:30 Uhr nahmen sie Hermanville ein. Bei den Kämpfen um Ouistreham wurden sie vom französischen Kommando um Major Kieffer unterstützt. Dadurch konnte eine Schneise geschlagen werden und der Anschluss an die Luftlandetruppen in Bénouville gegen 12:20 Uhr gewährleistet werden.

Diese Aktionen gelten als Auftakt für die Eroberung von Caen, das aber erst am 9. Juli fallen sollte.

Pegasusbrücke heute & Mémorial Pégasus

Die Brücke, die den Kanal überspannte, wurde sofort nach Einnahme nach dem Abzeichen der britischen Luftwaffe in Pegasusbrücke umbenannt. Noch heute existiert die Pegasusbrücke und Du kannst in einer Taverne direkt am Fluss einkehren, an der die Kämpfe vor all den Jahren stattfanden.

Pegasusbrücke über den Kanal von Caen.
Pegasusbrücke über den Kanal von Caen
Die Taverne am Ufer.
Die Taverne am Ufer

Die ursprüngliche Brücke wurde aber 1994 aufgrund des stärker werdenden Verkehrs auf dem Kanal durch eine größere Kopie ersetzt und befindet sich jetzt am Ufer des Kanals als Teil der Ausstellung des Mémorial Pégasus, dem Luftlandemuseum von Bénouville.

Die Original Pegasusbrücke im Museum.
Die Original Pegasusbrücke im Museum

Warum solltest Du die Landungsstrände in der Normandie besuchen?

2019 jährt sich die Landung in der Normandie an Tag X („D-Day“) zum 75. Mal. Der D-Day, der den Auftakt zur Schlacht in der Normandie und somit zur Befreiung von Europas im Zweiten Weltkrieg markiert, wird dabei groß gefeiert.
Viele Gedenkfeiern, Sonderausstellungen und Museen mit Feiern rund um den D-Day kannst Du entlang der Landungsstrände Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach Ende Mai bis Anfang Juni besuchen.

Auch wenn das vielleicht im ersten Moment befremdlich wirkt, ist es gerade in der jetzigen Zeit, in der Zeitzeugen immer weniger werden, ein Besuch von Kriegsstätten und -schauplätzen wichtig. Sich mit unserer leidvollen Geschichte auseinander zu setzen, hilft hoffentlich jedem, sich daran zu erinnern, wozu Hass und Macht bestimmter Menschen führen kann. Wer einmal an den Kriegsgräbern in La Cambe oder auf dem Amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer stand, kann sich hoffentlich nie wieder Krieg wünschen und vorstellen.

Symbolbild für Frieden
Symbolbild für Frieden

Lesetipps (auf Englisch):

Meine Mitreisenden auf dieser Reise haben folgende lesenswerte Beiträge geschrieben:

Buchtipp*

Die Normandie ist übrigens aufgrund des 75. Jubiläums des D-Days laut Lonely Planet eine „Best in Travel 2019“-Region (#9). *

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Informationen zum D-Day und den Landungsstränden

D-Day Festival

Seit 2007 findet jährlich das D-Day Festival statt, dessen Programm von den Touristinformationen der Regionen der D-Day Landungsstrände entwickelt wird.

13. D-Day Festival
25.05.-16.06.2019

Website

Clip DDay Festival Normandy

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen zum D-Day bietet auch Normandie Tourisme. Leider fast alles auf Englisch oder Französisch. Deutschland ist anscheinend nicht Zielgruppe.

Es gibt außerdem Guides für Touren entlang der Landungsstrände.

Ich selbst war mit Liberation Route Europe, eine niederländischen NGO, für ihr Projekt „Europe Remembers – Celebrate 75 Years of Freedom“ im Juni 2018 in der Normandie unterwegs. Auch hier finden sich auf den Websites viele Informationen rund um den D-Day.

D-Day Museen in der Normandie

Es gibt sehr viele Sehenswürdigkeiten in der Normandie, die sich um den Zweiten Weltkrieg, D-Day und die Befreiung Europas drehen. Die wichtigsten habe ich oben im Text vorgestellt. Mehr Informationen bietet der sog. „D-Day Nomandy – Land of Liberty. Visitor’s Guide to the D-Day Landing Beaches and the Battle of Normandy“, der jährlich erscheint (auf Englisch, leider bisher nur 2018 online).

Utah Beach D-Day Landing Museum

Musée du Débarquement Utah Beach
Plage de la Madeleine
50480 Sainte-Marie-du-Mont

Website

Öffnungszeiten
  • 01.10.-31.05.: 10-18 Uhr
  • 01.05.-30.09.: 09:30-19 Uhr

geschlossen: 01.12.-25.12. sowie 31.12. und 01.01.
Ticketshop schließt eine Stunde vor Schließung des Museums

Eintrittspreise

Erwachsene: 8 Euro
Kinder (7-15 Jahre): 5 Euro
Kinder unter 7 Jahren sowie Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung: freier Eintritt

Es gibt auch Gruppenkarten.

Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1,5 Stunden

Airborne Museum – Sainte-Mère-Église

Airborne Museum
14 rue Eisenhower
50480 Sainte-Mère-Église

Website

Airborne Museum in Sainte-Mère-Église.
Airborne Museum in Sainte-Mère-Église
Öffnungszeiten
  • Mai-August: 9-19 Uhr
  • April & September: 9:30-18:30 Uhr
  • Oktober-März: 10-18 Uhr

Im Dezember und Januar geschlossen, außer während der Weihnachtsferien.
Geschlossen aber am 24., 25. und 31.12. sowie am 01.01.

Eintrittspreise

Erwachsene: 9,90 Euro
Kinder (6-16 Jahre): 6 Euro

Es gibt Familien- und Gruppenkarten.

La Pointe du Hoc

Pointe du Hoc
14450 Cricqueville-en-Bessin

Website

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Das Gelände ist das ganze Jahr frei zugänglich.
Das Besucherzentrum hat wie folgt geöffnet:

  • 16.09.-14.04.: 9-17 Uhr
  • 15.04.-15.09.: 9-18 Uhr

geschlossen am 25.12. sowie am 01.01.

La Cambe – der deutsche Soldatenfriedhof

Cimetière militaire allemand
14230 La Cambe

Mehr Informationen auf der Website von Liberation Route
Website Volksbund

Öffnungszeiten

Der Friedhof und das Besucherzentrum können kostenlos besucht werden.

  • Winter (31.10.-31.03.): 8:30-17 Uhr
  • Sommer (01.04.-30.10.): 8-19 Uhr

Samstag & Sonntag jeweils ab 9 Uhr bis 17 bzw. 19 Uhr, je nach Jahreszeit.

Normandy American Cemetery and Visitor Center – amerikanischer Soldatenfriedhof

Normandy American Cemetery
14710 Colleville-sur-Mer

Website

Öffnungszeiten

Der Friedhof und das Besucherzentrum können kostenlos besucht werden.

  • 16.09.-14.04.: 9-17 Uhr
  • 15.04.-15.09.: 9-18 Uhr

geschlossen am 25.12. und 01.01.

Letzter Einlass ist 15 min vor Schließung.

The Landings Museum – D-Day Museum Arromanches

Musée du Débarquement
Place du 6 Juin
14117 Arromanches-les-Bains

Website

D-Day-Museum in Arromanches-les-Bains.
D-Day-Museum in Arromanches-les-Bains
Öffnungszeiten
  • Februar, November, Dezember: 10-17 Uhr
  • März & Oktober: 09:30-17:30 Uhr
  • April & September: 9-18 Uhr
  • Mai-August: 9-19 Uhr

Im Januar geschlossen sowie am 24., 25. und 31.12.

Eintrittspreise

Erwachsene: 8,20 Euro
Kinder & Studenten: 6 Euro

Es gibt auch Gruppenkarten.

Batterie Longues-sur-Mer

Batterie Allemande de Longues-sur-Mer
39 Rue de la Mer
14400 Longues-sur-Mer

Mehr Informationen auf der Website von Liberation Route

Öffnungszeiten

Das Gelände ist das ganze Jahr frei zugänglich. Es empfiehlt sich aber eine Führung (Englisch/Französisch). Mehr Informationen dazu bieten die Touristinformationen.

Juno Beach Centre

Centre Juno Beach
Voie des Français Libres,  BP104
14470 Courseulles-sur-Mer

Website

Seit März 2019 gibt es eine bemerkenswerte temporäre Ausstellung zu den „Frauen des Krieges“ (Originaltitel: „Great Women during the War 1939-1945“).

Öffnungszeiten
Januargeschlossen
Februar10-17 Uhr
März10-18 Uhr
April — September09:30-19 Uhr
Oktober10-18 Uhr
November — Dezember10-17 Uhr
am 25.12. geschlossen
Tickets sind bis 45 min. vor Schließung erhältlich
Eintrittspreise
Erwachsenereduziert
Juno Beach Centre7.00 €5.50 €
Nur temporäre Ausstellung4.00 €4.00 €
Nur Juno Park*5.50 €4.50 €
Juno Beach Centre + Juno Park *11.00 €9.00 €
* ab 6 Jahren
Familien Pass (max. 2 Erwachsene and 3 Kinder über 8 Jahren)
Juno Beach Centre: 23 €
JBC + Juno Park: 35 €
Frei für 2. Weltkriegsveteranen, 2. Weltkriegswitwen, Kriegsverwundete und Kinder unter 8 Jahren
Pegasus Memorial

Mémorial Pégasus
Avenue du Major Howard
14860 Ranville

Website

Mémorial Pégasus in Ranville
Mémorial Pégasus in Ranville
Öffnungszeiten

Das Museum ist jeden Tag vom 01.02. bis zum 15.12. geöffnet.

  • 01.02.-31.03.: 10-17 Uhr
  • 01.04.-30.09.: 09:30-18:30 Uhr
  • 01.10.-15.12.: 10-17 Uhr
Eintrittspreise

Erwachsene: 8 Euro
Kinder (ab 8 Jahren) & Studenten: 5 Euro

Es gibt auch Gruppenkarten.

Liberation Route EuropeWie oben schon erwähnt, danke ich der Liberation Route für die Ermöglichung dieses Beitrags. Im Juni 2018 lud die in den Niederlanden ansässige Non-Profit-Organisation, die verschiedene Wahrzeichen des Schlachtfelds, Museen und Reiseveranstalter vertritt, mich zu einer Pressereise in der Normandie ein. In den letzten zwei Jahren bereitete sich die Liberation Route auf #EuropeRemembers vor, eine Kampagne, die den 75. Jahrestag der Invasion Frankreichs und aller Ereignisse des letzten Abschlussjahres des Zweiten Weltkriegs markiert. Die Kampagne wird bis 2020 laufen. Meine Meinung blieb davon unberührt.

Diese und viele weitere Fotos zur Pressereise finden sich auf Flickr. 

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