Ein rotes Banner mit der weißen Aufschrift „MICHELIN GUIDE“ über „RESTAURANT CEREMONY GERMANY 2026“, im Hintergrund ist der Umriss eines Michelin-Sterns zu erkennen.

Michelin Guide 2026: Deutschland feiert neue Michelin-Sterne in Frankfurt

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Am Dienstag, 23. Juni 2026, wurde Frankfurt am Main erneut zum Treffpunkt der deutschen Spitzengastronomie. Im Gesellschaftshaus Palmengarten versammelten sich Köchinnen und Köche, Sommeliers und Sommelièren, Gastgeber:innen und Branchenvertreter aus dem ganzen Land, um die neue Selektion des Michelin Guide Deutschland 2026 zu feiern. Anders als in den vergangenen beiden Jahren war ich diesmal nicht vor dem Livestream, sondern selbst vor Ort und konnte die emotionale Stimmung hautnah erleben.

Auf einem weißen Bild sind das Michelin-Stern-Logo, der Schriftzug „MICHELIN 2026 GERMANY“ sowie das Stadtwappen mit der Aufschrift „Stadt Frankfurt am Main“ zu sehen. Darunter steht „MICHELIN Guide Ceremony Host Partner“; alle Texte und Logos sind in Rot gehalten.

Mit Spannung wurde erwartet, welche Restaurants ihre Sterne verteidigen konnten, wer neu in den Michelin Guide aufgenommen wurde und welche Häuser den Sprung auf zwei oder sogar drei Sterne schafften. Das Ergebnis kann sich erneut sehen lassen: Deutschland zählt nun 339 Sterne-Restaurants (Vorjahr: 340) – darunter zwölf Drei-Sterne-, 48 Zwei-Sterne- und 279 Ein-Sterne-Restaurants. Gleichzeitig verabschiedet sich der Guide von den Grünen Sternen. An ihre Stelle tritt mit „Mindful Voices“ ein neues redaktionelles Konzept, das inspirierende Persönlichkeiten aus Gastronomie, Hotellerie und Weinbau in den Mittelpunkt rückt.

In diesem Beitrag nehme ich Dich mit nach Frankfurt, zeige die wichtigsten Gewinnerinnen und Gewinner der Michelin Guide Ceremony 2026, blicke auf die emotionalsten Momente des Abends und ordne die wichtigsten Entwicklungen der diesjährigen Selektion ein.

Frankfurt wird wieder zur Hauptstadt der Sterneküche

Schon vor Beginn der eigentlichen Verleihung wurde deutlich, dass die Michelin Guide Ceremony weit mehr ist als eine Preisverleihung. Im Gesellschaftshaus Palmengarten traf sich die deutsche Spitzengastronomie zum Wiedersehen, Netzwerken und Genießen. Zwischen weißen Kochjacken, Anzügen und Abendgarderobe wurde herzlich begrüßt, gelacht und gefachsimpelt – die Nervosität war dennoch spürbar. Jeder weiß zwar, wenn man eingeladen wird, gibt es etwas zu feiern. Es ist nur die Frage, was. Award, Stern oder sogar mehrere Sterne?

Ein modernes Gebäude mit großen Fenstern blickt auf einen gepflegten Garten mit Blumenbeeten, einem grünen Rasen und Bäumen. Draußen sind rote Banner und Schilder des Michelin-Führers 2026 zu sehen. Zwei Personen gehen auf einem gepflasterten Weg in der Nähe der Blumenbeete entlang.
Gesellschaftshaus Palmengarten zur Michelin-Verleihung

Kulinarisch stimmten bereits vor dem offiziellen Programm das Team des Gesellschaftshauses Palmengarten sowie das Zwei-Sterne-Restaurant Lafleur auf den Abend ein. Dazu flossen die ersten Gläser Champagner von Perrier-Jouët, während Antonius Caviar seinen Kaviar verkosten ließ. Wer früh vor Ort war, bekam so bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die deutsche Spitzengastronomie an diesem Abend noch präsentieren sollte.

Mindful Voices, NeoBiota und ein Abend mit viel Luft nach oben

Einer der für mich schönsten Momente des Abends kam recht früh – und eigentlich noch vor der offiziellen Vergabe der neuen Sterne. Erik Scheffler und Sonja Baumann vom NeoBiota in Köln stellten im Rahmen des neuen Michelin-Konzepts „Mindful Voices“ nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihren eigenen Garten und ihr sehr lokales, bewusstes Konzept vor. Damit wurde auch deutlich, wohin die Reise nach dem Ende der Grünen Sterne gehen soll: weniger Symbol, mehr Geschichten. Weniger Plakette, mehr Haltung.

Ein Mann in einem beigen Anzug interviewt auf der Bühne einen Mann in einem weißen Hemd und einem Schal sowie eine Frau in einem schwarzen Kleid. Sie stehen vor einem roten Hintergrund, auf dem teilweise weißer Text zu sehen ist. Der Interviewer hält ein Mikrofon und einen Notizblock in der Hand und blickt die beiden anderen an.
Erik & Sonja vom NeoBiota in Köln im Interview mit Aljoscha Höhn zu “Mindful Voices”

Dass ausgerechnet NeoBiota später in der Selektion der Ein-Sterne-Restaurants wieder aufgerufen wurde, freute mich ganz besonders. Das Kölner Restaurant hatte seinen Stern im vergangenen Jahr leider verloren und durfte ihn sich nun zurückholen. Für Erik Scheffler und Sonja Baumann, ihr Team und ihr Konzept war das sicherlich ein sehr emotionaler Moment.

Gleichzeitig blieb bei mir aber auch ein bitterer Beigeschmack. Sonja Baumann war die einzige Köchin des Abends, die mit einem Stern ausgezeichnet wurde. Überhaupt wurden an diesem Abend nur zwei Frauen geehrt – neben ihr Karin Weißer vom Sankt Benedikt in Aachen, die den Service Award erhielt.

Eine Gruppe von Köchen in weißen Jacken steht auf der Bühne vor einer großen roten Leinwand mit einem Michelin-Stern-Symbol, während das Publikum in einem festlichen Rahmen zuschaut und Fotos macht. Die neuen 1-Sterne-Köche von Michelin 2026.
Selektion 2026 der 1-Sterne-Köche Deutschlands

Dass Michelin für genau diesen Service Award offenbar nicht einmal einen Sponsor fand, wirkte da fast schon bezeichnend. Service ist in der Spitzengastronomie häufig weiblich geprägt, während die Küchenchefs auf den Bühnen weiterhin überwiegend männlich sind. Bis zur echten Gleichberechtigung ist es also noch ein weiter Weg.

Ein Mann in einem beigen Anzug spricht in ein Headset-Mikrofon, während er auf eine Frau mit Brille und in einem schwarzen Kleid deutet, die eine silberne Auszeichnung in der Hand hält. Sie stehen auf der Bühne vor einem roten Hintergrund bei der Michelin-Verleihung 2026, auf dem teilweise weißer Text zu sehen ist.
Karin Weißer, Sankt Benedikt, Aachen – Gewinnerin des Service Awards 2026

Positiv fiel mir dagegen auf, dass die deutsche Spitzengastronomie insgesamt vielfältiger wird. Diversität ist längst nicht mehr nur bei Spül- und Hilfskräften sichtbar, sondern zunehmend auch bei den Küchenchefs selbst. Das Einwanderungsland Deutschland zeigt sich nicht nur in den Gerichten und Einflüssen auf den Tellern, sondern immer stärker auch bei den Menschen, die diese Küche prägen. Das empfinde ich als wichtige und schöne Entwicklung.

Meine emotionalsten Momente des Abends der Michelin-Verleihung 2026

Auch abseits von NeoBiota gab es einige Momente, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Sehr gefreut habe ich mich für Nelson Müller und Erik Schmitz, die nach dem Umzug der Schote von Essen nach Bergisch Gladbach wieder einen Stern für Küche und Team erkochen konnten. Für Essen war der Verlust im vergangenen Jahr natürlich schmerzhaft – doch ganz ohne neuen Stern blieb die Stadt nicht.

Drei Männer stehen auf der Bühne vor einem roten Hintergrund. Zwei von ihnen, die weiße Kochjacken tragen, blicken zu einem Mann in einem beigen Anzug, der ein Mikrofon und ein Klemmbrett in der Hand hält. Die Köche schauen aufmerksam zu, während der Mann im Anzug offenbar etwas zu ihnen sagt oder ankündigt.
Erik Schmitz und Nelson Müllerim Gespräch mit Aljoscha Höhn

Hans Robert Lange Rodriguez holte mit seinem Teko by Lange Rodriguez einen neuen Stern nach Essen und machte diesen Verlust damit ein Stück weit wieder wett. Der Deutsch-Bolivianer steht für mich auch sinnbildlich dafür, wie gut Integration und Diversität in der Gastronomie funktionieren können. Irgendwie passt das auch perfekt ins Ruhrgebiet, diesen großen Schmelztiegel der Republik.

Fünf Männer stehen auf der Bühne vor einem leuchtend roten Hintergrund mit weißer Beschriftung. Vier von ihnen tragen weiße Kochjacken, während einer in einem beigen Anzug ein Mikrofon und ein Tablet in der Hand hält und sie interviewt oder ihnen gratuliert. Die Gruppe wirkt unter der hellen Bühnenbeleuchtung engagiert und lächelt.
Hans Robert Lange Rodriguez (2. von links), Foto: Michelin

Höchstemotional wurde es bei Tante Anna in Sprockhövel. Küchenchef Thies Henkel musste auf der Bühne erst einmal ein Tränchen verdrücken – ein Moment, der zeigte, wie viel Druck, Hoffnung und Arbeit hinter einem Michelin-Stern stecken.

Eine Gruppe von Männern in weißen Kochjacken steht auf der Bühne der Michelin-Verleihung 2026 vor einem roten Hintergrund. Ein Koch spricht in ein Mikrofon, das von einem Mann in einem beigen Anzug gehalten wird, der eine rote Karte in der Hand hält. Die anderen Köche stehen aufmerksam da, die Hände gefaltet.
Thies Henkel im Gespräch mit Aljoscha Höhn

Große Bewunderung habe ich auch für Noris F. Conrad, der mit gerade einmal 26 Jahren bereits als Sommelier im 2-Sterne-Restaurant Tantris in München arbeitet und in Frankfurt den Sommelier Award entgegennehmen durfte. Nach meiner eigenen Weinreise und meinen Weiterbildungen im vergangenen Jahr kann ich nur sagen: ein bemerkenswerter junger Mann und ein echtes Vorbild.

Endlich am Ziel: Ein Michelin-Stern für Mario Lohninger

Zu den Auszeichnungen, über die ich mich persönlich besonders gefreut habe, gehört auch Mario Lohninger, bekannt auch aus Kitchen Impossible, der Kochduellsendung von Tim Mälzer auf VOX.

Sein Restaurant Lohninger in Frankfurt erhielt endlich den ersten Michelin-Stern. Ehrlich gesagt war ich zunächst überrascht – ich war felsenfest davon überzeugt, dass er längst einen Stern besitzt. Seine Wiener Schnitzel genießen schließlich seit Jahren einen legendären Ruf und gelten für viele als die besten Deutschlands. Umso schöner, dass nun auch der Guide Michelin seine Küche entsprechend würdigt.

Überraschungen, Tränen und Standing Ovations bei den Zwei-Sterne-Restaurants

Nachdem bereits die 20 neuen Ein-Sterne-Restaurants gefeiert wurden, stieg die Spannung im Gesellschaftshaus Palmengarten noch einmal deutlich. Besonders clever hatte Michelin den Abend rund um Jens Madsen inszeniert. Zunächst erhielt der Küchenchef des erst im vergangenen Jahr eröffneten THE CLOUD by Käfer in der Münchner BMW Welt den Opening of the Year Award.

Kaum hatte er diesen entgegengenommen, machte Moderator Aljoscha Höhn ihn auf einen geheimnisvollen Umschlag aufmerksam, der unter (s)einem Stuhl angebracht war. Darin wartete die eigentliche Überraschung: THE CLOUD by Käfer steigt direkt mit zwei Michelin-Sternen in die Spitzengastronomie ein. Ein sichtlich überwältigter Jens Madsen konnte seine Emotionen kaum verbergen.

Zwei Männer in hellen Anzügen stehen auf der Bühne vor einem roten Hintergrund. Der eine hält dem anderen ein Mikrofon hin, der sichtlich bewegt ist und sein Gesicht mit der Hand bedeckt. Im Vordergrund ist die Silhouette eines Fotografen zu sehen, der diesen Moment bei der Michelin-Verleihung 2026 festhält.
Jens Madsen sichtlich bewegt

Auch Frankfurt durfte anschließend noch einmal jubeln. Das erst vor knapp einem Jahr eröffnete RAUSCH wurde ebenfalls direkt mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Als Gastgeberstadt ließ sich das Publikum diesen Moment natürlich nicht nehmen und spendierte dem heimischen Restaurant noch einmal besonders kräftigen Applaus.

Doch Michelin hatte noch eine weitere Überraschung vorbereitet. Zunächst wurde die Mühle in Schluchsee für ihren erneuten Aufstieg auf zwei Sterne geehrt, nachdem sie letztes Jahr einen verloren. Anschließend bat Aljoscha Höhn den ehemaligen Küchenchef Niclas Nußbaumer zum Gespräch und fragte ihn, ob er sich über den Erfolg seines früheren Restaurants freue.

Natürlich war schnell klar, dass dahinter mehr steckte. Nach seinem Wechsel nach Frankfurt und der Eröffnung des the dune im Dezember durfte auch er direkt zwei Michelin-Sterne entgegennehmen. Während auf der Bühne noch gratuliert wurde, brach auf der Balustrade des Gesellschaftshauses großer Jubel aus: Sein Team, das später die Gäste kulinarisch verwöhnen sollte, feierte den doppelten Sterngewinn ausgelassen.

Ein Abschied und ein neuer Stern am Gourmethimmel

Bevor Michelin die neuen Sterne-Köche bekanntgab, gehörte der größte Applaus des Abends einem Mann, der gar keinen neuen Stern mehr gewinnen konnte. Nach 25 Jahren endet mit Sven Elverfeld eine der erfolgreichsten Karrieren der deutschen Spitzengastronomie.

Sein Restaurant Aqua in Wolfsburg hat inzwischen die Türen geschlossen, der Drei-Sterne-Koch verabschiedete sich bereits vor der Verleihung von seiner aktiven Laufbahn. Die Standing Ovations im Palmengarten zeigten eindrucksvoll, welchen Respekt sich Elverfeld in der Branche erarbeitet hat. Erst 2024 war er mit dem Michelin Mentor Chef Award ausgezeichnet worden (Foto: Michelin).

Mentor Chef Award, Michelin Guide 2024 - Laudator Wolfgang Theis (links), Sven Elverfeld mit Award und Moderator Aljoscha Höhn (rechts).
Michelin Mentor Chef Award 2024

Sein Nachfolger im Kreis der Drei-Sterne-Restaurants hätte emotionaler kaum sein können. Daniel Schimkowitsch führte das L.A. Jordan in Deidesheim zum dritten Michelin-Stern und damit in die höchste Liga der deutschen Spitzengastronomie. Im Interview sprach er offen darüber, dass sein Team in den vergangenen Jahren „viel Scheiße fressen musste“.

Umso größer war die Erleichterung, als der dritte Stern endlich Gewissheit wurde. Kaum war die Auszeichnung verkündet, sprang Schimkowitsch voller Freude von Interview zu Interview durch das Gesellschaftshaus – als hätte jemand sämtliche Anspannung der vergangenen Jahre mit einem Schlag von ihm abfallen lassen.

Drei Personen stehen in einem Raum mit rosa Beleuchtung und großen Fenstern und unterhalten sich. Ein Mann trägt eine weiße Kochjacke, ein anderer hält ein Mikrofon in der Hand, und eine Frau in einem schwarzen Kleid hält eine Mappe in der Hand. Im Hintergrund sind Bühnenbeleuchtung und leere Stuhlreihen zu sehen.
Daniel Schimkowitsch im Interview nach der Zeremonie

Bemerkenswert ist diese Auszeichnung auch aus einem anderen Grund: Nach mehreren Drei-Sterne-Neuzugängen in den großen Metropolen rückt mit Deidesheim wieder eine eher ländlich geprägte Weinregion in den Mittelpunkt der deutschen Spitzengastronomie. Ein schönes Signal dafür, dass kulinarische Weltklasse längst nicht nur in den Großstädten zu Hause ist.

Eine Gruppe von Köchen und Moderatoren steht lächelnd auf der Bühne unter grellen Scheinwerfern vor einer großen roten Leinwand, auf der das Logo des Michelin-Führers zu sehen ist, während das Publikum zusieht und die Menschen die Szene fotografieren. Die aktuellen 3-Sterne-Köche von Michelin 2026.
Die 3-Sterne-Köche Deutschlands 2026

Ein Abend, der noch lange nicht zu Ende war – die Michelin Afterparty 2026

Mit der letzten Auszeichnung endete der Abend noch lange nicht. Im Gegenteil: Erst danach begann der entspannte Teil der Michelin Guide Ceremony. Verschiedene Küchenteams verwandelten den Palmengarten in eine kulinarische Genussmeile. Unter anderem richteten das frisch mit zwei Sternen ausgezeichnete the dune aus Frankfurt, das Lafleur, die Villa Merton und der Bornheimer Ratskeller kleine Gerichte für die Gäste.

Der Gewinner des Exceptional Cocktails Awards aus dem vergangenen Jahr, Michele Heinrich, YALDY, mixte mit seinem Team Cocktails, das Michelin-Männchen stand geduldig für Erinnerungsfotos bereit, Live-Musik sorgte für eine lockere Atmosphäre, Kaviar schmeckte und der Champagner floss weiterhin reichlich. Die Anspannung des Abends wich langsam einer großen gemeinsamen Feier der deutschen Spitzengastronomie.

Gerade diese Momente abseits der Bühne bleiben oft am längsten in Erinnerung. Christoph Rüffer vom Hamburger Haerlin schenkte mir kurzerhand ein Wasser ein, als der Service unten schon nicht mehr anwesend war, während später Marco Müller vom Berliner Rutz direkt an meinem Stehtisch sein Wagyu “bekämpfte”. Statt über Sterne oder Auszeichnungen unterhielten wir uns plötzlich über “verlorene Eier in Senfsoße” (Œur à la Russe) – und genau solche kleinen Begegnungen machen deutlich, wie nahbar viele der großen Namen der deutschen Spitzengastronomie trotz aller Auszeichnungen geblieben sind.

Auf fünf weißen Tellern liegt jeweils ein runder Boden, auf dem gelber Kartoffelbrei in Spritzmustern angerichtet und mit Kräutern garniert ist. Das Gericht liegt in einer cremigen Soße mit grünen Sprenkeln. Auf einer Portion liegt ein goldbrauner Chip. Die Teller sind ordentlich auf einer weißen Fläche angeordnet.
Verlorene Eier oder schicker: Œuf à la Russe, Bio-Ei, Eigelbcrème, Senf-Dill-Soße, Kartoffelchip

Als ich schließlich spätabends den Palmengarten verließ, lag ein langer, heißer und ereignisreicher Sommertag hinter mir. Vor allem aber blieb das Gefühl, dass der Michelin Guide weit mehr ist als eine Sammlung von Sternen. Hinter jeder Auszeichnung stehen Menschen, Geschichten, Leidenschaft und unzählige Stunden harter Arbeit. Genau das wurde in Frankfurt an diesem Abend eindrucksvoll sichtbar.

In der Abenddämmerung erstrahlt ein modernes Gebäude mit großen Glasfenstern im Obergeschoss in rotem, orangefarbenem und gelbem Licht. Im Erdgeschoss sind die Fenster beleuchtet, und es gibt Sitzgelegenheiten im Freien. Vor dem Gebäude befindet sich eine kreisförmige Rasenfläche, die von Bäumen gesäumt ist.
Gesellschaftshaus Palmengarten am Abend

Damit gingen die Feierlichkeiten zur Selektion 2026 des Michelin Guides im Palmengarten Frankfurt zu Ende. Alle Restaurants sind in der Onlineversion sowie in der App enthalten, die gedruckte Ausgabe des Michelin Guides erscheint am 27. Juli 2026.

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Fotos: Wenn nicht anders angegeben, unterliegen die Fotos meinem Urheberrecht. Alle weiteren Fotos aus 2026 sowie Symbole/Logos stammen direkt aus dem Michelin Pressebereich und unterliegen dem Urheberrecht von Michelin bzw. des Michelin Guides und deren Partner:innen.
Alle meine Fotos des Abends kannst Du zur Inspiration auf Flickr finden.

Offenlegung: 2023 wurde ich im Rahmen einer Pressereise nach Karlsruhe eingeladen und wurde auch für die Vergabe der Michelin-Sterne akkreditiert. 2024 und 2025 wurde ich leider nicht akkreditiert, doch 2026 konnte ich in Frankfurt wieder dabei sein. Meine Meinung blieb davon unbeeindruckt. Anreise und Übernachtung habe ich privat getragen.


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Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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