Mein Lieblingsmotiv aus Kiew - Mönche gehen über den Platz des St. Michaelskloster

Kiew: 7 Sehenswürdigkeiten,
die Du nicht verpassen solltest

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Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, ist ein unterschätztes Reiseziel. Sieben der für mich schönsten Sehenswürdigkeiten habe ich für Dich zusammengestellt.

Letzte Aktualisierung: 28.10.2020

Kiew ist ein unterschätztes Reiseziel. Gerade mit Blick auf den Russland-Ukraine-Konflikt scheuen sicherlich viele von euch eine Reise in das osteuropäische Land. Doch das ist Schade! Kiew ist auf jeden Fall eine Reise wert und gerade hier habe ich mich ausgesprochen wohl gefühlt. Einerseits sind zwar ähnlich wie in Moskau viele Polizisten auf den Straßen unterwegs, andererseits pulsiert die Stadt. Die Menschen sind bis spät in den Straßen, trinken Kaffee an jeder Straßenecke und füllen die Stadt so mit viel Leben. Dabei zeigen sie keine Angst – und das färbt ab. Kiew ist eine Boomtown.

Doch was solltest Du auf keinen Fall in Kiew verpassen? Hier habe ich sieben Tipps für Dich zusammengestellt:

1. Maydan Nezalezhnosti – der Majdan

Der Majdan ist das Symbol für den Freiheitskampf der Ukrainer – der Unabhängigkeitsplatz. Er ist der zentrale und wohl auch größte Platz in Kiew. Vielen sagt der Ort sicherlich etwas aus der jüngsten ukrainischen Geschichte. Hier wurde und wird gerne demonstriert. Besondere Beachtung fand der Majdan bei der Orange Revolution 2004 gegen den Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen sowie 2013/14 bei den zum Teil blutigen Euromaidan-Protesten. Heute erinnern viele Fotos, Kerzen und Denkmäler am Straßenrand an die verstorbenen Demonstranten und Kämpfer.

Gedenken an gefallene Demonstranten am Majdan
Gedenken an gefallene Demonstranten am Majdan
Blick über den Majdan in Kiew
Blick über den Majdan in Kiew

Die Unabhängigkeitssäule mit ihrer goldenen Dame an der Spitze ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des Platzes. Kinder spielen am stalinistisch angehauchten Brunnen der Stadtgründer Kiews. Eine lockere, aber auch bedrückende Stimmung.

Kinder spielen am Brunnen der Stadtgründer auf dem Majdan
Kinder spielen am Brunnen der Stadtgründer auf dem Majdan

2. Das Höhlenkloster von Kiew – Kyevo-Pecherska Lavra

Vom Dnjepr aus kann ich schon einen Blick auf das Höhlenkloster erhaschen. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt hinein kann ich die goldenen Kuppeln auf den Anhöhen des Westufers von Kiew erspähen, die mit der Sonne um die Wette funkeln. Unweit davon steht die Mutter-Heimat-Statue, die immer noch an die sowjetische Vergangenheit erinnert und so gar nicht zu der religiösen Umgebung des Klosters passen mag.

Kyevo-Pecherska Lavra und Mutter-Heimat-Statue auf den Hügeln Kiews
Kyevo-Pecherska Lavra und Mutter-Heimat-Statue auf den Hügeln Kiews

Das Kloster, welches sich in untere und obere Lavra aufteilt, ist das Heiligtum der orthodoxen Christen in der Ukraine – ein Wallfahrtsort und auch eines der größten Tourismusattraktionen der Stadt und nicht umsonst ein UNESCO-Welterbe. In der unteren Lavra befinden sich die berühmten künstlich geschaffenen Höhlen, von denen ein Teil auch besichtigt werden kann. Doch mumifizierte Mönchsgräber waren nichts für mich. Grusel! Nach der Wiederbelebung des Klosters 1988 siedeln nun auch wieder Mönche in den Höhlen.

Untere Lavra mit Eingang zu den nahen Höhlen
Untere Lavra mit Eingang zu den nahen Höhlen

Die untere Lavra ist übrigens kostenfrei zu besichtigen, während die obere Lavra einen kleinen Obulus kostet. Im oberen Bereich steht auch die wunderschöne, wieder aufgebaute Uspenski-Kathedrale, das Herzstück des orthodoxen Heiligtums. Daneben befinden sich unzählige kleine Kirchen mit goldenen Zwiebeltürmen, in den Himmel ragende Glockentürme und andere weißgetünchte Gebäude, zwischen denen schwarzgekleidete Mönche spazieren und den perfekten Kontrast bilden.

Uspenski-Kathedrale
Uspenski-Kathedrale

Geführte Tour durchs Kloster*:

 

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3. Das Goldene Tor von Kiew

“Zoloti Vorota”, das Goldene Tor ist ein befestigtes Stadttor aus dem 11. Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert diente es trotz teilweiser Zerstörung als Stadttor Kiews. Es ist nicht das schönste Bauwerk der Stadt, aber ein kleiner Park und Cafés um den Platz herum laden zum Verweilen ein. Es liegt zentral und die gleichnamige Metro-Station ist keine 100 m entfernt.

Das Goldene Tor von Kiew
Das Goldene Tor von Kiew

Nicht weit vom Goldenen Tor befindet sich ein toller Fotospot – das Ritterhaus “Dom barona Shteyngelya”. Es wurde 1898 für einen polnischen Magnaten im Stil eines mittelalterlichen Schlosses gebaut.

Das Ritterhaus
Das Ritterhaus

4. Sophienkathedrale und St. Michaelskloster

Vom nördlichen Majdan und vom Goldenen Tor ist es ungefähr gleich weit zur Sophienkathedrale. Auch dieser kirchliche Komplex wurde im 11. Jahrhundert begonnen und über die Jahrhunderte immer wieder zerstört und aufgebaut. Der Komplex mit den grünen und goldenen Kuppeln ist heute ebenfalls ein UNESCO-Welterbe. In der Kathedrale soll Jaroslaw, der Weise begraben liegen, der als erster christlicher Fürst maßgeblich am Aufstieg Kiews beteiligt war.

Die Sophienkathedrale
Die Sophienkathedrale

Doch anders als die Lavra werden die Sophienkathedrale und die umliegenden Gebäude nach Streitigkeiten nicht mehr kirchlich genutzt. Der Museumskomplex ist weitläufig und gerade bei Sonnenschein konnte ich hier meine müden Füße bequem auf einer Parkbank ausruhen. Hätte ich noch gekonnt, wäre ich eventuell auch auf den 76 m hohen Glockenturm geklettert. ;)

Glockenturm der Sophienkathedrale
Glockenturm der Sophienkathedrale

Unweit der Sophienkathedrale liegt das St. Michaelskloster, eine großzügige Klosteranlage mit großer Klosterkathedrale. Zu Sowjetzeiten war sie den damaligen Machthabern aber ein Dorn im Auge. 1936 wurde daher das Kloster gesprengt, um ein neues Wahrzeichen zu errichten. Erst 1999 wurde der Neubau des Klosters eingeweiht. Im richtigen Licht sieht die Kathedrale aus wie gemalt. Als mir dann auch noch zahlreiche Mönchanwärter vor die Linse liefen, war DAS Motiv von Kiew für mich perfekt.

Mein Lieblingsmotiv aus Kiew - Mönche gehen über den Platz des St. Michaelskloster
Mein Lieblingsmotiv aus Kiew – Mönche gehen über den Platz des St. Michaelskloster

5. Andriyivsky Uzviz – Andreassteig

Ebenfalls einen Steinwurf entfernt steht eine weitere Kirche – die türkisfarbene St. Andreaskirche. Sie liegt an einer der ältesten Straßen Kiews, die sich den Berg herunterschlängelt – dem Andreassteig. Sie ist heute die Straße der Künstler und wird nicht selten das “Montmartre Kiews” genannt. Das Kopfsteinpflaster haben beide schon mal gemeinsam. :D

Andreassteig und St. Andreaskirche - Kiews Montmartre
Andreassteig und St. Andreaskirche – Kiews Montmartre

Rund um die Kirche befinden sich zahlreiche Stände für Souvenirs – aber lass Dich nicht von russischen Matroschkas und gefakten Hard Rock Café-Chernobyl-T-Shirts täuschen! Das hat nicht wirklich viel mit der Ukraine oder Kiew zu tun.

Souvenirstand mit Matroschkas
Souvenirstand mit Matroschkas

6. Taras-Schewtschenko-Boulevard

Am Taras-Schewtschenko-Boulevard staut sich der Verkehr ständig. Trotz dreier Spuren pro Richtung geht es hier selten schnell voran. Als Fußgänger hat man es leichter. In der Mitte säumen alte Bäume die Promenade und zahlreiche Parkbänke laden zum Verweilen ein. Rund um den nach dem Nationaldichter benannten Boulevard befinden sich viele Museen, die St. Volodymyr-Kathedrale (Wladimirkathedrale) sowie der Botanische Garten “A.W. Fomin” und der Schewtschenko-Park.

Im Botanischen Garten
Im Botanischen Garten

Dort gibt es gefühlt an jeder Ecke einen Kaffeestand und die Kiewer Bevölkerung entspannt in der Sonne und lauscht Straßenmusikanten. Einfach schön.

Straßenmusiker im Park
Straßenmusiker im Park

7. In Kiew mit der am tiefsten gelegenen Metro fahren

Um alle Sehenswürdigkeiten zu erleben, fährst Du in Kiew am besten Metro. Sie ist die am tiefsten gelegene Metro der Welt und viele Stationen sind eine eigene Geschichte wert. Sie sind nicht so pompös wie in Moskau, aber dennoch liebevoll z.B. mit Mosaiken verziehrt.

Metrostation in Kiew
Metrostation in Kiew

Außerdem ist die Metro für uns ziemlich preiswert. Der Eintritt in eine Metrostation kostet 8 UAH (Stand: 2020, umgerechnet rund 30 Cent), der in Form eines Plastikchips bezahlt wird. Diese Plastikchips bekommst Du an der Kasse oder einem Automaten. Damit kannst Du so lange U-Bahn fahren, wie Du möchtest und nicht aus einer Metrostation heraus trittst. Nur keine Bange, alle Metrostationen sind – neben Kyrillisch – auch in lateinischen Buchstaben ausgezeichnet.

Stadtführung, die ich auch machen würde*:

 

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Alle sieben Sehenswürdigkeiten und mehr findest Du auf dieser Karte anschaulich dargestellt:

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Weitere Informationen zu Kiew

Anreise

Wie kommst Du nach Kiew?

Mittlerweile bietet die Ukraine International Airlines (UIA) Direktflüge aus Düsseldorf, Frankfurt, Berlin und München nach Kiew-Boryspil an, Lufthansa fliegt ebenfalls ab Frankfurt und München. Wizz Air bietet Direktflüge ab Köln/Bonn und Dortmund nach Kiew-Boryspil und Kiew-Schuljany an.

Vom Flughafen in die Stadt?

Es gibt den Skybus, den Du am Besten bis zur ersten Metrostation nimmst, denn damit bist Du innerhalb Kiews definitiv schneller unterwegs. Auch die (offiziellen) Taxis sind mit rund 10-15 Euro für die über 30 km vom Flughafen Kiew-Boryspil (KBP) recht erschwinglich.

Privater Transfer von den verschiedenen Flughäfen*:

 

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Hotels

Finde jetzt Dein Hotel für Deinen Städtetrip nach Kiew*:

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Brauchst Du noch einen Reiseführer? Den kann ich Dir empfehlen, gibt es aber leider nur auf Englisch*:

Lonely Planet Ukraine (Country Guide)
  • Lonely Planet (Autor)
  • 288 Seiten - 17.07.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Lonely Planet (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 27.11.2020 / Affiliate Links (Werbelinks) / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Fotos: Die hier veröffentlichten Fotos unterliegen meinem Urheberrecht. Diese und viele weitere Fotos sind auf Flickr zu finden und können für touristische Zwecke käuflich erworben werden.

Offenlegung: Die Flüge und ein kleiner Teil des Programms in Kiew wurden von Ukraine International Airlines übernommen. Meine Meinung blieb davon unbeeindruckt. 


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Romy
Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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