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Karte der Innenstadt von Karl-Marx-Stadt Chemnitz

Postcard of the Week: Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Deutschland

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Vor Kurzem erreichten mich wieder einige schöne Postkarten von euch, meinen lieben Lesern. Darunter war eine lustige Karte aus der Vergangenheit, von Regine aus Berlin geschickt. Die Rückseite zeigt eine Karte der Innenstadt von Karl-Marx-Stadt, die seit der Wiedervereinigung wieder Chemnitz heißt.

Die Person hinter der Karte

Regine und ich kennen uns aus diesem Internet, planen aber gemeinsam eine Reise von Flensburg an den Bodensee – mit dem Fahrrad; also Regine, nicht ich. Ich sollte das Begleitfahrzeug für Regine und ihre Begleitung fahren. Dabei hätte ich das Fahrzeug auch parallel gut nutzen können, um Material fürs Blog zu recherchieren. Wann macht man schon mal einen Roadtrip durch ganz Deutschland? Leider ist ihre Begleitung abgesprungen und mir fehlt der fahrbare Untersatz für die Tour, so dass ich mit meiner Teilnahme an der Tour, die für September 2015 geplant ist, hadere. Doch vielleicht findet sich bis dahin noch ein Partner.

Karte der Innenstadt von Karl-Marx-Stadt Chemnitz
Karte der Innenstadt von Karl-Marx-Stadt

Hintergrund der Postkarte aus Karl-Marx-Stadt

Regine fand diese Karte 1992 auf ihrer Reise nach Chemnitz, also zwei Jahre nach der Umbenennung der Stadt. Die wichtigsten Bauten der Innenstadt entlang des Flusses Chemnitz sind auf der Karte zu erkennen. Die Karte aus sozialistischen Zeiten zeigt dabei das Marx-Engels-Denkmal sowie das berühmte Karl-Marx-Monument an der Ecke Brückenstraße/Straße der Nationen. Zu DDR-Zeiten hieß die Brückenstraße daher auch Karl-Marx-Allee. Auch andere Straßen mit sozialistischen Helden im Namen heißen heute nicht mehr so wie auf der Karte, z.B. die Wilhelm-Pieck-Str. ist heute die Theaterstraße, die Otto-Grotewohl-Straße ist nun die Bahnhofstraße.

Chemnitz oder Karl-Marx-Stadt, Hauptsache Sehenswürdigkeiten

Doch auch wenn das Karl-Marx-Monument eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Chemnitz ist, so hat die Universitätsstadt in Sachsen doch einiges mehr zu bieten. Die 1143 erstmals urkundlich erwähnte Stadt bietet Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter, wie z.B. den Roten Turm, aber auch Häuser mit schönen Barockfassaden, wie z.B. das Siegertsche Haus am Markt. Wer ein Herz für Architektur hat, der sollte an den Jugendstilvillen Esche und Koerner des Architekten Henry van de Velde in Chemnitz-Kapellenberg vorbei schauen. Oder wie wäre es mit einem Spaziergang am Schloßteich?

Ich selbst kann mich nicht an Chemnitz erinnern. Wir sind da ab und zu durch- bzw. vorbei gefahren, als ich klein war und wenn es Richtung Tschechische Republik bzw. Ungarn ging. Doch eigentlich zog es mich als Kind schon nach Karl-Marx-Stadt. Dort stand das uns am nächsten gelegene Eissportzentrum der DDR – und Dank Katarina Witt wollte ich als kleines Mädchen eine Eisprinzessin werden. Wie saß ich immer fasziniert vor dem Fernsehen, wenn unsere Kati Witt ihre Pirouetten auf dem Eis drehte. Die schönen Kostüme und Frisuren, die Leichtigkeit, die sie auf dem Eis ausstrahlte – das alles wollte ich auch. Auch wenn ich total unsportlich bin: träumen war auch in der DDR erlaubt.

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