Die Vertriebsgemeinschaft U35 beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Digitalisierung: Christian Liska (437) (v. li.), Christoph Kwoka (418), Markus Walczak (433), Ralf Viergutz (418), KIM, Jens von Scheven (437), und Niklas Schirrmeister (433). Foto: Margit Salzmann
VGs werden digital immer fitter
Projekt verbessert Digitalisierungsstand in den Geschäftsstellen
Mit dem internen Infomarkt im Frühling begann ein groß angelegtes Projekt, das den Digitalisierungsstand der Geschäftsstellen vereinheitlichen wird. s-inteam hat nachgefragt, wie der aktuelle Projektstand ist und wie zufrieden die Beteiligten sind.
Es gibt unzählige Anwendungen, Tools und digitale Hilfsmittel, die die Effizienz im Vertrieb erhöhen und gleichzeitig dem Kunden zeigen, dass wir ein innovatives und digitales Finanzinstitut sind. Sie wurden in den vergangenen Jahren nach und nach eingeführt oder freigeschaltet. Die Hürden, sich im trubeligen Arbeitsalltag stetig auf dem aktuellen digitalen Stand zu halten, sind jedoch groß. „Hinzu kommt, dass wir uns grundsätzlich in der Vergangenheit zu wenig Zeit genommen haben, um alle Mitarbeitenden bei den vielen neuen Tools mitzunehmen. Das holen wir jetzt nach. Ich bin mir sicher, dass wir durch das Beherrschen von Anwendungen noch besseren Vertrieb machen“, sagt Organisationsleiterin Ilka Roß. Das Projekt „Digitalisierung der VG“ packt den Stier bei den Hörnern und sorgt mit Unterstützung der Beratungsfirma PWS dafür, dass es einen strukturierten und gut funktionierenden Weg in eine digitale Zukunft gibt.
Rollen im Digitalisierungsprozess
- Digi-Verantwortliche (alle GS-Leitungen): Sie werden Hutträger genannt und schaffen Zeiträume und Formate für die Digitalisierung in den Geschäftsstellen.
- Digi-Botschafterinnen und -Botschafter (eine Person je Vertriebsgemeinschaft): Sie beherrschen alle Digitalisierungsthemen und geben ihr Wissen weiter. Sie sind Bindeglied zwischen Verantwortlichen und Digis sowie Schnittstelle zu den Fachabteilungen.
- Digis (eine Person je Geschäftsstelle): Die Digis als Experten der Digitalisierung sind der verlängerte Arm der Botschafterin/des Botschafters. Die Person unterstützt und begleitet kontinuierlich die Kolleginnen und Kollegen der eigenen Geschäftsstelle.
Mitarbeitende schätzen ihren Digitalisierungsstand selbst ein
Wattsche Süd, U35 und 401 machten sich als erste Vertriebsgemeinschaften an die Arbeit: Die Digis und Botschafter nahmen an Schulungen zu wichtigen digitalen Anwendungen und Themen teil und gaben anschließend das Gelernte an die Teams weiter. Mit dem „Digikompass“ schätzten dann alle GS-Mitarbeitenden ihren Digitalisierungsstand selbst ein und gaben an, welche Anwendungen sie sicher beherrschen und welche eher nicht. Noch bevor hier eine Auswertung vorlag, startete die VG Wattsche Süd bereits ein eigenes Format, die sogenannten „Digihäppchen“. „Dabei haben wir Digis für unsere VG-Kollegen kleine Schulungen zu wichtigen Themen angeboten“, berichtet Antonia Schök (412). „20 bis 30 Minuten per Jitsi oder persönlich – das ist sehr gut angekommen und ist bis heute sehr beliebt.“ Nach der Auswertung des Digikompass folgten Gespräche zum persönlichen Digitalisierungsstand jedes Einzelnen und weitere VG-individuelle Schulungsformate. Ziel für alle ist das „Digiplom“ im Frühling 2025. Dieses Format wird zeigen, ob der Digitalisierungsgrad ausreichend gestiegen ist und sich die Teams auf dem gleichen Niveau befinden.
Melanie Schulze (v. li.), Frederic Strote, Sascha Große, Thomas Seppelt, Antonia Schök, Waltraud Leder und Caroline Potthoff von der Vertriebsgemeinschaft Wattsche Süd informieren sich regelmäßig über digitale Neuigkeiten. Foto: Britta Volmerding
Spaß muss sein – Frederic Strote (416/417) nimmt seine Rolle als Digi-Botschafter ernst und verschenkt Bäumchen in Sparkassen-Rot und weihnachtlichem Grün als Kantenhocker aus dem heimischen 3-D-Drucker. Foto: Antonia Schök
Digitalisierung soll Spaß machen
„Das Projekt hat unsere Zusammenarbeit in der Vertriebsgemeinschaft noch weiter verbessert“, berichtet Louis Pospiech (433). Das ist für den Digi fast genauso wichtig wie das gegenseitige digitale Fitmachen. Das sieht Shabina Ravi-Jeyaratnam (418) ähnlich: „Wir haben schnell gemerkt, wie ernst das alle nehmen und dass jeder mitmachen will. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Auch für Botschafter Frederic Strote (416) ist das ein wichtiger Aspekt: „Es geht ja nicht um Regulatorik – Digitalisierung soll uns das Leben leichter machen. Und das darf auch Spaß machen.“
„Die Arbeit als Digi finde ich sehr spannend. Wir lernen etwas Neues und bringen es anschließend den Kolleginnen und Kollegen bei. Das sind oft Kleinigkeiten, wie die verschiedenen Optionen des PDF-Creators. Oder wir besprechen, wie man das iPad besser in der Beratung einbauen kann.“
Louis Pospiech (433)
Wie gut kennen Sie sich aus?Â
Ein paar Beispiele aus dem Digikompass.
Schätzen Sie sich sebst ein, wie fit Sie sich in diesen Themen fühlen.
Jung und Alt gehen unterschiedlich mit Digitalisierung um
Die Frage, wie sich die verschiedenen Generationen in dem Projekt fühlen, beantworten alle VGs und die Geschäftsstelle 401 ähnlich: „Wir hatten da keine Probleme, alle haben mitgezogen“, sagte Christian Liska (437). Thomas Seppelt (412) ist der gleichen Meinung, schaut genauer auf das Thema. Ihm sei aufgefallen, dass jüngere und ältere Kolleginnen und Kollegen nicht pauschal einen unterschiedlich hohen Digitalisierungsstand haben: „Die erfahreneren Mitarbeitenden kennen sich gut am PC aus. Für sie stellen oft Neuerungen insgesamt eine etwas höhere Hürde dar. Jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dagegen sind fit am Smartphone. Die Arbeit an einem Computer müssen sie jedoch manchmal noch einüben.“
„Bei uns haben alle Kolleginnen und Kollegen begeistert mitgemacht. Es hat mich sehr gefreut, dass alle so offen waren.“
Antonia Schök (412)
Marco Gerstmeier (v. li.), Özkan Terzioglu (beide Digis), Benjamin Marquardt (Hutträger), Daniel Immich und Michael Swierczyk (beide Botschafter) besprechen einmal wöchentlich den aktuellen Stand des Digitalisierungsprozesses in der Geschäftsstelle 401.
KIM unterstützt die Kopfgeschäftsstellen
Im Prozess der zunehmenden Digitalisierung spielen auch KIM und das s-next eine große Rolle. Der Avatar KIM steht in allen Kopfgeschäftsstellen und unterstützt in zahlreichen Sprachen beim Einrichten des Online-Bankings. In der VG U35 ist KIM nach 433 umgezogen. „Hier ist sie einfach Gold wert. Manche Kunden kommen gezielt wegen KIM zu uns, denn sie versteht einfach jeden“, sagt Niklas Schirrmeister (433). In der Geschäftsstelle 401 hat das Projekt dafür gesorgt, dass die Zusammenarbeit zwischen Digitalcenter s-next und Geschäftsstelle noch intensiver wird: „Die Kolleginnen und Kollegen dort nehmen uns viel ab. Im Gegenzug unterstützt unser Service, wenn im s-next zum Feierabend immer noch sehr viel los ist“, berichtete Benjamin Marquardt (401). Für digitale Schulungen kann 401 jetzt die große LED-Wand im s-next selbstverantwortlich nutzen. Auch diese Idee ist im Digitalisierungsprozess entstanden und wird direkt umgesetzt. Özkan Terzioglu (401) hat sich darum gekümmert.
„Natürlich endet der Prozess der Digitalisierung nicht, es geht ja immer weiter. Die nächste Herausforderung wird bestimmt die künstliche Intelligenz sein. Wir freuen uns, wenn die Kolleginnen und Kollegen in den Geschäftsstellen mit Freude an digitalen Themen arbeiten und hoffen sehr, dass sie das auch künftig weiter tun. Für Wattsche Süd, U35 und 401 endet bald die engmaschige Begleitung durch uns und PWS. Dann starten weitere VGs in die intensive Phase.“
Laura Brey (210) ist fester Bestandteil der Projektformate.
Britta Volmerding (110)
