Ein breiter Steinpier ragt in einen ruhigen See hinein und endet bei zwei Personen, von denen eine steht und die andere sitzt. Im Hintergrund erheben sich nebelverhangene Berge mit schneebedeckten Gipfeln unter einem dunstigen Himmel und schaffen so eine ruhige, stimmungsvolle Szenerie. Das Wasser spiegelt das sanfte, gedämpfte Licht wider.

Der schlimmste Muskelkater wird mit toller Aussicht belohnt

Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
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Am Anfang ist alles ganz entspannt. Ein gemütlicher Lauf runter zum See ist geplant. Der Wanderweg ist anfangs völlig normal, an manchen Teilen noch großzügig bebaut und asphaltiert. Doch dann geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte und mir tagelang Schmerzen bereitete. 😉

Der Abstieg nach Campione

Die ca. 600 Höhenmeter Unterschied von der Gemeinde Tremosine runter zur direkt am Gardasee in Italien gelegene Ortschaft Campione bereitete mir eigentlich kein Kopfzerbrechen. Die ersten Minuten ging es ja auch noch einen normalen Wanderweg hinab. Doch je weiter wir uns vorarbeiteten, desto mehr Probleme bekam ich. Der Weg wurde felsiger, brüchige Gesteinsbrocken wurden zu Stufen, ragten spitz auf und selbst in Hikingschuhen knickte ich aller Nasen lang um. Dazu kam noch, dass der Weg schmaler und schmaler wurde, neben mir der Abhang immer näher kam, Steine wegrutschten und ich mich am Berg festklammernd wieder fand.

Die 23-25 °C taten ihr übrigens. War es Angstschweiß, der mir auf der Stirn stand, weil mir der Abhang bewusster wurde oder die vormittägliche Sonne und die Anstrengung einer Wanderung unter extremeren Bedingungen, als ich Großstadtmemme normalerweise gewöhnt bin? Nehmen wir das Beste an…

Doch viel schlimmer waren eigentlich die vielen Stufen, 50–60 cm Höhe waren keine Seltenheit, und das durchgängig hinab. Der untrainierte Couchpotatoe in mir litt unter Höllenqualen, vor allem in der Oberschenkelmuskulatur.

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Die Belohnung

Die Natur konnte ich fast nicht mehr genießen, der Blick nach unten war oft mehr Sehnsucht nach dem baldigen Ende als die Würdigung der schönen Landschaft rund um den Gardasee. Doch unten angekommen, erwartete mich ein wunderbarer kleiner Ort mit schnuckeligen Kitesurfern – Campione del Garda, Teil der Kommune Tremosine auf der Westseite des Gardasees, zur Lombardei gehörend. Es ist der einzige der 18 Teile der Kommune, der nicht auf dem Hochplateau, sondern direkt unten am See liegt. Wie ich merkte, ist es nur schwer zu erreichen. 😉

Campione und das schöne Wetter am Gardasee habe ich dann aber im Anschluss ausführlich bei einem Segeltörn genossen. Entschädigung für den danach mehrere Tage anhaltenden höllischsten Muskelkater, den ich je hatte.

Wetter & beste Jahreszeit zum Reisen

Klimaübersicht Gardasee
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tageshöchst6°9°14°18°22°27°30°29°25°19°12°7°
Tiefstwert0°2°5°9°13°18°20°19°16°11°6°1°
Sonnenstunden4h5h6h7h6h8h8h7h6h5h4h3h
Regentage5d57mm5d52mm6d64mm8d78mm9d95mm7d67mm6d61mm6d72mm6d72mm6d80mm7d86mm5d54mm

Klimadaten: ClimaAtlas – Klimaübersicht Gardasee

Der Gardasee ist vor allem im Frühsommer und Frühherbst optimal für einen Besuch.

Lestipp

Angela nimmt Deine Familie und Dich mit in den alpinen Norden des Gardasees und zeigt Dir Sehenswürdigkeiten in Riva del Garda, Arco und Torbole. Außerdem war sie mit Familie und Campervan auf einem Roadtrip von Südtirol über Venedig zum Gardasee.


Fotos: Diese und weitere Fotos findest Du zur Inspiration auf Flickr.

Offenlegung: Danke an das Tourism Board von Tremosine sul Garda und Italiablogtour für die Einladung zur ersten Blogtour #tremosinewhatelse.
Meine Meinung blieb davon – wie man hoffentlich merkt – unbeeindruckt.

Dieser Beitrag erschien zuerst am 29. Mai 2014 und wurde zuletzt am 22. September 2026 aktualisiert.


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Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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