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Postcard of the Week - Nordwestseite des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer

Postcard of the Week: Speyer, Deutschland

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Nach drei Wochen unterwegs in Kanada hatte sich einiges an Post angehäuft, als ich nach Hause kam. Darunter auch ein paar schöne Postkarten aus aller Welt – oder auch Deutschland, wie diese aus Speyer.

Die Person hinter der Karte

Für die heutige Karte zeichnet sich wieder einmal Carlo verantwortlich, den ich fleißigen Lesern meiner Beiträge eigentlich nicht mehr vorstellen brauch. Carlo ist ein ehemaliger Studienkollege und Luxemburger Staatsbürger, ein umtriebiger Geist und fleißiger Postkartenschreiber. Er hat mir schon einige Karten fürs Blog, u.a. aus diversen Winkeln Deutschlands geschickt.

Auch die heutige Karte aus Speyer stammt von ihm.

Postcard of the Week - Nordwestseite des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer
Postcard of the Week – Nordwestseite des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer

Der Hintergrund der Karte aus Speyer

Speyer liegt am Oberrhein in Rheinland-Pfalz und ist eine kreisfreie Stadt. Sie zählt zu den ältesten Städten Deutschlands und wurde als römischer Militärposten gegründet, aus dem sich eine Siedlung entwickelte. Über die ersten Jahrhunderte nach Christus ist wenig bekannt, doch taucht die Stadt bzw. Siedlung auf diversen Karten unter verschiedenen Namen immer wieder auf. Bereits im 4. Jahrhundert soll die Stadt ein Bistum beheimatet haben, welches später erst einmal wieder unter ging.

Ab dem 7. Jahrhundert ist Speyer erneut Bischofssitz, dem Kaiser Otto der Große 969 die eigene Gerichtsbarkeit, das Immunitätsprivileg sowie die Kontrolle über Münzen und Zoll verlieh. Kaiser Konrad II. gab 1025 dann den Bau des auf der Postkarte abgebildeten Doms zu Speyer in Auftrag. Sein Ziel: die größte Kirche des Abendlandes zu erbauen. Erst unter seinem Urenkel Heinrich IV. wird der Dom 1061 eingeweiht. Doch schon 20 Jahre später ließ er einen Großteil der Kirche einreißen, um sie noch größer wieder aufzubauen.

Seit dem wurden viele Veränderungen an der Kirche vorgenommen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Bau dann reromanisiert, Fresken abgenommen (sind heute restauriert im Kaisersaal zu besichtigen) und brüchige Pfeiler aus Sandstein verstärkt. In den letzten 20 Jahren (seit 1996) wurde der Dom grundlegend restauriert und erstrahlt nun seit Ende 2015 in neuem Glanz. Die Gebeine des Gründers des Doms, Kaiser Konrad II. und seiner Nachfahren bis Heinrich V. sowie weiterer mittelalterlicher Adlige sind nach Grabungen 1900 in der neu gestalteten Krypta 1902 erneut beigesetzt worden. Davor galten sie lange als verschollen.

Die offizielle Bezeichnung des Doms zu Speyer lautet übrigens Domkirche St. Maria und St. Stephan. Sie gilt heute als die größte, vollständig erhaltene, romanische Kirche der Welt. Als solch bedeutendes Kirchengebäude verlieh Papst Pius XI. dem Dom 1925 den Ehrentitel „Basilica minor“. Seit 1981 steht der Dom zu Speyer außerdem auf der UNESCO-Welterbeliste und ist außerdem ein geschütztes Kulturgut bei bewaffneten Konflikten nach der Haager Konvention.

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