Das malerisches Städtchen Marling mit einer Kirche und Gebäuden mit roten Dächern liegt in einem grünen Tal, umgeben von sanften Hügeln und hohen, bewaldeten Bergen unter einem strahlend blauen Himmel. Die Landschaft ist üppig und weitläufig und spiegelt die Schönheit einer sonnigen, ländlichen Region wider.

Wein in Marling – Genussreise durch das Weindorf über Meran

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Marling bezeichnet sich selbst als Weindorf – und nach zwei Tagen vor Ort kann ich bestätigen: Das ist weit mehr als ein touristischer Beiname. Rund um den kleinen Ort oberhalb von Meran liegen zahlreiche Höfe, auf denen Wein, Obst, Spargel und andere regionale Produkte angebaut oder verarbeitet werden.

Viele der Erzeuger keltern ihre eigenen Weine, räuchern selbst, experimentieren mit Permakultur oder bringen traditionelle Gerichte aus Zutaten vom eigenen Hof auf den Tisch. Hinzu kommen überraschend viele Menschen mit interessanten Geschichten und weil Marling überschaubar ist, kennt hier gefühlt jeder jeden – oder ist zumindest miteinander verwandt.

Während meines Aufenthalts lernte ich ganz unterschiedliche Seiten des Genusses in Marling kennen: vom Mittagssnack beim Bäcker über frisch gestochenen Bergspargel und eine umfangreiche Weinprobe bis hin zum Drei-Gänge-Menü in einem vom Guide Michelin empfohlenen Restaurant.

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Warum Marling ein Weindorf ist

Marling liegt etwas oberhalb von Meran zwischen Weinbergen, Apfelplantagen und den bewaldeten Hängen des Marlinger Berges. Der Weinbau ist im Ortsbild allgegenwärtig. Neben der Kellerei Meran gibt es mehrere familiengeführte Weingüter, darunter den Popphof, Plonerhof, Pardellerhof, Hillepranterhof und weitere kleinere Betriebe.

Viele der Weine kannst Du direkt dort probieren, wo die Trauben angebaut und verarbeitet werden. Dabei geht es nicht nur um klassische Südtiroler Rebsorten wie Vernatsch oder Lagrein. Einige Winzer bauen außerdem pilzwiderstandsfähige Rebsorten an und suchen nach Möglichkeiten, den Weinbau nachhaltiger zu gestalten.

Gerade für eine Weinreise lohnt sich die Anreise ohne Auto: Hier kannst Du aktuelle Sparpreise der Deutschen Bahn nach Südtirol prüfen.*

Eine große Weinflasche mit der Aufschrift „Marling EINE CUVÉE AUS WEIN & KULTUR“ steht auf einem Holzständer mit eingraviertem Text, der auf einem Holztisch in einem modernen Raum mit Stein- und Glaselementen im Hintergrund steht.
Mottoflasche in der Touristinfo Marling

Genuss bedeutet in Marling aber nicht nur Wein. Während meiner Reise begegneten mir selbst geräucherte Wurst, hofeigene Marmeladen und Säfte, seltene Obstsorten, Marlinger Bergspargel und ein Kirschlikör mit eigener Familiengeschichte.

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Ankommen in Marling: Mittagssnack bei Mein Beck

Mein erster Weg nach meinem Besuch in Algund führte mich direkt mitten ins Ortszentrum. Direkt gegenüber der Tourist Information traf ich mich bei Mein Beck mit Hannes vom Tourismusverein zum Mittagessen.

Mein Beck ist eine zweistöckige Bäckerei mit Café und Bistro. Neben Brot und Brötchen gibt es Kuchen, Frühstück sowie kleinere Gerichte und Snacks für den Mittag. Bei schönem Wetter kannst Du außerdem gemütlich draußen auf der Terrasse sitzen.

Die Bäckerei ist modern und gemütlich eingerichtet und eignet sich gut für eine unkomplizierte Pause im Ortszentrum. Ich kaufte mir dort auch noch etwas Proviant für meine Zugfahrt, als es wieder Richtung Heimat ging. Schließlich weiß man nie, wie zuverlässig die gastronomische Versorgung auf einer so langen Bahnfahrt ausfällt.

Mein Beck – Marling

Kirchplatz 7
39020 Marling | Südtirol
Italien

Website

Öffnungszeiten:
Montag-Samstag: 06:30-18 Uhr
Sonntag: 07:30-18 Uhr

Stand: August 2026

Übernachten auf dem Bucherhof in Marling

Während meines Aufenthalts übernachtete ich auf dem Bucherhof*, einem ruhig gelegenen Bauernhof am südlichen Ende von Marling. Der Hof liegt etwas oberhalb des Ortskerns an einer Straße, die in Richtung Marlinger Berg führt. Trotzdem kannst Du von dort aus viele Ziele im Ort zu Fuß erreichen.

In dem malerischen Dorf Marling steht ein großes Gebäude im Chalet-Stil mit Holzverkleidung, das den Namen „Bucherhof“ trägt. Es gibt eine Terrasse mit rosa und weißen Tischen und Stühlen, Blumen in Töpfen und eine angrenzende Holzscheune. An einem klaren, blauen Tag scheint die Sonne hinter dem Dach hervor.
Bucherhof

Mein Themenzimmer „Birne“

Die Zimmer des Bucherhofs sind jeweils einer Frucht oder einem anderen Motiv gewidmet. Ich schlief im Zimmer Birne im zweiten Stock. Der Hof wurde 2017 umfassend umgebaut und empfängt seit 2018 Gäste in den nun acht thematischen Ferienzimmern.

Das Thema findet sich konsequent in der gesamten Gestaltung wieder. Farbe, Vorhänge, Sichtschutz im Bad und weitere Details wie z.B. der Schlüsselanhänger sind aufeinander abgestimmt. Besonders schön fand ich das handgefertigte Bett: Am Fußende ist das Symbol eingearbeitet, das dem jeweiligen Zimmer seinen Namen gibt – bei mir natürlich eine Birne.

Zum Zimmer gehörte ein geräumiger Balkon. Durch die ruhige Lage eignet sich der Bucherhof gut, wenn Du zwar in der Nähe von Meran wohnen, aber nicht mitten im städtischen Trubel übernachten möchtest.

Frühstück mit hofeigenen Produkten

Der freundlich eingerichtete Frühstücksraum befindet sich im Erdgeschoss. Eine Mitarbeiterin kümmerte sich morgens um das Buffet und bereitete unter anderem frischen Kaffee zu.

Zum Frühstück gehören auch Produkte des Hofs. Georg Ladurner baut vor allem Obst an – darunter viele Äpfel, aber auch Feigen, Kiwis und Marillen. Daraus entstehen beispielsweise Säfte und Marmeladen. Auch Hühner, Kaninchen und Schildkröten gehören zum Hof. Diese können von den Kindern gefüttert werden. Dazu gibt es einen kleinen Futterautomaten an der Straße. Die Hühner liefern außerdem die glücklichen Frühstückseier.

Bei einer Hofführung lernte ich noch eine deutlich deftigere Seite des Bucherhofs kennen. Zu den eigenen Weinen (Hauswein ist Vernatsch mit 15 % Lagrein für Farbtiefe) servierte Georg eine typische Käse- und Wurstplatte. Einen Teil der Produkte räuchert er selbst in einer Hütte oben auf dem Marlinger Berg. Den Abschluss bildete ein hochprozentiger Schnaps. Sagen wir es so: Georg und ich hatten viel Spaß und unterhielten uns auch über seine Familie und vieles mehr! Das hat mir sehr viel bedeutet, so einen guten Draht zu ihm gefunden zu haben.

Zum Hof gehört außerdem ein schön angelegter Garten mit Pool. Georg erzählte mir, dass der Pool von den Gästen erstaunlich wenig genutzt werde. Das kann ich angesichts des gepflegten Geländes und der ruhigen Lage kaum verstehen.

Ideal für: Individualreisende und Paare, die eine ruhige, persönliche Unterkunft mit herzlichen Gastgebern, hofeigenen Produkten und Wein suchen.

Du möchtest ebenfalls ruhig zwischen Weinbergen und oberhalb von Meran übernachten? Hier kannst Du aktuelle Preise und freie Zimmer im Bucherhof prüfen*.

Bucherhof – Ferien auf dem Bauernhof

Fam. Georg Ladurner
Mitterterzerstraße 21
39020 Marling | Südtirol
Italien

Website

Stand: August 2026

Marlinger Bergspargel frisch vom Tschigg-Hof

Eines meiner bodenständigsten und zugleich eindrücklichsten Genusserlebnisse erwartete mich am Tschigg-Hof. Nach einer aufregenden Serpentinenfahrt in einem Kleinwagen hoch auf 900 Meter klang bei Karl Geiser mein erster Abend in Marling aus.

Karl erzählte mir hoch oben am Marlinger Berg zunächst ausführlich von seinem Hof, der erstmals um 1600 erwähnt wurde, vermutlich aber älter ist. Außerdem sprachen wir über die damit verbundene Familiengeschichte, den Spargelanbau, die Sauerkirschen und die Geschichte des verpachteten Berggasthauses, dass die Familie 1991/92 erst aus einer alten Scheune erbaute. Aus den Kirschen entsteht unter anderem der Dessertwein „Karl’s Feine Kirsche“. Der Dessertwein enthält ca. 12,5 % Alkohol und wird aus vergorenen Kirschen süß ausgebaut.

Anschließend gingen wir gemeinsam etwas über sein Grundstück und zum Spargelfeld. Karl stach den Spargel an diesem steilen Hang hoch über Marling, der wenig später bei unserem Abendessen auf dem Teller landen sollte. Direkter kann der Weg vom Feld auf den Teller kaum sein.

Karl kam zum Spargel auf dem Tschigg-Hof eher zufällig. Ein deutscher Gast aus München erzählte vom wilden Spargel in Südtirol. Das fand Karl spannend und begann bereits vor über 35 Jahren damit, weißen und grünen Spargel zu züchten. Mittlerweile sprießt der Spargel bereits Anfang April, was für das Etschtal sehr früh ist, und Ende April hatte er schon fast 300 kg auf seinem Feld von 800-1.000 m2 Größe hoch über Meran gestochen.

Das zugehörige Berggasthaus wird mittlerweile von Florian geführt, der von den Muthöfen oberhalb von Dorf Tirol stammt und selbst Ziegen und Rinder für seine lokale Tiroler Küche schlachtet. Er servierte uns den frisch geernteten Spargel ganz klassisch mit Kochschinken, Kartoffeln und Bozner Sauce.

Ein weißes Gebäude mit rotem Ziegeldach und einem Holzzaun überragt das malerische Tal von Marling, wo sich unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken Ortschaften, Felder und Berge ausbreiten. Die üppig grüne Landschaft erstreckt sich vor einer beeindruckenden Bergkulisse.
Tschigg Gasthaus mit Terrasse und Ausblick auf Marling sowie Meran

Gasthaus Tschigg

Bergerstraße 22
39020 Marling | Südtirol
Italien

Öffnungszeiten (21.03.-16.11.2026)
Montag-Donnerstag: 10-19 Uhr
Samstag, Sonntag: 10-19 Uhr
Freitag geschlossen

Stand: August 2026

Warum es in Südtirol Bozner Sauce zum Spargel gibt

Während in Deutschland Spargel häufig mit Sauce Hollandaise serviert wird, ist in Südtirol die Bozner Sauce weit verbreitet. Dabei handelt es sich um eine kalte Sauce aus gekochten Eiern, Senf, Öl, etwas Essig und Schnittlauch.

Das Eigelb wird mit Senf, Gewürzen und Öl zu einer cremigen Sauce verarbeitet. Anschließend kommt das fein gehackte Eiweiß hinzu. Dadurch ist die Bozner Sauce kräftiger und strukturierter als eine Hollandaise, lässt dem Spargel aber weiterhin genügend Raum.

Auf einem hellen Holztisch in Marling steht ein weißer Teller mit weißem Spargel, übergossen mit Soße, dazu gekochte Kartoffeln mit Schnittlauch, ein Klecks cremiger Soße und mehrere Scheiben rosafarbener Delikatessschinken. Oben ist teilweise ein Glas Wasser zu sehen.
Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Bozener Sauce

Zum Spargel gab es bei uns Kochschinken und Kartoffeln. Das Essen war traditionell und zünftig, vor allem aber sehr lecker, aber für mich gibt es nie genug Soße. Aber dagegen konnte Florian Abhilfe schaffen. Als Abschluss folgten ein Stück Kuchen, eine Platte mit Käse, Schüttelbrot und einem Glas von Karls Kirschwein.

Falls Du die Kombination selbst ausprobieren möchtest, findest Du bei Südtirol Tourismus ein Rezept für Spargel mit Bozner Sauce.

Permakultur auf dem Paulwirterhof

Am nächsten Morgen lernte ich mit Walter Margesin gleich den nächsten Marlinger Charakter kennen. Walter ist ein Cousin von Karl – hatte ich schon erwähnt, dass Marling klein ist?

Ein Mann mit Mütze und Weste deutet auf üppige, grüne Weinreben, die an Holzspalieren in einem hügeligen Weinberg in Marling wachsen, während im Hintergrund ein strahlend blauer Himmel und schroffe Berge zu sehen sind. Der Weg neben ihm ist grasbewachsen und von weiteren Weinreben gesäumt.
Walter auf dem Paulwirterhof

Gemeinsam mit seiner Freundin Irmgard empfing er mich herzlich auf dem Paulwirterhof mit einem Stück Rhabarberkuchen und frischem Kaffee. Insgesamt umfasst der Hof etwa drei Hektar. Auf rund zwei davon beschäftigt sich Walter seit inzwischen 25 Jahren intensiv mit Permakultur. Seinen Hof führt er nach Bioland-Richtlinien.

Auf den ersten Blick wirkt das sehr steile Grundstück an der Etsch wild und beinahe ungezähmt. Doch je länger Walter durch das Gelände führte, desto deutlicher wurde: Hier ist wenig zufällig. Die Pflanzen stehen in Beziehung zueinander und übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Dazwischen summt und schwirrt es, die Vögel zwitschern in den Baumkronen.

Zwischen Kiwis und Kiwibeeren wachsen Marillen (Aprikosen), Feigen, Quitten, Pflaumen, Zwetschgen, Kaki und Birnen. Dazu kommen Zierkürbisse, Maroni, Indianerbananen, Brombeeren, Erdbeeren und etwa 70 verschiedene Apfelsorten. Statt einer gleichförmigen Plantage entsteht eine vielfältige Mischkultur. Seine Produkte, z.B. auch Dekoartikel wie Zierkürbisse, Weinkränze und Blütenzweige, verkauft er an ca. 12 Betriebe und ca. 120-150 Privatkund:innen – direkt ab Hof, über PUR Südtirol und das Biokistl (eine Art Abokiste).

Walter gibt sein Wissen inzwischen auch in Kursen weiter, unter anderem an der in der Region bekannten und beliebten Winterschule Ulten, an der er u.a. auch einst sein Wissen in Permakultur erwarb.

Was ist Permakultur?

Permakultur ist für mich eine Form der Landwirtschaft, die nicht versucht, die Natur vollständig zu kontrollieren. Stattdessen wird beobachtet, wie Pflanzen, Tiere, Boden, Wasser und Menschen zusammenwirken.

Verschiedene Pflanzen werden so kombiniert, dass sie sich möglichst sinnvoll ergänzen. Einige spenden Schatten, andere bedecken den Boden, ziehen nützliche Insekten an oder erschließen mit ihren Wurzeln unterschiedliche Bodenschichten. Organisches Material bleibt möglichst im Kreislauf und Wasser soll dort gehalten werden, wo es benötigt wird.

Eine Person, die Jeans, eine Mütze und eine Weste trägt, begutachtet große, üppig grüne Pflanzen an einem grasbewachsenen Hang in Marling. Im Hintergrund sind Berge und ein strahlend blauer Himmel zu sehen, was auf eine ländliche, natürliche Umgebung hindeutet.
Walter auf dem Paulwirterhof inmitten seiner Permakultur

Eine vielfältige Mischkultur kann widerstandsfähiger sein als eine Monokultur. Unterschiedliche Blütezeiten bieten Insekten länger Nahrung. Sträucher, alte Obstsorten, Totholz und weniger stark aufgeräumte Bereiche schaffen Lebensräume für Vögel und andere Tiere. Damit kann Permakultur sowohl zur Artenvielfalt als auch zu einem gesünderen Boden und zu einem sparsameren Umgang mit Wasser beitragen. So erntet er rund 60–70 t Äpfel und zusätzlich 26 t Obst pro Jahr.

Die sieben Zonen der Permakultur kurz erklärt

Permakulturflächen werden häufig in Zonen geplant. Entscheidend ist, wie oft ein Bereich besucht und gepflegt werden muss. Zählt man die persönliche „Zone 00“ hinzu, ergeben sich sieben Zonen:

  • Zone 00: der Mensch selbst – Wissen, Gesundheit, Bedürfnisse und Beziehungen
  • Zone 0: das Wohnhaus oder der Mittelpunkt des Hofs
  • Zone 1: häufig besuchte Bereiche wie Kräuter, Salate oder Küchenbeete
  • Zone 2: regelmäßig gepflegte Obstgärten, Beerensträucher oder Kleintiere
  • Zone 3: größere Anbauflächen für die landwirtschaftliche Produktion
  • Zone 4: nur extensiv genutzte Flächen, etwa Weiden oder bewirtschafteter Wald
  • Zone 5: möglichst unberührte Natur als Rückzugsraum und Beobachtungsfläche

Diese Zonen sind kein starres Raster. Sie helfen vielmehr dabei, Arbeitswege, Pflegeaufwand und natürliche Prozesse sinnvoll miteinander zu verbinden. Auch Walters Hof ist in diese Zonen eingeteilt bzw. aufgeteilt.

Paulwirterhof

Nörderstraße 24
39020 Marling | Südtirol
Italien

Weinprobe im Bio-Weingut Gruberhof

Der Familienbetrieb wird bereits seit 1995 nach biologisch-organischen Richtlinien bewirtschaftet. Seit dem Jahrgang 2015 werden die eigenen Weine direkt ab Hof vermarktet. Nach den Informationen meiner Führung füllen sie jährlich etwa 13.000 Flaschen ab.

Kathrin Gamper führte unsere Gruppe durch die historischen und die neueren Kellerräume. Dabei erklärte sie die Unterschiede zwischen der Herstellung von Weiß-, Rosé- und Rotwein, sprach über den Ausbau im Stahl- und Holzfass und zeigte, wie viel Arbeit zwischen dem Weinberg und der fertigen Flasche liegt. Zur Zeit der Führung Ende April wurde gerade die Abfüllung zweier Jahre vorbereitet, letztes Jahr und die für ein Jahr im Holzfass gereiften Weine aus dem Jahrgang davor. Daher standen einige mobile, temporäre Geräte im Keller, die zu einem anderen Zeitpunkt dort möglicherweise nicht vorhanden sind.

Die regulären Führungen mit Verkostung finden saisonal freitags statt und können von Urlaubsgästen gebucht werden. Aktuelle Termine findest Du beim Tourismusverein Marling.

Was sind PIWI-Rebsorten?

Der Gruberhof baut auch sogenannte PIWIs an. Die Abkürzung steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Dazu gehören beispielsweise Bronner, Souvignier Gris und Regent.

Diese Reben sind widerstandsfähiger gegenüber verbreiteten Pilzkrankheiten. Dadurch sind weniger Pflanzenschutzmaßnahmen und Fahrten mit landwirtschaftlichen Maschinen erforderlich. Das kann Pflanzenschutzmittel, Kraftstoff, Arbeitszeit und Bodenverdichtung reduzieren. Mehr über diese Rebsorten findest Du bei PIWI International.

Meine Weinprobe im Gruberhof

Auf einem Holztisch stehen fünf Weinflaschen des Gruberhofs mit illustrierten Etiketten in einer Reihe. Dahinter steht eine Person in einem gelben Hemd, von der nur der Oberkörper zu sehen ist. Die Szene ist warm beleuchtet, im Vordergrund sind leicht grüne Pflanzen zu erkennen.
Weinprobe

Wein

Meine Eindrücke

Passende Speisen

Banane, Ananas und etwas Birne; würzig, säurearm und mit mittlerem bis langem Nachhall

Aperitif, Spargel

Marille, Pfirsich und etwas Litschi; kräftiger als der Bronner, leichte Vanille und lang anhaltende gelbe Frucht

Ziegenkäse, Fondue, kräftige Gemüsegerichte, Fisch und Meeresfrüchte

sehr fruchtig mit Erdbeere, Himbeere und etwas Birne

Meeresfrüchte, Grillgerichte und viele unkomplizierte Sommerspeisen


Leicht und transparent mit Sauerkirsche, feiner Bittermandel und weichen Tanninen

Speck, Käse, Knödel, Kürbis, Pilze oder Salat mit Feta

Amarenakirsche, Rauch, Vanille und etwas Schokolade, dazu viel dunkle Frucht

Steak, Wild und gereifter Parmesan

Der Bronner gefiel mir als unkomplizierter Einstieg in die Probe. Im Duft zeigten sich Banane, Ananas und etwas Birne. Auch am Gaumen blieb vor allem die Banane präsent. Dank der geringen Säure und seiner Würze kann ich ihn mir sehr gut zu Spargel vorstellen. Er reift vom Herbst bis Frühjahr im Fass und kann dann weiter in der Flasche reifen.

Auf einem Holztisch in Marling hält eine Hand ein Glas Weißwein über ein weißes Blatt Papier. Das Glas reflektiert warmes Licht. Im Hintergrund stehen weitere Gläser, darunter eine Karaffe mit Wasser und weiße Keramikgegenstände.
Bronner im Glas

Deutlich kräftiger wirkte der Souvignier Gris. Marille und Pfirsich standen im Vordergrund, ergänzt um etwas Litschi und Vanille. Mit 14 % Alkoholgehalt ist das kein zurückhaltender Terrassenwein, sondern ein Begleiter intensiver Gerichte. Er reift teilweise im Holzfass und ist bewusst kräftiger ausgebaut als der Bronner.

Eine Nahaufnahme eines mit Weißwein gefüllten Weinglases steht auf einem marmorierten Holztisch. Das Licht reflektiert sich im Glas und in der Flüssigkeit und erzeugt helle Lichtreflexe. Im Hintergrund sind ein weißes Blatt Papier und eine Hand zu sehen, die das Glas hält.
Souvignier Gris im Glas

Der Regent Rosé war dagegen ausgesprochen fruchtig und vielseitig. Erdbeere und Himbeere bestimmten den Duft, während sich die Birne für mich stärker im Geschmack zeigte. Er wurde im Stahltank ausgebaut und auf der Feinhefe im Tank gelagert.

Eine Nahaufnahme eines leicht geneigten Weinglases, in dessen Boden sich eine kleine Menge Roséwein befindet, in dem sich eine runde Pendelleuchte und ein Fenster spiegeln. Das Glas steht auf einem Holztisch vor einem weißen Hintergrund und erzeugt interessante Reflexionen und Lichtakzente.
Regent Rosé

Anschließend folgte ein leichter Vernatsch mit Sauerkirsche, feiner Bittermandel und angenehm weichen Tanninen, ausgebaut im Stahltank. Kathrin empfahl, ihn bei etwa 14 bis 15 Grad zu servieren. Zu stark gekühlt sollte er nicht werden, da er dadurch bitterer und unharmonischer wirken kann.

Eigentlich war danach noch ein Lagrein vorgesehen. Er wird für 12 Monate im Barriquefass gelagert. Der war allerdings ausgetrunken – was vermutlich ebenfalls eine Empfehlung ist.

Ein hölzernes Weinfass steht auf einem Steinboden vor einer rustikalen Steinmauer und vermittelt den Charme der Marlinger Weinbautradition. Auf dem Fass sind die Logos von Gruberhof und Radoux, Zertifizierungssymbole sowie eine Kreidetafel mit der Aufschrift „Südtirol Lagrein 2020 4/10“ zu sehen. Dahinter ist ein weiteres Fass teilweise zu sehen.
Lagrein im Barrique

Den Abschluss bildete ein Merlot-Cabernet aus dem Jahr 2023 mit 75 % Merlot. Amarenakirsche, Rauch und Vanille dominierten für mich. Angeblich sollten sich auch weißer Pfeffer und Schokolade finden lassen. Für mich war das ein Wein für einen kühlen Abend vor dem Kamin, am besten zu Steak, Wild oder Parmesan. Auch dieser Wein lagert beim Gruberhof für 12 Monate im Barriquefass.

Eine Hand hält ein Weinglas mit einer kleinen Menge tiefroten Merlot-Cabernet-Weins aus Marling. Das Glas steht auf einem Holztisch, unter dem ein weißes Blatt Papier teilweise zu sehen ist. Auf der Glasoberfläche sind Lichtreflexe zu erkennen.
Merlot-Cabernet im Glas

Die Führung und die Verkostung haben mir großen Spaß gemacht und ich konnte mein Wissen zur Weinherstellung festigen und meinen Gaumen testen. Besonders interessant fand ich die deutlichen Unterschiede zwischen den drei PIWI-Weinen und den klassischeren Südtiroler Rotweinen.

Eine Frau in einem gelben Oberteil steht hinter einer Holztheke, auf der vier Flaschen Wein aus Marling stehen. Die Flaschen sind in einer Reihe aufgestellt und jeweils mit einem Etikett versehen. Im Vordergrund sind ein Glas Wein und eine Pflanze zu sehen. An der Wand hinter ihr hängen Schwarz-Weiß-Fotos.
Danke für die tolle Weinprobe!

BIO WEINGUT Gruberhof – Familie Gamper

Bergerstr. 7
39020 Marling | Südtirol
Italien

Website

Weinkellerführung mit anschließender Verkostung
jeden Freitag (01.03.-31.10.), 16 Uhr
Anmeldung erforderlich

Verkauf
Montag-Freitag (01.03.-31.10.): 13-15 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
01.11.-01.03. nur nach telefonischer Vereinbarung
Samstag: 08:30-12 Uhr Bauernmarkt in Meran, Galileistraße

Stand: August 2026

Du möchtest in Südtirol nicht nur Wein trinken, sondern bei einer geführten Verkostung mehr darüber erfahren? Hier findest Du aktuell buchbare Wein- und Genusserlebnisse in der Umgebung.*:

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Weitere Informationen

Abendessen im Restaurant Oberwirt

Anschließend verbrachte ich meinen letzten Abend in Marling im Restaurant Oberwirt. Das Restaurant gehört zum traditionsreichen Romantik Hotel Oberwirt* und die Küche von Werner Seidner wird im Guide Michelin als ausgewähltes Restaurant geführt und regelmäßig mit Hauben des Gault & Millau ausgezeichnet.

An einer Straßenkurve in Marling steht ein weißes, mehrstöckiges Gebäude im alpinen Stil mit einem spitzen Turmdach. Palmen und Hecken säumen die Straße. Im Hintergrund sind Berge zu sehen. Vor dem Eingang steht ein weißes Auto. Auf dem Gebäudeschild steht „Oberwirt“.
Romantik Hotel & Restaurant Oberwirt

Ich hätte mich auf ein vollständiges Überraschungsmenü einlassen können. Da es jedoch einige Lebensmittel gibt, die ich nicht mag, entschied ich mich lieber für drei selbstgewählte Gänge mit Weinbegleitung.

Bereits das Amuse-Bouche aus roter Bete sowie das Brot mit Kräuterfrischkäse stimmten auf den Abend ein.

Jakobsmuschel mit Mango und Spargel

Mein erster Gang bestand aus Jakobsmuschel mit Mango und Spargel-Panna-Cotta mit Hummer Fumé. Dazu wurde der Riesling Athos (DOC Südtirol, 2023) aus dem Weingut Eichenstein, das zum Oberwirt gehört, serviert. Der Wein brachte eine für Riesling typische, leichte Petrolnote mit und passte perfekt zum Spargel.

Die eigentliche Entdeckung des Gangs war für mich jedoch die Kombination aus Mango und Spargel. Das Zusammenspiel von Frucht, Süße und dem charakteristischen Spargelgeschmack funktionierte überraschend gut. Mango und Spargel gehören seitdem zu meinen neuen Lieblingskombinationen.

Rehrücken mit Lagrein Riserva

Als Hauptgang wählte ich den rosa gebratenen Rehrücken mit Selleriepüree, Wirsinggemüse und Trüffelkroketten an einer Cassissauce. Das Fleisch war hauchzart und die einzelnen Beilagen ergänzten es hervorragend. Hochgenuss. Ungelogen eines der besten Gerichte der letzten Jahre für mich.

Dazu gab es einen Kornell Staffes Lagrein Riserva (DOC Südtirol, 2023). Der kräftige, dunkle Südtiroler Rotwein passte sehr gut zum Wild und zu den erdigen Aromen des Gerichts.

Käse statt süßem Dessert

Zum Abschluss entschied ich mich für eine Käseauswahl “Degust” mit Feigensenf und Birnen Mostarda. Begleitet wurde sie von einem Glas PIPA, einem Likörwein aus Lagrein von Franz Gojer (Glögglhof in St. Magdalena bei Bozen), der mich in seiner Art an Portwein erinnerte. Ein komplexer Dessertwein, der sich einen guten Vintage Ruby Port zum Vorbild genommen hat. Der Exot des Weinguts.

Das Essen im Oberwirt bewegt sich preislich auf gehobenem Niveau. Dafür stimmen Küche, Ambiente und Service. Das Team war während meines gesamten Besuchs aufmerksam, zuvorkommend und ausgesprochen freundlich. Für einen besonderen Abend in Marling kann ich das Restaurant deshalb sehr empfehlen. Die Weinkarte ist ebenso herausragend (und umfangreich!) wie die Küche.

Ein Kühlschrank mit Glasfront zeigt vier Einlegeböden, die mit verschiedenen Champagnerflaschen in unterschiedlichen Formen, Größen und Folienfarben gefüllt sind und in Reihen angeordnet sind. Die Innenbeleuchtung hebt die Flaschen im Inneren hervor – wodurch eine raffinierte Mischung aus Eleganz und Festlichkeit entsteht.
Kühlschrank mit Champagner und anderen guten Sachen

Restaurant Oberwirt

St. Felixweg 2
39020 Marling | Südtirol
Italien

Website

Öffnungszeiten (Mitte März-Mitte November)
Mittags täglich 12-14 Uhr
Nachmittags täglich 14-18 Uhr
Abends täglich 18:30-21:30 Uhr

Stand: August 2026

Der WeinKulturWeg durch Marling

Wenn Du die Weintradition Marlings nicht nur im Glas kennenlernen möchtest, kannst Du den WeinKulturWeg laufen. Der Rundweg beginnt am Kirchplatz und führt über ruhige Dorfstraßen durch die Mitterterz, vorbei an mehreren Weinhöfen und der Kellerei Meran, zurück ins Ortszentrum.

Für die etwa 4,9 Kilometer solltest Du ungefähr eineinhalb Stunden einplanen. Die Wanderung ist als leicht eingestuft. Unterwegs erklären Informationsstelen die Geschichte des Weinbaus in Marling. Dazu kommen überlebensgroße historische Gegenstände wie ein Reber, ein Moster und eine Pazeide – ein altes Wein- und Messgefäß.

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Mehr Informationen

Die genaue Strecke findest Du auch direkt beim Tourismusverein Marling. Außerdem hat meine Bloggerkollegin Trickytine einen persönlichen Erfahrungsbericht über den WeinKulturWeg sowie weitere Genussadressen in Marling veröffentlicht.

Für eine längere Wanderung bietet sich zusätzlich der Marlinger Waalweg an. Er führt auf rund zwölf Kilometern von Töll über Marling und Tscherms bis nach Lana. Meine Eindrücke und Tipps für Wenig-Wanderer findest Du in meinem ausführlichen Beitrag zum Marlinger Waalweg.

Geteiltes Bild: Auf der linken Seite ist ein türkisfarbenes Bild mit den Texten „Marlinger Waalweg“ und „Erkunde den längsten Waalweg Südtirols“ zu sehen. Rechts: Ein Baum mit zwei Schildern, auf dem einen steht „Waalweg nach Lana“, auf dem anderen „Zum Blogbeitrag“. Sonnenlicht fällt durch grüne Blätter und taucht die idyllische Umgebung von Marling in warmes Licht.

Weitere Unterkünfte in Marling

Neben dem Bucherhof* gibt es in Marling Unterkünfte für sehr unterschiedliche Ansprüche und Budgets.

Romantik Hotel Oberwirt

Der Oberwirt eignet sich besonders für einen Genuss- und Wellnessurlaub. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel* liegt zentral im Ort und verbindet sein vom Guide Michelin ausgewähltes Restaurant mit dem Amadea Spa, Innen- und Außenpool sowie einer umfangreichen Weinwelt.

Zum Hotel gehört außerdem das Weingut Eichenstein, aus dem auch der Riesling zu meiner Jakobsmuschel stammte. Der Oberwirt ist meine Empfehlung, wenn Kulinarik bei Deiner Reise im Mittelpunkt stehen soll.

Ideal für: Paare, Genießer und Weinliebhaber, die eine traditionsreiche Unterkunft mit gehobener Küche und Wellness suchen.

Wenn für Dich gutes Essen genauso wichtig ist wie die Unterkunft: Preise und Verfügbarkeit im Romantik Hotel Oberwirt prüfen*.

Parkhotel Marlena – Adults Only

Das Parkhotel Marlena ist ein Vier-Sterne-Superior-Hotel* für Gäste ab 14 Jahren. Es verbindet einen großen Gartenpark mit Kunst und Architektur, Wellness, Innen- und Außenpool sowie Wein- und Ölverkostungen.

Die Kombination aus Adults-only-Konzept, Kunst, Kulinarik und Ruhe passt besonders gut zu Paaren oder Alleinreisenden, die ein klassisches Wellnesshotel mit etwas eigenständigerem Charakter suchen.

Ideal für: Paare, Alleinreisende und Ruhesuchende, die Kunst, Design, Wellness und Wein miteinander verbinden möchten.

Du suchst Ruhe, Wellness und Adults-only-Atmosphäre? Aktuelle Zimmerpreise im Parkhotel Marlena ansehen*.

Giardino Marling

Das familiengeführte Fünf-Sterne-Boutiquehotel Giardino Marling* liegt umgeben von Apfelwiesen und viel Grün. Zu den Besonderheiten gehören ein Skypool mit Blick über Meran, ein Gardenpool, Saunen sowie ein gastronomisches Angebot zwischen Südtiroler Küche und mediterraner Leichtigkeit.

Das Giardino ist die luxuriöseste dieser Hotelalternativen und eignet sich für eine bewusste Auszeit, bei der Wellness, Ruhe und Gourmetküche gleichermaßen wichtig sind.

Ideal für: Anspruchsvolle Genießer, Wellnessfans und Paare, die sich einen luxuriösen Rückzugsort mit Panoramablick wünschen.

Für eine luxuriöse Genussauszeit: Verfügbarkeit und Preise im Giardino Marling prüfen*.

Pazeider Bio- & Wellnesshotel

Das Pazeider Bio- & Wellnesshotel* verbindet Natur, Erholung und Genuss. Das Vier-Sterne-Hotel liegt inmitten von Apfelanlagen und verfügt über einen mehr als 1.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich mit Innen- und Außenpool.

Auch kulinarisch passt das Pazeider hervorragend zu einer Genussreise nach Marling: Im Bio-Restaurant werden saisonale und regionale Gerichte mit Zutaten aus eigener Erzeugung serviert. Zum Haus gehören ein Bio-Gemüsegarten, ein historischer Weinkeller und ein eigener Weinberg. Aus dessen Pinot-Noir-Trauben entsteht ein schwefelfreier Biowein.

Ideal für: Gesundheitsbewusste Genießer, Weinliebhaber und Wellnessgäste, die Bio-Küche, Natur und Erholung miteinander verbinden möchten.

Bio-Küche, eigener Weinberg und Wellness passen zu Deiner Reise? Zimmer und aktuelle Preise im Pazeider ansehen*.

Warum Genuss und Wein in Marling genau das Richtige für Dich ist

Marling ist klein (ca. 2.900 Einwohner), aber kulinarisch erstaunlich vielseitig. Innerhalb von zwei Tagen begegnete ich traditionellem Spargel mit Bozner Sauce, handwerklich erzeugten Hofprodukten, Permakultur, pilzwiderstandsfähigen Rebsorten und gehobener Südtiroler Küche.

Am stärksten in Erinnerung bleiben mir dabei die Menschen hinter den Produkten: Georg, der auf dem Bucherhof Obst anbaut, Wurst räuchert und Wein herstellt und dabei ein charmantes B&B leitet. Karl, der seinen Spargel kurz vor dem Abendessen aus dem Boden holt und mit seinen Sauerkirschen leckere Stöffchen herstellt. Walter, der seit 25 Jahren zeigt, wie vielfältig Landwirtschaft sein kann. Dazu Familie Gamper, die im Gruberhof biologische Weine zwischen Tradition und neuen Rebsorten erzeugt.

Genau diese Mischung macht Marling für mich zu einem echten Weindorf. Wein und Genuss werden hier nicht nur für Gäste inszeniert, sondern gehören zum Alltag, zur Landwirtschaft und zur Identität des Ortes.

Die vorgestellten Orte in Marling findest Du auf dieser Karte:

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Mehr Informationen

FAQ zu Genuss und Wein in Marling

Warum wird Marling als Weindorf bezeichnet?

In und um Marling gibt es die Kellerei Meran sowie mehrere familiengeführte Weingüter und Bauernhöfe, die eigene Weine produzieren. Der Weinbau prägt die Landschaft, Veranstaltungen und kulinarischen Angebote des Ortes.

Wo kann man in Marling Wein verkosten?

Wie lang ist der WeinKulturWeg Marling?

Welche Spezialität sollte man in Marling probieren?

Wo kann man in Marling auf einem Bauernhof übernachten?

Welche Ausflüge kann man in Marling und Umgebung unternehmen?

Marling ohne Auto erleben

Für meine Genussreise brauchte ich vor Ort kein Auto. Viele Ziele lagen in Laufnähe des Bucherhofs. Hannes hat mich aber mit dem Auto hoch hinauf zum Tschigg-Hof gebracht, und Walter und Irmgard haben mich am Bucherhof für den Besuch auf ihrem Hof abgeholt und wieder dorthin gebracht. Vieles ist aber auch mit dem Bus möglich.

Den Marling GuestPass erhielt ich ausgedruckt, er ist aber auch digital auf dem Smartphone abrufbar. Er umfasste die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Busse und Bahnen. Damit kannst Du beispielsweise mit dem Zug bis Meran* anreisen und von dort mit dem Bus oder der Vinschgaubahn weiterfahren.

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Für mich gehört diese unkomplizierte Mobilität zum Genuss dazu. Nach einer Weinprobe möchtest Du schließlich nicht selbst fahren müssen. Gleichzeitig kannst Du spontan entscheiden, ob Du nach dem Essen noch zu Fuß zurückgehst oder den Bus nimmst.

Ein reisebezogenes Bild mit einem zerrissenen Papierdesign. Die linke Seite zeigt eine malerische Aussicht auf eine Küstenstadt mit Dächern und dem Meer und hebt den Charme von Orten wie Nizza hervor. Auf der rechten Seite befindet sich ein Text auf Deutsch, der für Reiseplanung und -buchung wirbt, einschließlich eines Flugzeugsymbols. Der Text lautet: „ERKUNDE DIE WELT! Jetzt buchen!“ und weitere Details.

Reiseplanung – praktische Links

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Fotos: Diese und zahlreiche weitere Fotos findest Du zur Inspiration auf Flickr. Sie unterliegen meinem Urheberrecht.

Offenlegung: Ich war dank Tourismusverein Marling vom 30. April bis 02. Mai 2026 auf einer individuellen Pressereise in Marling. Meine Meinung blieb davon unbeeindruckt.


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Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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