Ein langes Wandgemälde an einer Hauswand zeigt lebhafte Szenen, darunter eine Frau mit Heiligenschein, die ihre Hand ausstreckt, eine goldene Kugel, klassische Architektur, Soldaten, historische Persönlichkeiten und rechts davon geparkte Fahrräder. Das Street-Art-Werk verbindet surreale, historische und moderne Elemente in leuchtenden Farben.

Streetart in Mailand –
Ticinese & Navigli

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Mailand – die Stadt der Mode und Fashionweeks, der teuren italienischen Haute Couture und das Zuhause von wunderschönen Menschen. Doch Mailand kann auch anders. Entdecke mit mir Streetart in Mailand in den Vierteln Ticinese und Navigli.

Dass die Stadt auch Streetart kann, bewies sie mir im September 2014, als ich für eine Woche unweit der Porta Ticinese wohnte. Rund um den Platz, zwischen dem Naviglio Grande und der Basilica di San Lorenzo, findet sich unglaubliche Streetart. Doch auch auf der Via Vigevano, die zur Porta Genova führt, wurde ich fündig.

Künstlerische Graffitis, die teilweise zum Schutz der Flächen und der Rollläden der Geschäfte angebracht wurden, um Tagging und Schmierereien zu verhindern.

An einer Straßenecke in der Stadt, umgeben von alten, mit Graffiti übersäten Gebäuden, ist lebendige Streetart zu sehen. Plakate und Aufkleber bedecken Türen und Wände. Drei Motorroller und zwei Personen – eine in einem roten Mantel, eine andere in einer orangefarbenen Hose – stehen in der Nähe. Fenster, Balkone und Straßenschilder sind zu sehen.
Ohne Streetart würde vielleicht jede Ecke so aussehen

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Eine schmale Stadtstraße mit einem hohen gelben Gebäude, das mit farbenfroher Streetart und Graffiti verziert ist, grünen Fensterläden, mit Pflanzen geschmückten Balkonen und Klimaanlagen. In der Ferne gehen einige Menschen unter einem strahlend blauen Himmel spazieren, während sich über der Straße Stromleitungen kreuzen.
Ohne Streetart würde vielleicht jede Ecke so aussehen

Dabei ist bei vielen Geschäften das Graffito auch bezeichnend für die Geschäftsnutzung. Die Eisdiele hat daher eine Waffel aufgesprüht,

Menschen gehen an einer Gelateria vorbei, deren geschlossene Rollläden mit einem blauen Himmel, einem gestreiften Sonnenschirm, einem Tisch mit Getränken und einer großen Eistüte bemalt sind – was den Eindruck lebendiger Streetart vermittelt. An der Wand des Gebäudes befinden sich ein gelbes Schild und ein roter Briefkasten. Eine städtische Straßenszene mit Fußgängern.
Eisdiele in der Nähe des Naviglio Grande, Mailand

eine andere stellt den Laden und die eigenen Gäste im Graffito dar,

Eine Straßenszene zeigt zwei Männer, die an einer geschlossenen Gelateria vorbeigehen. Der Metallrollladen der Gelateria ist mit farbenfrohen Illustrationen von Kunden und Mitarbeitern bemalt, wodurch lebendige Streetart in die Ladenfront einfließt. Die Wände sind mit Graffiti und Plakaten bedeckt; über der Szene befindet sich ein Balkon mit geöffneten blauen Fensterläden.
Eisdiele in der Nähe der Basilica of Sant’Eustorgio

das “Sergeant Pepper’s” in der Via Vetere 9 wählte passenderweise Die Beatles als Motiv für die geschlossene Bar.

Drei Metallrollläden an der Ladenfront zeigen farbenfrohe, ausdrucksstarke Street-Art-Porträts von Menschen mit großen Augen und einzigartigen Gesichtszügen. Das Gebäude hat eine rote Markise und ist vorne mit Steinpflaster versehen. An den Wänden sind einige Graffiti-Tags und Plakate zu sehen. Die Rollläden sind geschlossen.
Die Beatles Collection am Sergeant Pepper’s

Auch die Vineria 76 Salumeria hat ein passendes Motiv zur 76: John Travolta aus Saturday Night Fever.

Ein geschlossenes Ladenlokal mit dem Schild „Vineria 70 Salumeria“. Der Metallrollladen ist mit dynamischer Street-Art bemalt, die zwei tanzende Figuren und einen Plattenspieler zeigt, umgeben von bunten, strahlenförmigen Linien – ganz im Sinne der Lebendigkeit der Street-Art. Rechts befindet sich eine Glastür mit Steinrahmen.
Salumeria Night Fever

Doch in der Corso di Porto Ticinese findest Du noch viel mehr Popkulturanklänge, z.B. die Rolling Stones.

Ein Mann steht auf einem Bürgersteig neben einem grauen Roller vor einem Gebäude, das mit farbenfroher Streetart verziert ist: Ein Wandbild zeigt eine singende Frau in Schwarz-Weiß, während das andere fünf lebhafte, farbenfrohe Gesichter darstellt, die über zwei Garagentore gemalt sind. Die Wand ist orange und auf der Straße herrscht Ruhe.
The Rolling Stones

Direkt an der Basilica di San Lorenzo di Milano entdeckte ich schöne, sogar christlich angehauchte Motive, vor allem an der Mauer in der Via Pio IV.

Ein Streetart-Wandbild an einer Hauswand zeigt zwei ältere Männer: Der eine mit langen Haaren und einem Stab schreit dramatisch, der andere in königlicher Kleidung wirkt gelassen und hält einen Bischofsstab in der Hand. Eine Frau geht vorbei, im Vordergrund steht eine Straßenlaterne mit Aufklebern. Im Hintergrund sind Bäume und Fahrräder zu sehen.
Jesus Christ Superstar?
Eine Kopfsteinpflasterstraße mit Fahrradständern verläuft neben einem langen Gebäude, das mit farbenfrohen, detailreichen Street-Art-Wandgemälden verziert ist, auf denen historische und Fiktionsfiguren dargestellt sind. Im Vordergrund stehen zwei Poller, ein Mülleimer und eine Straßenlaterne. Im Hintergrund sind Bäume und weitere Gebäude zu sehen.
Mauer an der Basilica di San Lorenzo
Ein weißer Lieferwagen steht auf einer Kopfsteinpflasterstraße neben einem Metallzaun, der mit auffälliger Streetart verziert ist – einem Wandbild, das einen muskulösen, zeigenden Arm darstellt. Hinter dem Zaun vermitteln grüne Bäume sowie alte Backstein- und weiße Gebäude mit Bogenfenstern den Charme einer europäischen Stadtkulisse.
Mauer an der Basilica di San Lorenzo
Ein langes Wandgemälde an einer Hauswand zeigt lebhafte Szenen, darunter eine Frau mit Heiligenschein, die ihre Hand ausstreckt, eine goldene Kugel, klassische Architektur, Soldaten, historische Persönlichkeiten und rechts davon geparkte Fahrräder. Das Street-Art-Werk verbindet surreale, historische und moderne Elemente in leuchtenden Farben.
Mauer an der Basilica di San Lorenzo

So viel Streetart machte dann auch nicht bei der Eröffnung neuer Läden halt. Burgerläden sprießten wie Pilze aus dem Boden und das nicht nur in Mailand.

Graffiti und farbenfrohe Streetart zieren die Ladenfront: eine Kuh mit einem Surfbrett, auf dem „Burger Wave“ steht, ein Schild mit der Aufschrift „Coming Soon Burger Wave“ sowie eine Comicfigur auf einem gelben Surfbrett mit der Aufschrift „Burger Wave“. An beiden Seiten des Schaufensters sind Plakate angebracht, während die Straße leer ist.
Burger Wave

Es gab noch so viele weitere tolle Motive in Mailand zu entdecken, vor allem als ich zeitig oder spät genug durch die Straßen streifte und die Läden geschlossen waren. Viele weitere Fotos findest Du auf Flickr für einen umfassenden Eindruck. Wenn Du Zeit und Lust hast, dann sieh sie Dir an, kommentiere und bewerte sie. Ich würde mich freuen.

Eine Ladenfront aus Metall ist mit auffälligen Streetart-Wandgemälden verziert: links drei Affen, die nach dem Motto „Nichts Böses sehen, nichts Böses hören, nichts Böses sagen“ posieren, und rechts ein farbenfrohes Bild eines Mannes mit einem langen Schal, der einen Affen im Arm hält. Auf dem Schild darüber steht „Civico 82“.
Nicht sehen, nicht hören, nicht sprechen

Wer Streetart nicht so gut findet, der ist hier irgendwie fehl am Platz. Doch auch dafür hat die Mailänder Kunstszene etwas zu bieten. 😉

Auf einer glänzenden Metallkuppel auf einer Betonfläche ist oben „ORIGINALE GENIT“ eingraviert, daneben steht mit schwarzem Filzstift das Graffiti „FUCK YOU“. Der Hintergrund besteht aus einem verwitterten, schwarzen, strukturierten Querstab sowie einem fleckigen Steinpflaster.
Ohne Worte

Hoteltipp

Finde das für Dich passende Hotel in Mailand – auch in der Nähe der Graffiti*:

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Weitere Informationen

Was Du noch unternehmen kannst

Entdecke Mailand und das beliebte Viertel Navigli mit einer geführten Tour*:


Fotos: Diese und weitere Fotos sind auf Flickr zu finden. Sie unterliegen meinem Urheberrecht.

Offenlegung: Die Woche Mailand und Umgebung im September 2014 konnte Dank #blogville und dem Tourismusbord der Lombardei realisiert werden, um eine Woche wie ein echter “Mailänder” zu leben. Meine Meinung bleibt davon unberührt. Die Graffitis waren eine zufällige Entdeckung auf meinem Streifzug durch Mailand.

Dieser Beitrag wurde erstmals am 28. März 2015 veröffentlicht und zuletzt am 07. September 2026 aktualisiert.


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Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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