Wilhelmshaven: Am Deich eine frische Brise um die Nase wehen lassen

Letzte Woche war ich mal wieder auf einem BarCamp unterwegs. BarCamps sind tolle Veranstaltungen, die es zu den unterschiedlichsten Themen gibt. In Wilhelmshaven am Jadebusen (Nordsee) hatte ich ein Ticket für das Tourismuscamp, welches die letzten Jahre sonst immer in Eichstätt stattfand. Sonntag ergab sich auch die Chance, ein wenig Zeit am am Meer zu verbringen und den Kopf freizubekommen.

Kaiser-Wilhelm-Brücke

Mit der Buslinie sechs bin ich direkt vom Veranstaltungsort (Jade Hochschule) zur Haltestelle Kaiser-Wilhelm-Brücke (KWB) gefahren. Von dort aus waren es nur wenige Schritte zur Kaiser-Wilhelm-Brücke, dem Wahrzeichen von Wilhelmshaven seit 110 Jahren.

Kaiser-Wilhelm-Brücke vom Südstrand aus

Kaiser-Wilhelm-Brücke vom Südstrand aus

Die Brücke ist immer nur von einer Seite mit dem Auto befahrbar, eine Ampel regelt den Verkehr. Auch für Fußgänger und Radfahrer ist die Brücke freigeben und wird von den Einwohnern und Besuchern der Stadt rege genutzt. Bei Bedarf kann sie seitlich gedreht werden, um Schiffe hindurch zu lassen. Die Brücke ist die schnellste Verbindung zum Südstrand (eigentlich ein Wiesenstreifen).

Ampelanlage an der Kaiser-Wilhelm-Brücke

Ampelanlage an der Kaiser-Wilhelm-Brücke

Eindrucksvolle Stahlkonstruktion

Eindrucksvolle Stahlkonstruktion

Von hier gelangt man auch schnell zum Deutschen Marinemuseum, zum Aquarium oder zum Besucherzentrum des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, wofür mir einfach die Zeit fehlte.

Museumshafen

Von der Bushaltestelle ist es übrigens auch nicht weit bis zum Bontekai, an dem zur Zeit drei Museumsschiffe liegen. Neben dem Feuerschiff “Weser” und dem Tonnenleger “Kapitän Meyer” liegt seit dem 25. Januar 2017 auch die “Arche Noah” vor Ort – ein Museum für Alt & Jung. Sie wird voraussichtlich vier Wochen in Wilhelmshaven zu besichtigen sein.

Feuerschiff Weser am Bontekai

Feuerschiff Weser am Bontekai

Auf der anderen Seite der Kaiser-Wilhelm-Brücke liegt der eigentliche Museumshafen, der zum Deutschen Marinemuseum gehört. Leider hatte ich dafür nicht genügend Zeit im Gepäck. Dabei mag ich solche Museen sehr gern. Dort vor Ort liegt auch der Zerstörer “Mölders”, ein ehemaliges Kriegsschiff der Bundesmarine/Deutschen Marine (Lenkwaffenzerstörer).

Museumshafen Wilhelmshaven mit der "Mölders"

Museumshafen Wilhelmshaven mit der “Mölders”

Südstrand

Hier flaniert man an der Jade bzw. dem Jadebusen entlang und kann sich eine frische Brise um die Nase wehen lassen. Außerdem sind hier einige Hotels und Gastronomie angesiedelt – im Sommer bestimmt ein schönes Eckchen. Im Sommer ist die Wiese gefüllt mit Badegästen und Strandkörbe stehen in Reih und Glied. Am Sonntag waren einige Spaziergänger unterwegs, Hunde spielten miteinander und für einen Moment ließ sich auch die Sonne blicken. Dazu gesellte sich ein skurriles Pärchen, welches mit seinem Frettchen Gassi ging.

Südstrand Wilhelmshaven

Südstrand Wilhelmshaven

Unweit der Strandpromenade befindet sich übrigens seit dem Jahr 2000 auf dem Fliegerdeich des Südstrandes ein imposantes Kunstwerk – die Windwächter. Die Skulpturen sind etwa sieben bis neun Meter hoch und wurden vom Wilhelmshavener Künstler Klaus Evenburg gestaltet.

Windwächter

Windwächter

Fazit

Die kleine Stadt Wilhelmshaven ist vielleicht nicht das beliebteste Ausflugsziel. Aber für einen Wochenendabstecher ans Meer, wenn man den Kopf freibekommen und Meeresluft schnuppern möchte, ist es perfekt. Es ist nicht überlaufen und perfekt für Menschen, die sich einfach mal zurückziehen wollen.

Diese und weitere Bilder sind unter CC-Lizenz auf Flickr zu finden.

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund, Deutschland und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Sie bloggt auf Deutsch und über Reisen seit 2013.
2017 startete sie auch ein englisches Reiseblog.