Rossmann Check-in Charity auf foursquare

Foursquare (4sq)* ist immer noch sehr unbekannt in Deutschland – im Gegensatz z.B. zur Türkei.**
Dies ist sehr bedauerlich, da es ein wunderbares Tool ist, um spannende Locations in der Umgebung zu finden. Auch der spielerische Anteil kommt nicht zu kurz. Das man dies auch für karitative Zwecke nutzen kann, beweist die Drogeriemarktkette Rossmann gerade zum zweiten Mal.

Aktionsablauf

Rossmann nutzt wie auch vor ca. 1,5 Jahren foursquare, um für einen guten Zweck Geld zu spenden und Aufmerksamkeit auf das Leid in Entwicklungsländern zu lenken. Die eigentliche Plattform ist dabei eine Facebook-App, die mit dem eigenen foursquare-Account verbunden wird. Dort werden die Spenden quasi gesammelt und auf einer Deutschlandkarte nach Filialen aufgedröselt und visualisiert. Die Top10-Filialen sind als rote Pins auf der Karte identifizierbar.

Sagt man also via der foursquare-App auf seinem Smartphone, dass man sich in einer der offiziellen Rossmann/RossmannExpress-Filiale befindet (= eincheckt) und hat sein foursquare-Konto vorher mit Facebook verbunden, dann spendet Rossmann mindestens 1,- Euro.

Screenshot Rossmann Special auf foursquare

Das Rossmann-Foursquare-Special

Maximal sind pro Check-in 2,-Euro Spende möglich, da je 0,50 Euro zusätzlich gespendet werden, wenn man seinen Freunden und Followern auf Twitter und/oder Facebook auch mitteilt, dass man sich in einer Filiale befindet. Am sogenannten 4sq-Day (16.4. – amerikanisch: 4/16, 16 ist das Quadrat = square von 4) gab es für über 24 Stunden (systembedingt) sogar 5 Euro pro Check-in. Gleichzeitig kann man auch etwas gewinnen. Die Höchstsumme, die gespendet werden soll, liegt übrigens bei 150.000 Euro.

Wie kann man mitmachen?

Fassen wir also zusammen, wenn man mit Rossmann noch bis zum 19.05.2014 Gutes tun möchte:

  1. foursquare-App downloaden bzw. aufrufen
  2. foursquare-Account anlegen bzw. aufrufen
  3. foursquare-Account hier mit Facebook verknüpfen – man wird beim ersten Besuch zum Verknüpfen aufgefordert, ansonsten geht es auch in der 4sq-App
  4. beim nächsten Rossmann-Besuch mit der foursquare-App einchecken
  5. eventuell Check-in zu Facebook und/oder Twitter teilen
  6. sich freuen, dass man etwas Gutes getan hat – und vielleicht sogar selbst etwas gewinnen

Neiddebatte und Markenbildung

Nun gibt es immer die Menschen, die sagen werden: „Warum spendet Rossmann das Geld nicht gleich?“
Klar, so bekommt man nicht unbedingt viele Menschen dazu, sich mit foursquare zu beschäftigen oder gar mit dem Elend anderer. Dennoch schürt es Aufmerksamkeit für diesen Nischendienst und natürlich auch für die Marke Rossmann. Rossmann nutzt also seine Kunden, vor allem die onlineaffineren Kunden, zur eigenen Markenbildung und für Marketingzwecke. Dies ist in meinen Augen völlig legitim, da es nicht hundertprozentig eigennützig ist und darüber hinaus auch keine wahnsinnige Reichweite hat. Rossmann bedient sich hier einem kleinen Tool mit extrem spitzer Zielgruppe in Deutschland, um etwas auszutesten. Damit profilieren sie sich gerade in diesem Bereich als innovative Marke – und dies als Drogeriemarkt!

Ich mache da gerne mit und habe aktuell 22 Euro erspendet.
Und ihr? Nutzt ihr foursquare? Macht ihr mit?

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*Instagram-Nutzer haben vielleicht in den letzten Tagen bemerkt, dass die Ortssuche in der App schlechter geworden ist. Das liegt daran, dass es vorher foursquare war, welches mit seiner beeindruckenden und sehr gepflegten Ortsdatenbank die Orte stellte. Da aber Instagram seit geraumer Zeit zu Facebook gehört, wird nun dessen Places-Datenbank genutzt. „Einchecken“ und Ortsangaben auf Facebook ist in Deutschland nicht gelernt. Diese Funktion wurde auf Facebook aufgrund des Erfolgs von foursquare außerhalb Deutschlands als Konkurrenz dazu eingeführt. Leider ist die Places-Datenbank nicht sehr gepflegt oder ausführlich. Schlechter Move von Facebook meiner Meinung nach. :(

**Türkei ist Spitzenreiter:

Ob man dem so glauben kann? Hier ein offizieller Check-in, der zu Twitter weitergeleitet wurde. Diese Zahl ist aber auch schon sehr beeindruckend:

Romy (*1981) hat ihre Heimatbasis in der Ruhrmetropole Dortmund, Deutschland und arbeitet als Blogger und Freelancer im Bereich Social Media und Community Management.

Sie ist Blogger seit 2006.
Sie bloggt auf Deutsch über Reisen seit 2013.
2016 startet sie auch einen englischen Reiseblog.