Die Neue Synagoge in Berlin besticht durch eine große, kunstvoll verzierte goldene Kuppel über einer Fassade aus rotem Backstein. Links davon steht unter einem wolkigen grauen Himmel ein weißes Wohnhaus mit rotem Ziegeldach.

Jüdische Spuren in Deutschland: Geschichte entdecken, jüdisches Leben kennenlernen – ein Roundup

Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
Du befindest Dich hier Startseite » Reisen » Europa » Deutschland » Jüdische Spuren in Deutschland: Geschichte entdecken, jüdisches Leben kennenlernen – ein Roundup

Eine Synagoge mitten in der Altstadt, ein jüdischer Friedhof hinter einer unscheinbaren Mauer oder ein Museum, das eine einzelne Lebensgeschichte erzählt: Jüdische Spuren in Deutschland begegnen Dir an ganz unterschiedlichen Orten. Manche gehören zu den bekannten Stationen eines Städtetrips. Andere liegen nur wenige Straßen entfernt und bleiben dennoch leicht unbemerkt.

Auf meinen Reisen nehme ich mir zunehmend Zeit für diese Orte. Mich interessiert, wie Jüdinnen und Juden Städte und Dörfer geprägt haben, welche Geschichten Gebäude und Friedhöfe bewahren und wo Du heute jüdisches Leben kennenlernen kannst. Dabei führen die Wege zu Religion, Kunst und Alltagskultur ebenso wie zu Ausgrenzung, Verfolgung und den Verbrechen der Shoah. Auch in meiner Heimatstadt Delitzsch und meiner Wahlheimat Dortmund entdecke ich dabei immer wieder Zusammenhänge, die mir bisher unbekannt waren.

Für diesen Beitrag habe ich andere Reiseblogger:innen eingeladen, ihre Erfahrungen und die von ihnen besuchten Orte beizusteuern. Zusammen mit meinen eigenen Entdeckungen ist eine Sammlung entstanden, die Dich von Friedrichstadt und Berlin über Erfurt und die SchUM-Städte bis nach Rothenburg ob der Tauber, Augsburg und Tuttlingen führt. Bekannte Synagogen, Museen und Gedenkstätten stehen neben weniger bekannten Orten. Die persönlichen Einblicke sollen Dich neugierig machen, Fragen aufwerfen und Dir Anregungen geben, jüdische Geschichte und Gegenwart auf Deinen eigenen Reisen bewusster wahrzunehmen.

Dieser Beitrag kann Affiliate-Links (Werbelinks) enthalten. Meist sind diese mit einem Sternchen * gekennzeichnet. Wenn Du darüber etwas buchst, erhalte ich zum Dank eine kleine Provision. Es entstehen Dir keine Zusatzkosten, es hilft aber, die Seite weiterhin zu betreiben. Danke!

Friedrichstadts Sonderrolle in der jüdischen Geschichte des Nordens

Schon beim ersten Schritt durch die kopfsteingepflasterten Gassen spürst Du, dass diese nordfriesische Grachtenstadt anders tickt.

Bereits ab 1675 war Friedrichstadt ein Zufluchtsort: Über Generationen war es die einzige Stadt in den Herzogtümern Schleswig und Holstein, in der Jüdinnen und Juden vollkommen legal Land erwerben, Synagogen bauen und ihren Glauben leben durften. Genau diese Vergangenheit macht die Spurensuche hier so tiefgründig und authentisch.

Historische Gedenkorte fühlen sich oft kühl und steril an. Die Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge am Binnenhafen 17 bricht dieses Muster. Außen erzählt die Fassade ungeschminkt vom Brandanschlag der Pogromnacht 1938 und dem späteren Umbau zum Wohnhaus; innen pulsiert heute lebendige Gegenwart.

Ein helles Backsteingebäude mit einem orangefarbenen Ziegeldach, fünf Bogenfenstern und einer zentralen schwarzen Doppeltür. Davor steht ein silbernes Auto, rechts ist ein Straßenschild zu sehen.
Friedrichstadt Synagoge

Auf der früheren Frauenempore führt eine dichte Ausstellung durch das Alltagsleben der einstigen Gemeinde, während im Hauptsaal regelmäßig Lesungen und Konzerte stattfinden.

Folge dem Weg hinaus zum alten jüdischen Friedhof am Treenedeich. Unter windgebeugten Bäumen ragen historische Grabmale auf, deren filigrane hebräische Schriftzüge in Sandstein den Gezeiten trotzen. Ein Ort von rauer, würdevoller Poesie.

Unter den Zweigen einer großen Weide liegt ein kleiner, historischer Friedhof. Verwitterte Grabsteine sind über das sonnenbeschienene Gras verstreut, und ein aufrecht stehender schwarzer Grabstein befindet sich in der Nähe des Baumstamms.
Alter jüdischer Friedhof, Friedrichstadt

Wenn Du tiefer eintauchen willst, bietet die Stadt spezialisierte thematische Rundgänge zur jüdischen Historie an. Alle Termine und Anmeldemöglichkeiten findest Du direkt auf der Seite vom Tourismusverein Friedrichstadt.

Friedrichstadt hat noch weit mehr Facetten. Wenn Du wissen willst, was hinter den holländischen Renaissance-Giebeln, den historischen Grachten und dem Kopfsteinpflaster steckt: Alle unverzichtbaren Kultur-Highlights, Architektur-Geheimtipps und Klassiker für Deinen Trip findest Du in Nicolos Übersicht zu den schönsten Friedrichstadt Sehenswürdigkeiten.

Osnabrück: Jüdische Geschichte im Felix-Nussbaum-Haus

Am westlichen Rand der Osnabrücker Altstadt begegnet Dir jüdische Geschichte durch die Bilder eines Menschen: Im Felix-Nussbaum-Haus lernst Du das Leben und Werk des jüdischen Malers kennen, der in Osnabrück aufwuchs und 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Bei meinem Besuch gehörte das Museum zu den Stationen, für die ich Dir ausdrücklich Zeit empfehlen möchte.

Ein braunes, kantiges Gebäude in Osnabrück besticht durch seine gezackten, asymmetrischen Fenster und liegt inmitten eines Parks. Kahlen Baumzweige ragen über das moderne Bauwerk hinweg, das neben einem älteren Backsteingebäude steht, und ein gepflasterter Weg führt zu einem schräg angeordneten, zurückgesetzten Eingang.
Eingang zum Felix-Nussbaum-Haus

Schon der außergewöhnliche Bau von Daniel Libeskind fällt auf. Im Inneren beherbergt das Museum die weltweit größte Sammlung von Werken Nussbaums. Viele seiner Bilder entstanden im belgischen Exil und erzählen von Ausgrenzung, Flucht und der Bedrohung durch den Nationalsozialismus. Besonders eindringlich ist sein Selbstporträt mit Judenstern und Ausweis: Nussbaum gibt der Verfolgung ein Gesicht – sein eigenes.

Ein gerahmtes Gemälde, das einen Mann mit Hut und hellbraunem Trenchcoat zeigt, der einen gelben Davidstern am Revers trägt. Er hält einen Ausweis hoch und blickt vor dem Hintergrund einer düsteren Straße in die Kamera.
Selbstportrait Felix Nussbaum

Wenn Du Dich auf diese Bilder einlässt, erschließt sich Geschichte über eine persönliche Perspektive. Du begegnest einem Künstler, dessen Arbeit zunehmend von der Verfolgung bestimmt wurde und dessen Bilder ihn überlebt haben. Damit ist das Felix-Nussbaum-Haus ein wichtiger Ort, um Dich in Osnabrück mit jüdischer Geschichte und der Shoah auseinanderzusetzen.

Mehr über das Museum und weitere Stationen meines Besuchs liest Du in meinem Beitrag über Osnabrück und das Osnabrücker Land.

Berlin: Jüdisches Museum, Friedhof und Gleis 17

Das Jüdische Museum Berlin: Ein Meisterwerk der Architektur und Geschichte

Das Jüdische Museum in Berlin-Kreuzberg ist das größte seiner Art in Europa und ein absolutes Highlight für jeden Berlin-Besuch. Schon architektonisch ist der Komplex ein Erlebnis. Er vereint ein barockes Kollegienhaus (den Altbau) mit dem spektakulären, zickzackförmigen Neubau des Architekten Daniel Libeskind. Beide Gebäude sind bewusst nur unterirdisch miteinander verbunden.

Das Jüdische Museum Berlin zeichnet sich durch gezackte, mit Zinkblech verkleidete Wände aus, die von schmalen, schräg eingearbeiteten Fenstern unterbrochen werden. Das Gebäude, das sich über eine grüne Hecke erhebt, bietet einen eindrucksvollen Einblick in „Jüdische Spuren in Deutschland“.
Jüdisches Museum Berlin, Außenfassade

Besucher betreten den Libeskind-Bau über drei symbolträchtige „Achsen”. Besonders beeindruckend sind der “Garten des Exils” mit seinen 49 schief stehenden Betonstelen sowie der beklemmende Holocaust-Turm. Sogenannte „Voids“ sind völlig leere Räume im Gebäude. Sie erinnern eindringlich an jene Lücken, die Holocaust und Vertreibung hinterlassen haben.

Das Jüdische Museum Berlin ist ein mit Zink verkleidetes Gebäude mit kantiger Formensprache. Im Vordergrund ragen unter bewölktem Himmel Betonpfeiler empor, auf denen Bäume stehen, aus den Hecken in der Nähe eines Steinwegs.
Jüdisches Museum Berlin – Garten des Exils

Die kostenlose Dauerausstellung beleuchtet eindrucksvoll über 1700 Jahre jüdischen Lebens. Ein besonderer Tipp für den Rundgang: Die kostenlose Museums-App bietet spannende Audiotouren, wie etwa die Route “13 Leben”, die historische Ereignisse durch persönliche Schicksale greifbar macht.

Für den Besuch der Dauerausstellung wird vorab ein Zeitfenster-Ticket* benötigt. Wer nach den Eindrücken etwas Ruhe sucht, findet im wunderschön angelegten Museumsgarten den perfekten Ort, um die Gedanken zu sortieren, bevor es zurück in den Berliner Großstadtrubel geht.

Berlin: Alter Jüdischen Friedhof an der Großen Hamburger Straße

An einem Herbsttag im November 2023 bin ich eher zufällig auf den Alten Jüdischen Friedhof an der Großen Hamburger Straße gestoßen. Mitten in Berlin fand ich hier eine Ruhe, die mir guttat. Wenn Du zwischen dem Hackeschen Markt und den belebten Straßen von Mitte unterwegs bist, lohnt es sich, innezuhalten und diesen Ort bewusst wahrzunehmen.

An einer strukturierten Betonwand ist eine bronzene Gedenktafel angebracht, umgeben von Herbstblättern auf einem Kopfsteinpflasterboden. Die Tafel erinnert an jüdische Bürger, die 1942 aus Berlin deportiert wurden.
Gedenktafel für das ehemalige jüdischen Altenheim (Eingang zum Friedhof seit 1844) sowie die vertriebenen und ermordeten Juden, Große Hamburger Straße

Der 1672 angelegte Friedhof wurde 1943 auf Befehl der Gestapo verwüstet; dabei wurden die meisten Grabsteine zerstört. In den letzten Kriegstagen wurden hier außerdem Kriegstote in Massengräbern beigesetzt.

Eine Reihe verwitterter Bronzestatuen erinnert an „Jüdische Spuren in Deutschland“. Im Vordergrund hält eine Figur ein orangefarbenes Ahornblatt und eine welkende gelbe Rose vor dem Hintergrund herbstlicher Bäume und eines Metallzauns.
Skulptur “Jüdische Opfer des Faschismus” von Will Lammert

Die heute weitgehend freie Fläche erzählt deshalb auch von gewaltsam ausgelöschten Spuren. Hinter der friedlichen Atmosphäre steht die Geschichte eines Begräbnisortes, der für die jüdische Gemeinde Berlins über Generationen hinweg von großer Bedeutung war.

Ein besonderer Erinnerungsort ist der Grabstein Moses Mendelsons, des jüdischen Philosophen und Aufklärers sowie Großvaters der Musiker Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel. Der heutige Stein wurde 1990 aufgestellt und steht ungefähr dort, wo sich seine ursprüngliche Grabstätte befand.

Ein alter Grabstein aus Stein steht in einem begrünten Garten an einem Steinweg. Dahinter rahmen gelbe Herbstbäume ein weißes, mehrstöckiges Gebäude ab, das sich vor einem bewölkten Himmel abhebt.
Moses Mendelssohns Grabstein

Für mich verbindet dieser Friedhof einen wohltuenden Moment der Stille mit der Erinnerung daran, wie eng die jüdische Geschichte mit der Geschichte Berlins verwoben ist.

Jüdisches Berlin: Die Spandauer Vorstadt als Mahnung unserer Geschichte

Kaum ein Viertel erzählt so dicht von jüdischem Leben in Berlin wie die Spandauer Vorstadt in Mitte. Seit dem 18. Jahrhundert lebten hier und im angrenzenden Scheunenviertel viele Jüdinnen und Juden, und noch heute stößt man hier auf heutiges jüdisches Leben und die Spuren von Vergangenem.

Ein guter Startpunkt ist die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße mit ihrer goldenen Kuppel. Sie ist das deutlichste Wahrzeichen des jüdischen Berlins. Dass sie die Pogromnacht 1938 überstand, ist dem Polizisten Wilhelm Krützfeld zu verdanken, der das von der SA gelegte Feuer löschen ließ. Heute zeigt das Centrum Judaicum dort eine Ausstellung zur Geschichte der Berliner Juden.

Die kunstvoll gestaltete, braune Backsteinfassade der Neuen Synagoge in Berlin, einem Standort von „Jüdische Spuren Deutschland“, besticht durch eine große goldene Kuppel und Bogenfenster. Kahle Äste rahmen das Gebäude vor einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken ein.
Das Centrum Judaicum ist das wohl präsenteste Zeichen für das heutige jüdische Leben in Berlin.

Gleich um die Ecke, in der Tucholskystraße, hat die altorthodoxe Gemeinde Adass Jisroel ihr „Kleines Jerusalem“ mit prachtvoll rekonstruierter Jugendstilfassade. Im Haus Schwarzenberg an der Rosenthaler Straße liegt das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. Der Bürstenfabrikant beschäftigte blinde und gehörlose Juden und versteckte einige von ihnen in einem Hinterzimmer, das bis heute erhalten ist.

Am Koppenplatz wirkt das Denkmal „Der verlassene Raum“ mit seinem Tisch und dem umgestürzten Stuhl wie die einer Familie, die mitten aus dem Alltag gerissen wurde. In der Rosenstraße erinnert ein Denkmal an den Protest nichtjüdischer Ehefrauen im Frühjahr 1943. Sie demonstrierten tagelang für die Freilassung ihrer inhaftierten jüdischen Männer, und das mit Erfolg.

Die Spandauer Vorstadt zeigt damit, wie viel Raum jüdisches Leben in Deutschland einst einnahm, was wir in Deutschland durch den Holocaust verloren haben und wie mühsam es ist, jüdisches Leben wiederherzustellen. In Zeiten des wiederaufflammenden Antisemitismus sollte uns dies in Deutschland eine Mahnung sein.

Bahnhof Grunewald und das Gleis 17

Der Bahnhof Grunewald, 1879 unter dem Namen „Hundekehle” eröffnet, entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Sein 1899 errichtetes, an ein Burgtor erinnerndes Empfangsgebäude sowie der Zugangstunnel stehen heute unter Denkmalschutz. Doch hinter dieser historischen Architektur verbirgt sich ein dunkles Kapitel: Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wandelte sich der Bahnhof zu einem zentralen Schauplatz des Holocausts.

Ab dem 18. Oktober 1941 begannen von hier aus die systematischen Deportationen. Insgesamt wurden über 50.000 jüdische Berlinerinnen und Berliner in Waggons eingepfercht und in den Tod geschickt. Zunächst führten die Fahrten in Ghettos wie Litzmannstadt (Lodz), Riga und Warschau. Ab Ende 1942 rollten die Züge direkt in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Theresienstadt. Allein vom Bahnhof Grunewald waren es etwa 35 Züge mit 17.000 Menschen.

Zugschienen verlaufen zwischen zwei Metallplattformen mit Gitterrostbelag. Auf der linken Plattform ist an einem Rand eine Gravur zu sehen, die Ortsnamen wie Theresienstadt enthält. Entlang der Schienen liegen getrocknete Blätter verstreut.
Gleis 17 Bahnsteinkante

Um an diese Gräueltaten und die Rolle der Reichsbahn zu erinnern, entstanden über die Jahre verschiedene Gedenkstätten, wie Gedenktafeln (1987) und ein Mahnmal aus Beton (1991). Das wichtigste Denkmal ist jedoch das “Gleis 17”. Entlang der heute zugewachsenen Schienen liegen 186 gusseiserne Platten. Sie dokumentieren chronologisch das genaue Datum, den Zielort und die exakte Anzahl der Opfer jeder Deportationsfahrt aus Berlin. Diese schonungslosen Zahlen machen das unvorstellbare Grauen greifbar und dienen als Mahnung für die Zukunft.

Delitzsch: Jüdischen Spuren in meiner Heimatstadt nachgehen

Auch in Delitzsch, meiner Heimatstadt, gibt es jüdische Geschichte zu entdecken. Ihre Spuren erschließen sich allerdings beim Spaziergang nicht ohne Weiteres. Im Rahmen von „Tacheles – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ rückten sie wieder stärker ins Blickfeld: Die kleine Sonderausstellung „Jüdisches Leben in Delitzsch“ im Barockschloss, die noch bis zum 1. November 2026 läuft, geht den Menschen, Orten und Geschichten hinter diesen Spuren nach.

Dazu gehören auch Fotos des nicht öffentlich zugänglichen jüdischen Friedhofs. Ich selbst habe 2025 ein paar wenige Aufnahmen „über die Friedhofsmauer“ gemacht – ein begrenzter Blick auf einen Teil der Geschichte meiner Heimatstadt.

Der Friedhof wurde wiederholt geschändet, auch in jüngerer Vergangenheit: Bei einer schweren Verwüstung im April 2010 wurden sämtliche Grabsteine von ihren Sockeln gestoßen und die Gedenktafel am Eingang zerschlagen. Die Bedrohung jüdischer Erinnerungsorte gehört damit auch zur jüngeren Delitzscher Geschichte.

Die Ausstellung öffnet zugleich den Blick über Delitzsch hinaus auf jüdisches Leben, religiöse Traditionen und Feste. Torarollen, Mesusen und Esterrollen, eine Laubhütte sowie Chanukka-Leuchter und eine Menora veranschaulichen unterschiedliche Aspekte der jüdischen Religionsausübung. So bekommst Du neben dem lokalen Rückblick auch Zugang zu Ritualen und deren Bedeutung im Alltag jüdischer Menschen.

Dortmund: Auf Spurensuche in meiner Wahlheimat

Auch in Dortmund, meiner Wahlheimat, erschließen sich viele historische Spuren erst beim genaueren Hinsehen. Die schweren Kriegszerstörungen haben das Stadtbild grundlegend verändert. Doch manche Orte jüdischen Lebens waren bereits vorher gewaltsam beseitigt worden: Die große Synagoge am Hiltropwall wurde schon 1938 auf Betreiben der Nationalsozialisten abgerissen. Heute erinnern der Platz der alten Synagoge und ein Gedenkstein an das Gotteshaus und seine Gemeinde.

Ein Denkmal aus Stein auf einem gepflasterten Platz zeigt ein Relief einer Synagoge sowie eine Inschrift, die über deren Errichtung im Jahr 1900, die Zerstörung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 und die Einweihung im Jahr 1990 berichtet und in Dortmund aufgestellt wurde.
Foto: Wikimedia – Reclus, Dortmund Gedenkstein Alte Synagoge Südseite, CC0 1.0/gemeinfrei

Andere Orte erzählen von weiteren Opfern der NS-Verfolgung: Das Mahnmal in der Bittermark erinnert an die kurz vor Kriegsende von der Gestapo ermordeten Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen und Widerstandskämpfer. An den Westfalenhallen wurden 2026 umfangreiche Überreste des bereits bekannten Kriegsgefangenenlagers Stalag VI D archäologisch freigelegt und untersucht. Beide Orte machen deutlich, wie eng auch vermeintlich vertraute Teile Dortmunds mit nationalsozialistischen Verbrechen verbunden sind.

In der Dämmerung schreiten Menschen auf den hell erleuchteten Eingang der Westfalenhalle 1 zu. Das Gebäude leuchtet vor einem dunkelblauen Himmel und wird im Vordergrund von Baumsilhouetten eingerahmt.
Dortmunder Westfalenhalle

Im November 2026 werde ich bei einer geführten Spurensuche mehr darüber erfahren, welche Spuren der Holocaust in Dortmund hinterlassen hat. Der Rundgang führt zu noch erhaltenen, oft unscheinbaren Schauplätzen der NS-Verfolgung und zu Orten, die vollständig aus dem Stadtbild verschwunden sind. Historische Fotos und die Biografien Dortmunder Jüdinnen und Juden sollen dabei sichtbar machen, was hinter heutigen Fassaden und vertrauten Straßen liegt. Meine Eindrücke werde ich anschließend hier ergänzen.

Erfurt: Synagogen, Mikwe und jüdisches Erbe

Mikwe & Kleine Synagoge

Erfurt gehört zu den bedeutendsten Orten jüdischer Geschichte in Deutschland. Die dortige Mikwe ist ein jüdisches Ritualbad, das nicht der körperlichen, sondern der spirituellen Reinigung diente. Männer nutzten das Bad vor dem Besuch der Synagoge, Frauen besonders auch nach der Menstruation. Aber auch neues Geschirr wurde hier vor der ersten Benutzung rituell gereinigt.

Das Tauchbad der Mikwe musste mit „lebendigem“ Wasser eines fließenden Gewässers gespeist werden. Dies erklärt auch ihre Lage, direkt am Fluss Gera und neben der berühmten Krämerbrücke.

Eine dunkle, uralte Steinkammer, die „Jüdische Spuren in Deutschland“ widerspiegelt, weist Wände aus grobem Mauerwerk auf, die von einem warmen Lichtschein aus einer Spalte im Boden erhellt werden. Die unebenen Steinoberflächen werfen tiefe Schatten in der gesamten historischen unterirdischen Kulisse.
Erfurter Mikwe

Die Erfurter Mikwe entstand Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie wurde aber im 15. Jahrhundert, nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt, überbaut und geriet in Vergessenheit. Erst 2007 wurde sie bei archäologischen Grabungen wiederentdeckt und ist heute Teil des UNESCO-Welterbes „Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt“.

Die Besichtigung der Mikwe ist nicht ganz einfach, weil nur zu bestimmten Zeiten und im Rahmen einer Führung möglich. Diese finden donnerstags und freitags um 14 Uhr, sowie samstags und sonntags um 11:45 Uhr statt. Die Führungen sind kostenlos, die ehrenamtlichen Guides freuen sich aber über ein kleines Trinkgeld.

Von der mittelalterlichen Mikwe ist es nur ein kurzer Spaziergang in die Neuzeit und zur Kleinen Synagoge, das 1840 errichtete Gotteshaus der neu gegründeten jüdischen Gemeinde Erfurts. Weil diese aber schnell wuchs, wurde es dort bald zu eng und die neue Große Synagoge wurde gebaut.

Eine hohe Menora aus schwarzem Eisen steht vor einer beigen Wand und wirft den Schatten ihrer neun Kerzenhalter. Die Wand weist auf der linken Seite einen Bereich aus strukturiertem, unverputztem Stein auf.
Menora in der Kleinen Synagoge, Erfurt

Danach diente das Gebäude als Lager und Wohnhaus und entging deshalb wohl der Zerstörung während der NS-Zeit. Heute ist der klassizistische Bau, in malerischer Lage direkt am Fluss, eine Begegnungsstätte und beherbergt eine kleinen Ausstellung zur jüdischen Geschichte Erfurts. Die Kleine Synagoge ist täglich (außer Montags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei.

Redaktionelle Anmerkung: Aktuell, noch bis zum 31. Oktober 2026, ist die Mikwe dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr kostenlos und ohne Führung zu besichtigen, da die Alte Synagoge zur Zeit noch renoviert wird (bis Februar 2027) und auch das Steinerne Haus als Teil des Welterbes aktuell nicht zugänglich ist.

Alte Synagoge, jüdisches Viertel und Neuer jüdischer Friedhof

Inspiriert von Andreas’ Beitrag zum Roundup bin ich Mitte Oktober 2026 auch noch einmal spontan nach Erfurt, um mir die Mikwe anzusehen. Denn die Führungen konnte ich bei meinen letzten Besuchen in der thüringischen Landeshauptstadt leider nicht wahrnehmen. Meine Reisepläne standen nicht im Einklang mit den angebotenen Zeiten.

Eine Steintreppe führt zu einem historischen Fachwerkhaus. An einer Absperrung oberhalb der Treppe steht ein magentafarbenes Banner mit der Aufschrift „JETZT UNESCO-WELTERBE MAZAL TOV!“. Im Vordergrund spazieren Menschen am Ufer eines Flüsschens entlang, unter üppig grünen Bäumen.
Mikwe von außen, an der Gera gelegen

Die Alte Synagoge hatte ich bereits 2025 besucht. Mit ihren mittelalterlichen Mauern und dem Erfurter Schatz eröffnet sie einen eindrucksvollen Zugang zur Geschichte der damaligen jüdischen Gemeinde. Zusammen mit der Mikwe und dem Steinernen Haus gehört sie seit 2023 zum UNESCO-Welterbe.

Eine historische Kopfsteinpflasterstraße säumt eine Reihe von Fachwerk- und Stuckhäusern. Unter dem bewölkten Himmel wirkt die Straße feucht und lenkt den Blick auf ein traditionelles Giebelhaus in der Ferne.
Steinernes Haus

Während Du das Steinerne Haus derzeit nur von außen betrachten kannst, sind Mikwe und Alte Synagoge zugänglich. Falls Du selbst einen Besuch planst: Die Alte Synagoge bleibt wegen Sanierungsarbeiten voraussichtlich bis zum 28. Februar 2027 geschlossen; auch der Schatz ist währenddessen nicht zu sehen.

Anschließend ging ich auf eigene Faust durch das mittelalterliche jüdische Quartier der Altstadt und orientierte mich dabei an Inter Judeos, dem interaktiven Rundgang der Stadt Erfurt.

In eine verwitterte graue Wand ist ein mit einem Steinrahmen versehenes Bogenfenster eingelassen, neben einer Informationstafel zu Jüdische Spuren in Erfurt. Im Glas spiegelt sich die Straße wider, während im Inneren Plakate und ein Schild mit der Aufschrift „DERZEIT UNTERWEGS!“ zu sehen sind.
Kleine Waage mit Hinweisschildern von Inter Judeos

Natürlich besuchte ich anschließend auch die Kleine Synagoge. Wenn Du zwischen den einzelnen Orten unterwegs bist, lohnt es sich, auch auf die Straßen und Häuser dazwischen zu achten: Jüdisches Leben war hier Teil der Stadt, jüdische und christliche Familien lebten Tür an Tür. Die Kleine Synagoge schlägt den Bogen ins 19. Jahrhundert. Sie gehört nicht zum UNESCO-Ensemble, ergänzt den Rundgang aber um eine weitere Epoche.

In einem Raum steht in der Mitte zwischen drei Bogenfenstern ein Thora-Schrank mit einer hebräischen Inschrift. Reihen schwarzer Stühle sind zur Bühne hin ausgerichtet, und rechts steht eine Menora auf einem Klavier.
Gemeindesaal mit Toraschrein, Kleine Synagoge Erfurt

Meine Spurensuche führte mich schließlich auch zum heutigen jüdischen Leben und zum Neuen Jüdischen Friedhof, der weiterhin als Begräbnisstätte der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen dient und der einzige aktive jüdische Friedhof des Freistaats ist.

Ein Feldweg schlängelt sich durch einen alten Friedhof voller Grabsteine und von Efeu überwuchert und zeugt von „Jüdischen Spuren in Deutschland“. Hohe Bäume wölben sich über die Szenerie, während in der Ferne ein kleines Backsteingebäude mit Bogenfenstern steht.
Neuer Jüdischer Friedhof Erfurt

Ihr religiöses Zentrum ist die Neue Synagoge am Max-Cars-Platz. Sie wurde 1952 am Standort der 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannten Großen Synagoge eingeweiht und blieb der einzige Synagogenneubau der DDR. Hier finden bis heute Gottesdienste und Gemeindeleben statt.

An einer Ecke, die durch ein Schild mit der Aufschrift „Max-Cars-Platz“ gekennzeichnet ist, steht eine helle Steinkirche mit Satteldach und Efeu. Dieser Ort ist ein Zeugnis von „Jüdische Spuren Deutschland“ und wird von einem Metallzaun begrenzt, der in der Nähe eines Parkverbotsschilds steht.
Neue Synagoge Erfurt

Damit führt Dich ein Rundgang durch Erfurt von bedeutenden mittelalterlichen Zeugnissen bis in die Gegenwart einer jüdischen Gemeinde, die nach der Shoah neu begann und besonders durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion wieder wuchs. Mehr dazu demnächst auch hier im Blog.

SchUM-Stätten: Jüdisches Welterbe in Mainz, Worms und Speyer

Jüdische Museen in Speyer, Worms und Mainz

Die Städte Speyer, Worms und Mainz, die auch als SchUM-Städte bezeichnet werden, haben ein reiches jüdisches Erbe. Die SchUM-Bezeichnung ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen Speyer (Schpira), Worms (Warmaisa) und Mainz (Magenza).

Spannend sind die folgenden Museen bzw. Ausstellungen in den drei Städten: Das Museum SchPIRA in Speyer zeigt Exponate aus dem Leben der Speyrer Juden im Mittelalter wie Grabsteine aus dem 14. Jahrhundert, ein Doppelbogenfenster und ein Rundbogenfragment aus dem 12. Jahrhundert. Es sind Dauerleihgaben aus dem Historischen Museum der Pfalz und dem Landesamt für Denkmalpflege.

Vier alte Grabsteine mit hebräischen Inschriften stehen in einer Reihe vor einer hellblauen Museumswand und zeugen von „Jüdischen Spuren in Deutschland“. Die Steinplatten sind auf dunkelgrauem Kies angebracht und jeweils mit einer kleinen Informationstafel versehen.
Museum SchPIRA, Speyer

Neben der Synagoge in Worms befindet sich das Raschi-Haus, es beherbergt das Jüdische Museum Worms. Dort kann man zahlreiche Exponate zur Geschichte, der Religion und dem Alltag der Jüdischen Gemeinde sehen, wie auch die Dauerausstellung „SchUM am Rhein – Vom Mittelalter in die Moderne“.

Hinter einer Steinmauer erhebt sich ein hohes, pfirsichfarbenes Gebäude mit einem steilen, grauen Schindeldach und eckigen, blau gerahmten Erkerfenstern – es ist eine der vielen „Jüdischen Spuren in Deutschland“, die unter einem hellen, bewölkten Himmel inmitten von Bäumen zu sehen sind.
Raschi-Haus Worms

Jüdische Geschichte und Tradition thematisiert zudem die Judaica-Sammlung im Landesmuseum Mainz, gezeigt werden wunderschöne Gold- und Silberschmiedearbeiten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Exponate sind eine Dauerleihgabe der Jüdischen Gemeinde Mainz. Früher waren sie im Museum jüdischer Altertümer, das von den Nationalsozialisten geschlossen wurde.

In einer großen Glasvitrine sind jüdische Ritualgegenstände ausgestellt, darunter Silberkronen, Kronenverzierungen und eine Thora-Rolle – in einem hellen, modernen Ausstellungsraum mit Parkettboden.
Judaica Landesmuseum Mainz

Im Stadthistorischen Museum auf der Mainzer Zitadelle lohnt sich die Dauerausstellung „Magenza – 1000 Jahre jüdisches Mainz“. Die sehenswerte Schau mit vielen Details und Hintergründen ist eine Zeitreise in die wechselvolle Geschichte jüdischen Lebens in der Stadt vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Wenn man die drei Städte am Rhein besichtigt, sollte man nach meiner Meinung unbedingt auch die Museen besuchen, da sie gute Einblicke geben in den Reichtum jüdischen Lebens in Deutschland.

In einem hell beleuchteten Raum stehen vier hohe, geschwungene Ausstellungstafeln. Die Informationstafeln mit historischen Fotos und deutschen Texten sind in zwei Paaren auf einem hellbraunen Boden unter Strahlern angeordnet.
Stadthistorisches Museum Mainz

Meine Besuche in den drei SchUM-Städten fanden jeweils im Herbst statt – allerdings unter ziemlich unterschiedlichen Vorzeichen.

In Mainz führte mich der Zufall 2022 zum jüdischen Erbe, Worms und Speyer besuchte ich während der Jahrestagung der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten 2025 bei einer Flusskreuzfahrt. Die drei Städte waren im Mittelalter bedeutende Zentren jüdischer Gelehrsamkeit. Seit 2021 gehören ausgewählte Stätten ihres jüdischen Erbes zum UNESCO-Welterbe. Mehr dazu demnächst auch auf meinem Blog.

Mainz: Zufallsfund am Judensand und bewusster Besuch der Neuen Synagoge

Manchmal entscheidet schon die Lage des Hotelzimmers, womit Du Dich auf einer Reise beschäftigst. Meines lag direkt gegenüber dem alten jüdischen Friedhof „Judensand“. Betreten konnte ich ihn bei diesem Besuch leider nicht, also blieb mir der Blick durch den Zaun. Auch meine Fotos entstanden durch die Einfriedung hindurch. Schon dieser begrenzte Einblick in den schönen Denkmalfriedhof machte mich neugierig auf einen Ort, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht und der heute Teil des SchUM-Welterbes ist.

Über einen grasbewachsenen, von Bäumen beschatteten Friedhof sind verwitterte Steingrabsteine verstreut. Die Denkmäler variieren in Höhe und Form; einige neigen sich unter einem Blätterdach aus grünen Blättern, während eine Steinmauer das ruhige Gelände umgibt.
Denkmalfriedhof “Judensand” Mainz

Die Neue Synagoge suchte ich anschließend ganz bewusst auf, auch wenn ich sie nur von außen betrachtete. Der 2010 eingeweihte Bau von Manuel Herz fällt mit seiner kantigen Form und der grün glasierten Keramikfassade sofort auf. Seine Gestalt orientiert sich an den fünf hebräischen Buchstaben des Wortes „Keduscha“, das für Heiligung steht. Auf dem Vorplatz erinnern Säulenfragmente an die 1938 zerstörte Vorgängersynagoge. So begegnen Dir hier auf engem Raum die Erinnerung an das frühere Gotteshaus und ein selbstbewusstes Zeichen heutigen jüdischen Gemeindelebens.

Vor einer modernen Synagoge steht ein alter Steinportikus mit vier verwitterten Säulen. In die Fassade ist ein hebräischer Text eingemeißelt; die Synagoge ist von Bäumen und einem gepflasterten Innenhof umgeben.
Neue Synagoge Mainz

Ein weiterer Ort verbindet diese Geschichte mit der Gegenwart: Auf dem Neuen Jüdischen Friedhof an der Unteren Zahlbacher Straße, der 1880 neben dem Hauptfriedhof angelegt wurde, werden bis heute Mitglieder der jüdischen Gemeinde beigesetzt. Ihn habe ich selbst bislang noch nicht besucht.

Worms: Synagoge, überlieferte Geschichten und der Heilige Sand

In Worms begleitete mich schönstes Herbstwetter durch das jüdische Viertel. Ich besichtigte die Synagoge von innen, während ich das benachbarte Raschi-Haus & Jüdisches Museum nur von außen sah. Die Mikwe blieb bei diesem Besuch leider ebenfalls aus. Die heutige Synagoge erzählt dabei auch vom Wiederaufbau: Nachdem die Nationalsozialisten sie 1938 in Brand gesetzt hatten und sie anschließend gesprengt worden war, wurde sie unter Verwendung erhaltener Bauteile wiedererrichtet und 1961 neu eingeweiht.

Ein historisches Gebäude aus rotem Sandstein mit einem steilen, dunklen Schindeldach steht zwischen zwei anderen Gebäuden. Eine schmale Kopfsteinpflastergasse führt zum gewölbten Eingang, der von zwei hohen magentafarbenen Bannern flankiert wird.
Synagoge mit Frauenschul Worms

Zur Geschichte des Ortes gehören auch seine Legenden. An der Außenmauer der Frauenschul befindet sich die häufig als Raschi-Nische bezeichnete Einbuchtung. Einer Überlieferung zufolge soll die Mauer einer schwangeren Frau Schutz vor einem herannahenden Fuhrwerk geboten haben. Je nach Erzählung handelt es sich um die Mutter Raschis oder die Mutter des Gelehrten Jehuda he-Chassid. Wenn Du davorstehst, begegnest Du also auch einer Geschichte, die seit Jahrhunderten weitererzählt wird.

Eine alte, rotbraune Steinmauer mit Bogenfenstern verläuft entlang einer schmalen Kopfsteinpflastergasse und bewahrt so „Jüdische Spuren in Deutschland“. Im Hintergrund ragen moderne weiße Gebäude mit Ziegeldächern im hellen Tageslicht empor.
Raschi-Nische, Worms

Zu meinem Rundgang gehörte außerdem der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“, der ebenso wie der Synagogenbezirk zum Welterbe zählt und es mir persönlich besonders angetan hatte. Zwischen den alten Grabsteinen bekommt die lange jüdische Geschichte von Worms eine andere Dimension als in den Gassen des Viertels und die Ruhe dieses Ortes war bewegend und lies die umliegende Stadt gänzlich vergessen.

Im Vordergrund eines grasbewachsenen Friedhofs steht ein alter, verwitterter Grabstein mit hebräischen Inschriften, der die jüdischen Spuren in Deutschland widerspiegelt, inmitten vieler anderer ähnlicher Grabsteine, die über das sonnendurchflutete, von Bäumen beschattete Gelände verstreut sind.
Jüdischer Friedhof Heiliger Sand, Worms

Nimm Dir für beide Orte Zeit: Zusammen eröffnen sie unterschiedliche Zugänge zur Geschichte einer Gemeinde, deren religiöse und gelehrte Traditionen weit über die Stadt hinauswirkten.

Speyer: Im strömenden Regen zum mittelalterlichen Ritualbad

Speyer empfing mich dagegen mit strömendem Regen. Den Judenhof besuchte ich trotzdem – einschließlich der erhaltenen Synagogenreste und der Mikwe. Hier lag einst das religiöse Zentrum der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Die Überreste der 1104 geweihten Synagoge und der später angebauten Frauenschul lassen noch erkennen, welche Bedeutung dieser Ort für das gemeinschaftliche Leben hatte.

Besonders anschaulich wird dieses Erbe beim Weg hinunter in die Mikwe, das jüdische Ritualbad aus dem frühen 12. Jahrhundert. Über einen gewölbten Treppenabgang gelangst Du in die Räume unterhalb des Hofes und näher an das Tauchbecken. Die weitgehend erhaltene Anlage vermittelt einen unmittelbaren Eindruck davon, welchen baulichen Aufwand die Gemeinde für die religiöse Nutzung auf sich nahm. Für mich gehörte dieser Besuch auch bei denkbar nassem Herbstwetter fest zur Spurensuche in den SchUM-Städten.

Rothenburg ob der Tauber: Von den SchUM-Städten zur Mikwe in der Judengasse

Eine persönliche Geschichte verbindet die SchUM-Städte mit Rothenburg ob der Tauber: Rabbi Meïr ben Baruch wurde in Worms geboren, studierte unter anderem in Mainz und leitete später in Rothenburg eine bedeutende Talmudschule. Sein Grab befindet sich auf dem Wormser Friedhof „Heiliger Sand“. Rothenburg gehörte zwar nicht zum SchUM-Verbund, war aber Teil eines weitreichenden Netzwerks jüdischer Gelehrsamkeit. Ende Mai 2026 ging ich hier mit Gästeführer Lothar Schmidt auf Spurensuche – zwischen bekannten Altstadtmotiven und Orten, deren Geschichte Du leicht übersiehst.

Ein sonnendurchfluteter Friedhof in Worms mit alten Grabsteinen; zwei große Grabsteine – von Steinen umgeben – stehen neben einem Metallschild. Grünes Gras und belaubte Bäume bilden den Hintergrund, werfen Schatten und schaffen eine friedliche, ruhige Atmosphäre, die das bleibende Erbe des jüdischen Lebens in Rothenburg ob der Tauber widerspiegelt.
Grab von Rabbi Meïr von Rothenburg, MaHaRAM und Alexander ben Salomo Wimpfen – Alter jüdischer Friedhof „Heiliger Sand“ in Worms

Unser Rundgang führte unter anderem zum Rabbi-Meïr-Garten, zum Kapellenplatz und in die Judengasse, in der jüdische und christliche Familien einst in unmittelbarer Nachbarschaft lebten. Besonders beschäftigt hat mich der heutige Schrannenplatz: Wo sich früher ein jüdischer Friedhof befand, parken inzwischen Autos. Im Burggarten erinnert ein Mahnmal an die beim Pogrom von 1298 ermordeten Menschen. Solche Stationen verändern den Blick auf die vermeintlich unbeschwerte Mittelalteridylle.

Ein Laubbaum steht auf einem grasbewachsenen Hof neben einer Steinmauer, in die mehrere alte, verwitterte Grabsteine eingelassen sind – ein stilles Zeugnis des jüdischen Lebens in Rothenburg ob der Tauber. Hinter der Mauer befinden sich pastellfarbene Gebäude mit Fenstern. Das Sonnenlicht wirft fleckige Schatten auf das Gras und die Mauer.
Rabbi-Meïr-Garten mit Grabsteinen in der Mauer

Am nächsten Tag verband die Führung „Reinheit ob der Tauber“ die Judaika-Sammlung im RothenburgMuseum mit einem Besuch der mehr als 600 Jahre alten Mikwe in der Judengasse 10. Hinter einer unscheinbaren Haustür ging es hinunter zum erhaltenen Ritualbad – und damit ganz nah an den religiösen Alltag der früheren Bewohner.

Zwei aneinandergrenzende Häuser versetzen den Betrachter in den Charme des jüdischen Lebens in Rothenburg ob der Tauber: das eine ist weiß mit einer braunen Tür, Fensterläden, drei Fenstern und einer Bank; das andere ist grün mit einer gewölbten braunen Tür und zwei Fenstern. Über der Trennlinie zwischen den Häusern hängt eine schwarze Lampe, während überall Stein und bemalte Strukturen zu sehen sind.
rechts: Judengasse 10 – Haus der Mikwe in Rothenburg ob der Tauber

Diese Verbindung aus Stadtgeschichte, persönlichen Erzählungen und Originalzeugnissen machte die beiden Rundgänge für mich besonders wertvoll. Die einzelnen Stationen und ihre Hintergründe findest Du in meinem Beitrag über jüdisches Leben in Rothenburg ob der Tauber.

Augsburg: Ein unzerstörtes Zeugnis jüdischen Lebens

Augsburg beweist wie kaum ein anderer Ort in Deutschland, dass jüdisches Erbe kein verstaubtes Mahnmal ist, sondern pulsierende, widerstandsfähige Gegenwart.

Eine gelbe Steinsynagoge, die für „Jüdische Spuren in Deutschland“ steht, zeichnet sich durch eine zentrale grüne Kuppel und geschwungene schwarze Metalltore aus. Unter strahlend blauem Himmel rankt leuchtend roter Efeu an der Fassade zwischen zwei Bogenfenstern über dem Eingang empor.
Augsburg Synagoge

Schon beim ersten Schritt durch das Portal in der Halderstraße verschlägt es mir den Atem. Über mir spannt sich die monumentale, 29 Meter hohe Kuppel: eine kühne, lichtdurchflutete Symbiose aus Jugendstil und orientalischen Ornamenten. Statt steriler Museumskälte empfängt mich der Geruch von Bienenwachs und altem Sandstein.

Das eigentliche Wunder von Augsburg: Dieser Sakralbau überstand das Novemberpogrom 1938 im Kern unzerstört. Heute beherbergt er das Jüdische Museum und eine aktive Gemeinde. Hier wird gebetet, diskutiert und gelebt. Kein Mahnmal im Stillstand, sondern Identität in Aktion.

Das Innere einer reich verzierten Synagoge spiegelt „Jüdische Spuren in Deutschland“ wider: dunkle Holzbankreihen, die auf eine zentrale Bima ausgerichtet sind, unter einer mit Goldverzierungen versehenen Kuppeldecke, in deren gewölbter Nische eine leuchtende Menora steht.
Augsburg Synagoge von innen

Auf dem jüdischen Friedhof an der Haunstetter Straße verliert der Lärm der Stadt schlagartig seine Macht. Plötzlich herrscht erhabene Ruhe, nur unterbrochen vom Rascheln der alten Bäume. Über 1.200 verwitterte Mazzewot (Grabsteine) ragen aus dem Efeu. Hier ruhen die Textilpioniere, Gelehrten und Bürgerfamilien, die das moderne Augsburg geprägt haben.

Ein weiterer Ort auf dieser Spurensuche in Augsburg liegt draußen im Vorort Kriegshaber. Die dortige Landsynagoge, ist der älteste erhaltene Synagogenbau in Bayerisch-Schwaben.

Hinweis: Für ungefilterte Einblicke hinter sonst verschlossene Türen und Gänge über die historischen Friedhöfe buchst Du Dich am besten direkt in die Rundgänge über die Führungen des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben ein.

Wenn Du neben diesen Einblicken auch den Goldenen Saal, historische Stadttore und das geniale UNESCO-Wassermanagement entdecken willst: Alle wichtigen Kultur-Highlights, Insidertipps und Klassiker findest Du in meiner Übersicht zu den schönsten Augsburg Sehenswürdigkeiten.

Jüdisches Leben in Tuttlingen und Rexingen

In Tuttlingen gab es nur wenig jüdisches Leben. Ursache waren die Spätfolgen der Erlässe von Herzog Eberhard, der 1492 in seinem Testament die Vertreibung aller Juden aus Württemberg verfügte. Gegen Geldzahlung konnten jüdische Religionsangehörige in unabhängigen Kleinstaaten “Schutzbriefe” erwerben, die ihnen Wohnort und Arbeitsmöglichkeit sicherten. Einer dieser Orte des Landjudentums war Rexingen, heute ein Stadtteil von Horb. Um 1850 stellten jüdische Menschen fast ein Drittel der Rexinger Bevölkerung. Mit der Neuordnung Europas durch Napoleon wurden sie zu Bürgern des neuen Königreichs Württemberg. Die rechtliche Gleichstellung erfolgte 1864.

Da Rexingen (zu) viele Viehhändler hatte, fand Julius Fröhlich 1922 in Tuttlingen eine neue Wirkungsstätte. Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten übersiedelte die Familie Fröhlich 1938 nach Israel. Sie bauten die neue Gemeinde Shavei Zion mit auf, wo sie als Landwirte neu beginnen mussten. Die anderen jüdischen Familien, denen die Auswanderung nicht gelang, wurden in Konzentrationslagern ermordet. Einzige Ausnahme war Sibylla Kramer, Frau des protestantischen Fabrikanten Richard Kramer, konnte sich in der Nähe von Tuttlingen auf einem Hof verstecken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Kramers die einzigen jüdischen Menschen, die weiterhin in Tuttlingen lebten. Die Fröhlichs litten sehr unter der Vertreibung, weil sie Tuttlingen als ihre Heimat verstanden. Julius Fröhlich verbrachte jedes Jahr seine Sommerurlaube in der Donaustadt.

Sein Sohn Amos Fröhlich studierte trotz des erlittenen Unrechts in München und wurde Tierarzt. Er setzt sich bis heute für Brückenbau und Versöhnung ein. Die Stadt würdigte sein Engagement durch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, erinnert durch Stolpersteine an die Verfolgten des NS-Regimes und hat im Stadtgebiet den Julius-Fröhlich-Platz geschaffen.

In der Mitte eines kreisförmigen Kopfsteinpflasterplatzes steht eine Steinsäule. Umgeben von Hecken und städtischen Gebäuden wirft ein kahlgeblätterter Baum lange Nachmittagsschatten auf die von Bewegungsunschärfe geprägte Straße.
Julius-Fröhlich-Platz Tuttlingen

Jüdische Geschichte liegt oft näher, als Du denkst

Von den SchUM-Stätten bis zu den Spuren in Rexingen und Tuttlingen zeigt sich, wie vielfältig jüdisches Leben Deutschland geprägt hat. Manche Orte sind weithin bekannt, andere erschließen sich erst durch eine Führung, eine Ausstellung oder einen aufmerksamen Blick beim Stadtspaziergang. Die Beiträge meiner Mitbloggenden und meine eigenen Besuche erzählen von Religion und Alltag, von Kunst und Gelehrsamkeit, von Nachbarschaft und Neubeginn. Sie erinnern ebenso an Ausgrenzung, Vertreibung und die während der Shoah ermordeten Menschen.

Vielleicht hast Du beim Lesen einen Ort entdeckt, den Du selbst besuchen möchtest – oder fragst Dich gerade, welche Geschichten sich hinter einer Synagoge, einem Straßennamen oder einer Friedhofsmauer in Deiner Nähe verbergen. Nimm diese Neugier mit. Mir haben solche Besuche immer wieder gezeigt, wie viel ich selbst in meiner Heimatstadt und meiner Wahlheimat noch erfahren kann.

Auch in Hamburg lässt sich die jüdische Geschichte in mehreren Ausstellungen weiterverfolgen. Am 27. Oktober 2026 besuchte ich im Bucerius Kunst Forum die bewegende Schau „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“. Sie erzählt anhand von 15 Sammlungen und Einzelschicksalen, wie jüdische Sammler:innen die moderne Kunst in Deutschland prägten – und wie Verfolgung, Enteignung und Ermordung ihr Leben und ihre Sammlungen zerstörten. Viele der rund 100 Werke sind heute über die Welt verstreut; die Ausstellung führt sie für kurze Zeit wieder zusammen. Mehr dazu demnächst im Blog.

Weitere Einblicke in jüdisches Leben und jüdische Geschichte in Hamburg bieten „Menschen & Orte. Hamburgs jüdische Geschichte“ im Altonaer Museum und „Zuschreibung: Jüdisch – Fragen an die Geschichte des MARKK“. Mit dem Ticket einer der drei Ausstellungen erhältst Du während der jeweiligen Laufzeiten ermäßigten Eintritt in die beiden anderen Häuser.

Ein großer Davidstern, der eigentlich ein Zoiglstern ist, aus dunklen Steinen ist in einen Kopfsteinpflasterweg eingelassen, der zu einem offenen Eingang führt. In der Nähe der Tür stehen Schilder, darunter eine Kreidetafel und ein schwarzes Plakat. Rechts vom Eingang stehen Blumentöpfe.

Was haben wir vergessen?

Das Roundup ist offen für weitere Orte in Deutschland. Du hast eine Idee oder einen konkreten Vorschlag, um den Beitrag zu ergänzen? Dann schick mir gerne eine E-Mail.

Glossar

  • Chanukka: Ein achttägiges jüdisches Lichterfest. An jedem Abend wird ein weiteres Licht angezündet.
  • Chanukkia: Der meist neunarmige Leuchter, der zu Chanukka verwendet wird. Sie ist von der siebenarmigen Menora zu unterscheiden.
  • Esterrolle: Eine handgeschriebene Schriftrolle mit dem Buch Ester, das am Purimfest gelesen wird.
  • Menora: Der siebenarmige Leuchter, ein Symbol des Judentums mit Bezug zum Tempel in Jerusalem.
  • Mesusa: Eine Kapsel am Türrahmen, in der sich ein Pergament mit Abschnitten aus der Tora befindet.
  • Mikwe: Ein jüdisches Ritualbad, das für rituelle Tauchbäder genutzt wird. Es dient nicht der Körperhygiene.
  • SchUM: Der Name für den mittelalterlichen Verbund der jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz. Er setzt sich aus den Anfangsbuchstaben ihrer hebräischen Namen zusammen.
  • Shoah: Hebräisch für „Katastrophe“ oder „Untergang“; die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden, der von Nazi-Deutschland und seinen Helfern verübt wurde.
  • T(h)ora: Die zentrale heilige Schrift des Judentums. Eine Torarolle enthält den Text der fünf Bücher Mose.

Fotos: Die gezeigten Fotos unterliegen dem Urheberrecht des/der jeweiligen Mitbloggenden, der/die unter dem jeweiligen Abschnitt als Reisetippgeber:in angegeben ist.


Dir gefällt dieser Beitrag? Sharing is Caring - Teile gerne diesen Beitrag.

Newsletter

Garantiert kein Spam! Unregelmäßig, ca. 1x im Monat meine News rund ums Reisen, Kultur & Poutine.

Du erhältst eine sog. Double-Opt-In-E-Mail, in der Du um Bestätigung der Anmeldung gebeten wirst. Du kannst dem Empfang der E-Mails jederzeit widersprechen (sog. Opt-Out). Einen Abmeldelink findest Du in jeder E-Mail oder in der Double-Opt-In-E-Mail. Um den Newsletter und das Blog für Dich zu optimieren, willigst Du in die Auswertung ein, mit der gemessen wird, wie häufig der Newsletter geöffnet und auf welche Links geklickt wird.

Mehr dazu auch in der Datenschutzerklärung.

Erhalte jeden neuen Beitrag sofort in Dein Postfach. 📬

Trage Dich ein, um jeden neuen Beitrag direkt per E-Mail zu erhalten.

Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

Alle Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert