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Powis Castle und Gärten

Roadtrip durch North Wales: Elan Valley & Powis Castle

Pressereise ohne Bezahlung

Der letzte Tag meines Roadtrips durch den Norden von Wales ist angebrochen. Am Abend geht es von Manchester wieder zurück nach Deutschland. Nur wenige Stunden bleiben noch, um – nach Schlössern, schroffen Bergen und einen Tag am Meer – die faszinierende Landschaft von North Wales (und eigentlich auch Mid Wales) aufzusaugen.

Elan Valley

Nach dem Checkout in der Nanteos Mansion in der Nähe von Aberystwyth fahren wir nach Elan Valley, ein landschaftlich reizvolles Tal in der Grafschaft Powys. In der Nähe befindet sich übrigens der kleine Ort Rhayader, der sich gut als Ausgangspunkt für Touren durch das Tal eignet. Es soll wohl auch eine wagemutige einspurige Straße zur Devil’s Bridge geben.

Caban Coch Damm, Elan Valley
Caban Coch Damm, Elan Valley

Malerisch ist es im Elan Valley, das Teil der Cambrian Mountains (lat. Cambria für Wales) ist. Sanfte Hügel und steile Täler wechseln sich ab. Dazu kommen eine Reihe von Stauseen und Staudämme aus dem späten 19. Jahrhundert, die aufgrund der Lage und Beschaffenheit als Wasservorrat für die aufstrebende Industriestadt Birmingham diente. Auch heute ist es noch eine wichtige Wasserquelle für die Stadt und die West Midlands von England. Wasser hat Elan Valley genug – auf 180 Quadratkilometern erstreckt sich der “Welsh Lake District”.

Am Stausee im Elan Valley
Am Stausee im Elan Valley

An diesem Morgen stoppen wir zuerst am Besucherzentrum. Es ist der perfekte Ausgangspunkt für das Tal und seine sechs Staumauern und Stauseen. Nicht weit entfernt steht der erste Damm – Caban Coch Damm. Er ist der unterste der Dämme. An diesem Tag ist der Wasserstand niedrig, kein Wasser läuft über die 37 m hohe Staumauer hinunter. Wenn viel Wasser gefallen ist – und hier regnet es überdurchschnittlich viel im Vergleich zum Beispiel zu London – dann fungiert der Damm wie ein natürlicher Wasserfall. Das muss ein unglaublich tolles Bild abgeben.

Brücke über den Fluss
Brücke über den Fluss

Doch auch so ist der Staudamm eine Erkundung wert. Ein Wanderweg führt hinauf. Da mich der Muskelkater vom Vortag quält, bleibe ich an den alten Gebäuden zurück und genieße einfach das schöne Wetter, die Landschaft und andere Gäste. Auch schlendere ich noch mal Richtung Visitor Center und bummele durch den Shop und das Café. Draußen gibt es auch noch einiges an Kunst zu entdecken, doch all zu viel Zeit bleibt hier nicht mehr.

Kunst vor dem Visitor Center
Kunst vor dem Visitor Center

Powis Castle

Auf dem Weg durch Wales Richtung Manchester und dem Flughafen, der leider das Ende meines Roadtrips markiert, halten wir in der größten Grafschaft von Wales und seinem gleichnamigen Schloss: Powis/Powys. Der Name geht auf ein altes walisisches Königshaus zurück, dass im 12. Jahrhundert seine größte Macht hatte. Doch mit der Eroberung von North Wales durch Edward I. konnten auch sie nicht mehr lange ihre Macht halten.

Powis Castle und Gärten
Powis Castle und Gärten

In der Nähe von Welshpool liegt das mittelalterliche Schloss Powis Castle auf einem Felsvorsprung. Es gilt als eines der besterhaltenen Schlösser Wales – auch durch die geschickte Politik der Earls of Powis. Doch bekannt ist es vor allem wegen seiner Gärten. Beeindruckende barocke Gärten mit französischen und italienischen Einflüssen, die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Dazu kommen zahlreiche Bleistatuen und eine Orangerie auf den Terrassen. Hier konnte ich auf die weite Landschaft rund ums Schloss herab schauen – beeindruckend schön.

Im Innenhof von Powis Castle - mit Bleistatue
Im Innenhof von Powis Castle – mit Bleistatue

Im Schloss und in den Gärten hätte ich durchaus noch sehr lange ausharren können. Die Räume sind wunderbar wohnlich eingerichtet und lassen viel vom Leben im Schloss erahnen. Auch die Gesinderäume geben spannende Einblicke und ein wenig fühle ich mich wie bei Downton Abbey.

In der alten Küche
In der alten Küche

Für mich war aber weder das Schloss mit seinen zahlreichen Räumen noch die Gärten mit all den wunderbaren Pflanzen das Highlight, sondern das Pfauenpärchen am Eingang. Nicht nur ich war beeindruckt davon. Jeder schaute sich nach dem Pfau um, nur die Pfauendame war wenig beeindruckt von ihrem bunten Partner. Nicht mal, als er dann sogar für sie sein Rad schlug. Wahrscheinlich macht der Kerl das ständig und der Effekt hat sich abgenutzt. ;)

Pfau vor Powis Castle
Pfau vor Powis Castle

Mit diesen wunderbaren Erinnerungen ging es wieder “on the road” und zurück nach Manchester. Doch Wales wollte mich nicht loslassen. Nicht nur gedanklich, denn der Flieger nach Düsseldorf verspätete sich noch ein ganzes Weilchen… eindeutig ein Zeichen!

Mehr zu North Wales auch im ersten, zweiten und dritten Teil des Roadtrips.

Weitere Lesetipps:

Diese und weitere meiner Fotos aus Wales findest Du auch auf Flickr.

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Pinterest Grafik Wales Roadtrip Tag 4

Den Roadtrip unternahm ich mit einigen Journalisten und Bloggern als Pressereise auf Einladung von Visit Britain und Visit Wales. Meine Meinung bleibt davon unbeeindruckt. 

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