Ein Blockhaus, umgeben von schneebedeckten Bäumen und einer verschneiten Landschaft unter bewölktem Himmel. Schnee bedeckt das Dach, den Boden und alle sichtbaren Flächen und verleiht der Szenerie eine friedliche, winterliche Atmosphäre in Lappland. In der Nähe schlängelt sich neben dem Blockhaus eine schneebedeckte Straße.

Lappland im Winter: Meine Erfahrungen rund um Levi in Finnland

Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
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Winter? Ham wa nich.

Zumindest kommt es mir im Ruhrgebiet inzwischen manchmal so vor. Ich bin zwar eine ziemliche Frostbeule, aber bei Schnee werde ich plötzlich erstaunlich enthusiastisch. Weiße Landschaft, knirschender Schnee unter den Schuhen und diese eigentümliche Ruhe, die entsteht, wenn alles unter einer dicken Schneedecke verschwindet – dafür nehme ich sogar kalte Finger und eine rote Nase in Kauf.

Richtigen Winter hatte ich lange nicht mehr erlebt. Bis ich Ende Januar 2015 nach Finnland reiste.

Schon Tampere zeigte sich wunderbar verschneit und ich habe von der Stadt im Schnee bis heute einige meiner liebsten Winterfotos. Aber als ich schließlich nach Kittilä in Finnisch-Lappland flog und weiter Richtung Levi fuhr, bekam „viel Schnee“ noch einmal eine völlig neue Bedeutung.

So viel Schnee hatte ich zuletzt als kleines Kind gesehen, als wir in den Bergen der damaligen Tschechoslowakei unterwegs waren.

Plötzlich war ich wieder mittendrin: in einem Winter, in dem die Schneehaufen am Straßenrand beinahe bis zu den Verkehrsschildern reichten.

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Lappland im Winter: Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Finnisch-Lappland bietet im Winter sehr zuverlässige Schneeverhältnisse, kalt und deutlich dunkler als Mitteleuropa. Schnee liegt in Lappland üblicherweise von Anfang November bis weit ins Frühjahr; Dezember bis März gelten als klassische Monate für einen Winterurlaub. Im Januar und Februar herrscht tiefer Winter mit kurzen Tagen, viel Dämmerlicht und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Ich war vom 26. Januar bis 2. Februar 2015 in Finnland unterwegs und verbrachte einen Teil dieser Reise rund um Levi und Kittilä nördlich des Polarkreises.

Nein: Ski gefahren bin ich dort nicht. Denn Lappland funktioniert nämlich erstaunlich gut auch ohne Ski.

Wo liegt Levi in Finnisch-Lappland?

Das Wintersportgebiet Levi liegt im Norden Finnlands in der Gemeinde Kittilä, rund 170 Kilometer nördlich des Polarkreises. Der eigentliche Ort heißt Sirkka, wird touristisch aber fast immer einfach Levi genannt.

Der Flughafen Kittilä ist nur etwa 15 Kilometer von Levi entfernt. Damit gehört Levi zu den vergleichsweise unkompliziert erreichbaren Winterzielen in Finnisch-Lappland.

Schon die Fahrt vom Flughafen war für mich allerdings ein Erlebnis für sich. Nicht wegen spektakulärer Sehenswürdigkeiten am Straßenrand, sondern wegen des Schnees.

Sehr. Viel. Schnee.

Am Tag unserer Ankunft schneite es zusätzlich, sodass noch einmal einige Zentimeter Neuschnee dazukamen. Die Straßen waren geräumt, links und rechts türmten sich dafür die Schneemassen.

Ich saß vermutlich mit ähnlich großen Augen im Auto wie andere Menschen beim ersten Blick auf das Meer.

Mein erster richtiger Winter in Lappland

Dabei hatte meine Finnlandreise gar nicht schneelos begonnen.

In Helsinki herrschte Ende Januar Tauwetter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. An manchen Stellen lagen nur Schneereste, im Hafen trieben kleine Eisschollen.

In Tampere sah das schon ganz anders aus. Die Stadt war richtig winterlich und verschneit – genau so, wie ich mir Finnland vorher vorgestellt hatte.

Doch Lappland legte noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Oder besser: mehrere Schneeschaufeln.

Die Mengen rund um Levi erinnerten mich tatsächlich an meine Kindheit. Damals war ich mit meiner Familie in den Bergen der damaligen Tschechoslowakei unterwegs und erinnere mich bis heute an meterhohe Schneeränder. Löcher im Schnee, um zu Haustüren zu gelangen und daran, wie klein man daneben plötzlich wirkte.

Genau dieses Gefühl war in Lappland sofort wieder da.

Wie viel Schnee liegt im Winter in Lappland?

Wenn Du für einen Winterurlaub nach Lappland reist, hast Du normalerweise sehr gute Chancen auf eine geschlossene Schneedecke.

Nach Angaben von Visit Finland bleibt der Schnee im Norden Finnlands gewöhnlich ab Ende Oktober beziehungsweise Anfang November liegen. Der größte Teil Lapplands ist zwischen Dezember und April schneebedeckt, und in vielen Regionen bleibt der Schnee sogar bis Mai.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeden Winter überall dieselben Schneemengen liegen. Wetter bleibt Wetter.

Bei meiner Reise Ende Januar 2015 war davon jedenfalls wenig Zurückhaltung zu erkennen. Die Landschaft rund um Levi war tief verschneit, Bäume trugen dicke Schneepakete und entlang der Straßen türmte sich der geräumte Schnee teilweise beeindruckend hoch.

Wie kalt ist Lappland im Winter?

Kalt. 🥶

Überraschung! Während meiner Reise Ende Januar 2015 hatten wir allerdings Glück – jedenfalls relativ gesehen. In der Woche zuvor sollen die Temperaturen rund um Levi noch bis etwa -35 °C gefallen sein. Während meines Aufenthalts war es nicht mehr ganz so extrem, dafür überwiegend bewölkt.

Der finnische Winter dauert in Lappland rund 200 Tage. Als grobe Orientierung werden für Rovaniemi im Winter Durchschnittstemperaturen zwischen etwa -10 und -20 °C angegeben; einzelne Tage können deutlich kälter ausfallen. Rund um Levi sind im Januar und Februar auch Temperaturen um -20 °C oder darunter nichts Ungewöhnliches.

Bei Winteraktivitäten musste ich mich außerdem nicht allein auf meine mitgebrachte Kleidung verlassen. Für mehrere Aktivitäten bekamen wir dicke blaue Schneeanzüge und Handschuhe gestellt. Beim Schneemobil und Ice Karting kamen außerdem Helm und Sturmhaube und auch teilweise Schuhe dazu.

Mein Tipp: Bei organisierten Winteraktivitäten in Lappland solltest Du vor der Reise prüfen, welche Thermokleidung der Veranstalter stellt. Einen warmen Baselayer und vernünftige eigene Winterkleidung brauchst Du trotzdem – aber nicht zwangsläufig einen kompletten Expeditionsschrank.

Was mich dabei überraschte: Trockene Kälte kann sich anders anfühlen als ein nasskalter Wintertag zuhause. Solange ich vernünftig angezogen war, fand ich viele Situationen weniger unangenehm als erwartet.

Natürlich bis zu dem Moment, an dem irgendein Körperteil beschließt, dass ihm jetzt doch kalt ist.

Meistens die Finger.

Ist es im Winter in Lappland den ganzen Tag dunkel?

Nein. Aber Ende Januar sind die Tage noch kurz – und zwischen Tag und Nacht liegt eine erstaunlich lange Dämmerung.

Rund um den Jahreswechsel gehört in Lappland außerdem die Polarnacht, auf Finnisch Kaamos, zum Winter. Ende Januar, als ich in Levi war, war diese Phase bereits vorbei – die Tage waren aber noch kurz und die Dämmerung entsprechend lang.

Genau die habe ich während meiner Husky-Tour erlebt. Wir starteten am Nachmittag zu einer etwa sechs Kilometer langen Tour bei Ruokkovuoma. Nach einer Einführung fuhren jeweils zwei Personen mit einem eigenen Hundeschlittengespann los. Das gesamte Erlebnis dauerte rund zwei Stunden.

Währenddessen wurde das Licht zunehmend blau. Mit „blau“ meine ich nicht nur dieses poetische „Blaue Stunde“-Blau, das in Reiseführern immer so gut klingt. Meine Fotos von dieser Tour haben tatsächlich einen enormen Blaustich: Schnee, Himmel und Landschaft scheinen irgendwann fast nur noch aus verschiedenen Blautönen zu bestehen.

Genau diese lange Dämmerung gehört für mich heute zu den schönsten Erinnerungen an Lappland im Winter.

Dass es an vielen Tagen eher bewölkt war, störte dabei erstaunlich wenig. Im Gegenteil: Der Schnee reflektierte selbst das diffuse Licht so stark, dass sich die Landschaft nie einfach nur „dunkel“ anfühlte.

Was kann man im Winter in Levi unternehmen?

In Levi kannst Du im Winter auch ohne Ski viel unternehmen: Husky- und Rentiertouren, Schneemobil, Ice Karting, Winterwandern, Schneeschuhe, Sauna und Nordlichttouren gehören zu den Möglichkeiten.

Eine ganze Menge also – und dafür muss man nicht zwingend Ski fahren. Dies war für mich ziemlich praktisch, denn ich kann es schlicht nicht. Levi ist zwar eines der bekanntesten Skigebiete Finnlands, aber Wintersport auf zwei Brettern war während meiner Reise überhaupt nicht das Entscheidende.

Stattdessen standen unter anderem auf dem Programm:

Am Samstag gab es Winterprogramm im Akkord: Erst fuhren wir mit Schneemobilen rund 25 bis 30 Kilometer durch die verschneite Landschaft zu einer Rentierfarm. Danach hieß es sinngemäß: Schneeanzug bloß nicht ausziehen – weiter geht’s.

Um 15 Uhr warteten bereits die Huskys. Besonders elegant sahen wir in unseren blauen Michelinmännchen-Anzügen vermutlich nicht aus. Warm waren sie aber.

Ein Team von Schlittenhunden zieht einen Holzschlitten durch eine verschneite Landschaft in Lappland, umgeben von Kiefern unter einem bewölkten Himmel. Die Aufnahme wurde vom Schlitten aus gemacht, mit Blick auf die Hunde, die vorwärts laufen und Spuren im tiefen Schnee hinterlassen.
Husky-Tour bei blauer Dämmerung in Levi, Lappland

Heute kommen rund um Levi außerdem Winterwanderwege, Schneeschuhtouren, Fatbike-Angebote, Nordlichttouren und zahlreiche weitere Winteraktivitäten hinzu. Selbst auf präparierten Winterwanderwegen lässt sich die Landschaft ohne Ski oder Schneeschuhe erkunden.

Meine einzelnen Aktivitäten beschreibe ich inzwischen ausführlicher in meinem Beitrag über Winteraktivitäten in Lappland. Du möchtest Husky, Rentier oder Schneemobil selbst erleben? Hier findest Du buchbare Winteraktivitäten rund um Levi und kannst Termine für Deine Reise vergleichen.*

Ice Karting in Levi

Mein heimlicher Favorit? – Ice Karting.

Ich kann zwar nicht Ski fahren, aber mit einem Kart über Eis rutschen und dabei so tun, als hätte ich alles unter Kontrolle, funktionierte erstaunlich gut.

Wie Ice Karting in Lappland genau abläuft, erzähle ich Dir in meinem eigenen Beitrag über Ice Karting in Levi.

Drei Personen fahren auf einer schneebedeckten Strecke Go-Karts und genießen das aufregende Eis-Kartfahren, umgeben von hohen Schneewehen und dicht bewachsenen, verschneiten Bäumen. Eine vierte Person steht im Schnee und fotografiert die Fahrer. An der Kurve steht ein kleiner Verkehrskegel. Der Himmel ist bewölkt, was eine winterliche Atmosphäre schafft.
Ice Karting auf Eis in Levi, Finnisch-Lappland

Schneemobil, Huskys und Rentiere

Auch der klassische Lappland-Dreiklang durfte natürlich nicht fehlen.

Schneemobil? Check. ✅
Hundeschlitten? Check. ✅
Rentiere? Ebenfalls. ✅

Wobei ich nicht nur Rentiere besucht habe. Ich habe gefühlt auch halb Santas Rentierherde verspeist. Rentier stand während dieser Reise mehrfach auf dem Teller und ja: Ich fand es wirklich sehr, sehr lecker.

Lappland im Winter ohne Skifahren – lohnt sich das?

Für mich ganz klar: ja.

Ich war nie zum Skifahren in Levi und habe trotzdem keinen Moment das Gefühl gehabt, dass mir etwas fehlt. Gerade das fand ich an Lappland so wunderbar.

Winter bedeutet dort nicht automatisch Skiurlaub. Du kannst mit Huskys unterwegs sein, Rentieren begegnen, Schneemobil fahren, Winterwanderungen machen, Schneeschuhe ausprobieren, saunieren oder einfach durch die tief verschneite Landschaft laufen.

Letzteres ist vermutlich die unterschätzteste Aktivität überhaupt.

Wer nicht besonders sportlich ist, findet zudem zahlreiche vergleichsweise niedrigschwellige Möglichkeiten, den Winter draußen zu erleben. Levi weist beispielsweise eigene präparierte Winterwanderwege aus, die ohne Ski genutzt werden können.

Für mich war diese Mischung ideal.

Sauna im finnischen Winter

Natürlich gehört auch Sauna zu Finnland. Nach Stunden draußen bei Minusgraden versteht man plötzlich sehr schnell, warum.

Über einem Fenster, das von blaugrünem Holz eingerahmt ist, befindet sich ein blaues Schild mit einem weißen Sauna-Symbol und der Aufschrift „SAUNA“; im Glas spiegeln sich Bäume wider. Foto: VisitFinland
Foto: VisitFinland

Mein Verhältnis zur finnischen Sauna hat sich inzwischen ziemlich verändert. Bei mehreren Reisen habe ich private und öffentliche Saunen erlebt und festgestellt, dass finnische Saunakultur teilweise deutlich lockerer ist als das, was ich aus Deutschland kannte.

Mehr dazu findest Du in meinen Tipps zur finnischen Sauna. Wenn Du eine besonders traditionelle Variante kennenlernen möchtest, findest Du außerdem meine Erfahrung mit einer finnischen Rauchsauna.

Auf dieser ersten Lapplandreise hatte die Sache mit dem Wellnessbereich allerdings noch eine unerwartete Nebenwirkung.

Warum mein Winterurlaub in Lappland im Krankenhaus endete

Man könnte meinen, eine Reise mit Schneemobil, Huskys und Rentieren böte genug Gelegenheit, sich spektakulär zu verletzen.

Man könnte beispielsweise vom Schneemobil fallen.
Man könnte beim Ice Karting irgendeinen Unsinn veranstalten.
Vielleicht tritt einem sogar ein Rentier auf den Fuß.
Alles denkbar.

Ich? – Ich ging ins Spa. Was sollte schon passieren? Nun…

Am letzten Tag standen zwei Stunden im damaligen Spa Hotel Levitunturi, heute Levi Hotel Spa, auf dem Programm. Schwimmen. Sauna. Wellness. Doch im Schwimmbad rutschte ich auf einer Treppe aus, fiel hinunter und wurde anschließend mit einigen beeindruckenden blauen Flecken und einem dicken großen Zeh belohnt.

Das Ergebnis: Zehe gebrochen.

Levi Hotel Spa Resort

Levintie 1590
LEVI PF, 99130 Sirkka
Finnland

Website

Etwa fünf Stunden vor meinem Flug nach Helsinki durfte ich also noch spontan das finnische Gesundheitssystem kennenlernen. Ironie des Schicksals. Warum lasse ich es mir auch gut gehen?

Der Arzt kommentierte den Heilungsverlauf später übrigens recht trocken mit: „Es bildet sich Kalk.“ Marathonlaufen, Kickboxen und Fußball waren vorerst keine Option. Nun denn. Hatte ich eh nicht vor.

Was solltest Du für Lappland im Winter einpacken?

Für Lappland gilt vor allem das klassische Zwiebelprinzip.

Visit Finland empfiehlt thermische Basisschichten, eine isolierende Mittelschicht, winddichte Oberbekleidung, warme Winterstiefel sowie möglichst viel Wolle.

Ein Paar braune Timberland-Stiefel, eine rote Schneehose, eine schwarze Hose, zwei Paar rote Socken mit der Aufschrift „EVERYDAY“, eine Strickmütze und eine Dose Lippenbalsam sind zusammen auf einem weißen Hintergrund angeordnet – die perfekte Grundausstattung für Erkundungstouren in Lappland im Winter.
Winterkleidung für Finnland

Besonders wichtig fand ich: Funktions- oder Merinounterwäsche als erste Schicht, darüber eine warme Zwischenschicht und eine winddichte Winterjacke. Dazu gehören gute Winterstiefel, dicke Socken, Mütze und warme Handschuhe.

Bei organisierten Winteraktivitäten werden häufig zusätzliche Thermo-Overalls und spezielle Stiefel gestellt. Das solltest Du allerdings vorher beim jeweiligen Anbieter prüfen. Außerdem unterschätze nicht die Hände.

Ich wiederhole mich vielleicht. Aber: Hände.

Wann ist die beste Reisezeit für Lappland im Winter?

Das hängt davon ab, welchen Winter Du erleben möchtest.

Für klassisches Wintergefühl mit viel Schnee gelten Dezember bis März als besonders geeignete Reisezeit. Ich selbst war Ende Januar und Anfang Februar dort und mochte gerade die Kombination aus viel Schnee, Kälte und langem Dämmerlicht.

Dezember

Sehr kurze Tage, Weihnachtsstimmung und Hochsaison, vor allem in Rovaniemi, das offizielle Zuhause des Weihnachtsmanns (laut Finnland).

Januar und Februar

Tiefer Winter, viel Schnee und gute Chancen auf sehr kalte Temperaturen. Die Tage werden ab Januar wieder langsam länger.

März

Immer noch sehr winterlich, gleichzeitig aber deutlich mehr Tageslicht.

Ich selbst war Ende Januar und Anfang Februar unterwegs und mochte gerade diese Mischung aus viel Schnee, Kälte und langem Dämmerlicht.

Wenn Dir maximale Tageshelligkeit wichtiger ist, würde ich eher Richtung März schauen.

Wie kommst Du nach Levi?

Der nächstgelegene Flughafen ist Kittilä (KTT). Von dort sind es nur rund 15 Kilometer bis Levi. Transfers, Busse, Mietwagen und Taxis verbinden Flughafen und Ferienregion.

Eine schneebedeckte Straße schlängelt sich nachts durch einen dichten Wald in Lappland im Winter. Hohe, dunkle Bäume säumen beide Seiten, ihre Äste sind schwer beladen mit Schnee. Die Scheinwerfer beleuchten den vereisten Weg und die umliegenden Bäume, werfen tiefe Schatten und unterstreichen die winterliche, abgeschiedene Atmosphäre.
über die schneeverschneiten Straßen von Levi nach Kittilä

Aus Deutschland gibt es im Winter je nach Saison Direktflüge nach Kittilä. Alternativ kannst Du über Helsinki fliegen.

Mit Bahn und Nachtzug nach Lappland

Wer mehr Zeit mitbringt, kann einen Teil der Strecke auch mit der Bahn zurücklegen.

Finnische Nachtzüge fahren von Helsinki Richtung Norden. Für Levi ist Kolari einer der relevanten Bahnhöfe; von dort geht es per Bus oder Transfer weiter.

Das ist besonders interessant, wenn Du Finnland nicht nur als kurzen Lapplandtrip, sondern als längere Reise planst.

Meine Unterkunft in Levi: Hotel Hullu Poro

Während meiner Reise wohnte ich im Hullu Poro – zu Deutsch ungefähr „Verrücktes Rentier“ – mitten in Levi. Der Name passt erstaunlich gut.

Das Hotel war nicht nur unsere Unterkunft, sondern praktisch auch Ausgangspunkt für das komplette Lapplandprogramm: Frühstück, mehrere Mittag- und Abendessen, Veranstaltungen und die Abholung zu den Winteraktivitäten fanden dort beziehungsweise direkt davor statt.

Heute hat das Hotel 157 Zimmer; viele davon verfügen sogar über eine eigene Sauna, Badewanne oder Dampfdusche. Es liegt zentral im Ort.

Mein Aufenthalt war 2015 – die Zimmer und das Hotel können sich seitdem natürlich verändert haben. Die Lage würde ich für einen Wintertrip ohne eigenes Auto aber weiterhin als sehr praktisch einschätzen.

Hullu Poro (Hotel Crazy Reindeer)

Rakkavaarantie 3
99130 Sirkka
Finnland

Website

Unterkunft in Levi

Levi verfügt über ein großes Angebot an Hotels, Apartments und Ferienhäusern.

Gerade im Winter würde ich darauf achten, wie weit Deine Unterkunft vom Zentrum beziehungsweise von Deinen gebuchten Aktivitäten entfernt liegt. Wenn Du keinen Mietwagen nutzt, profitierst Du dann von einer zentralen Lage oder einer guten Transferanbindung.

💤 Übernachten in Levi im Winter*

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Weitere Informationen

Würde ich noch einmal im Winter nach Lappland reisen?

Sofort.

Vermutlich würde ich noch immer ziemlich begeistert aus dem Fenster schauen, sobald die ersten wirklich hohen Schneehaufen auftauchen.

Meine Reise 2015 war mein erster Kontakt mit Finnisch-Lappland und hat mir gezeigt, dass ein Winterurlaub dort überhaupt nichts mit einem klassischen Skiurlaub zu tun haben muss.

Ich erinnere mich an die Huskys, das Ice Karting, Rentiere, Schneemobile und natürlich an den gebrochenen Zeh.

Vor allem erinnere ich mich aber an diesen Schnee. An Straßen, die von weißen Wänden gesäumt waren. An verschneite Wälder. An dieses besondere blaue Winterlicht. Sowie an das Gefühl, für ein paar Tage wieder das Kind zu sein, das vor gewaltigen Schneemassen steht und denkt:

Genau so sollte Winter aussehen.

Häufige Fragen zu Lappland im Winter

Wann liegt in Lappland Schnee?

In Finnisch-Lappland liegt normalerweise ab Anfang November eine dauerhafte Schneedecke. Zwischen Dezember und April ist der größte Teil der Region zuverlässig verschneit; vielerorts bleibt Schnee bis in den Mai liegen.

Wie kalt ist es im Winter in Lappland?

Ist es im Winter in Lappland immer dunkel?

Wann ist die beste Zeit für einen Winterurlaub in Lappland?

Kann ich Lappland besuchen, wenn ich nicht Ski fahre?

Wie komme ich nach Levi?


Fotos: Die gezeigten Fotos unterliegen meinem Urheberrecht.

Offenlegung: Vom 26.01. bis 02.02.2015 war ich dank VisitFinland in Tampere, Helsinki und in Lappland unterwegs (#LappDance). Danke an VisitLevi (#OnlyinLapland) für das Winterprogramm nördlich des Polarkreises. Meine Meinung blieb davon unbeeindruckt. 

Dieser Beitrag erschien erstmals am 13. März 2015 und wurde zuletzt am 19. September 2026 aktualisiert und grundlegend überarbeitet.


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Schwarzweißfoto einer Frau (Romy Mlinzk, Foto: Niels Rohrweber), die in die Kamera lächelt. Sie hat schulterlanges Haar und trägt einen gemusterten Schal und einen karierten Mantel. Im Hintergrund ist ein Teil des Eingangs eines Gebäudes mit einigen Glastüren zu sehen. Die Beleuchtung hebt ihren fröhlichen Gesichtsausdruck hervor.
Romy

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund und arbeitet als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media, Content Strategie und Community Management.

Sie bloggt seit 2006.
Übers Reisen regelmäßiger seit 2013. Wenn sie Zeit dazu findet.

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