Berlinale: Osram, Michael Ballhaus & Martin Scorsese

Es ist Februar. Wie jedes Jahr findet in Berlin die Berlinale statt und die Stadt bietet unzählige Events. Osram lud darum im Rahmen der Berlinale zum Gespräch mit Kameramann mit Hollywooderfahrung Michael Ballhaus.

Berlinale 2013

Berlinale 2013

Osram fertigt in Berlin die HMI-Lampen, die in jedem zweiten Filmscheinwerfer auf der Welt zum Einsatz kommen und ist selbst zweifacher (Technik-)Oscar-Gewinner. Da lag es nahe, den Oscar-nominierten Kameramann Michael Ballhaus zum Gespräch einzuladen und die Sonderausstellung in der Deutschen Kinemathek rund um den oscarprämierten Regisseur Martin Scorsese, mit dem Ballhaus etliche Filme drehte, als Partner zu unterstützen.

Pressematerial

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Im Interview mit dem Kurator der Sonderausstellung Nils Warnecke zeigte Michael Ballhaus deutlich, warum Licht im Film wichtig ist, Lichtwechsel schwierig sein können und es Kunst ist, dass die perfekte Ausleuchtung einer Szene dem Zuschauer natürlich anmutet und nicht ins Auge fällt. Ballhaus’ Technik ist dabei stets gewesen, dass selbst schwierige Lichtverhältnisse nie schwierig aussehen. Mit Martin Scorsese hat er dafür in viele Filmen einen geeigneten Partner auf dem Regiestuhl gefunden.

Nils Warnecke (li.) im Gespräch mit Michael Ballhaus

Nils Warnecke (li.) im Gespräch mit Michael Ballhaus

Scorsese selbst öffnete übrigens für die Sonderausstellung sein Archiv. Doch natürlich dauerte es seine Zeit, bis die Deutsche Kinemathek an das Material durfte. Schließlich blieben nur 9 Monate Zeit, diese Sonderausstellung auf die Beine zu stellen. Nicht nur das Privatarchiv von Martin Scorsese wurde für die Ausstellung herangezogen, auch Robert de Niros Sammlung sowie private Stücke, wie ein gezeichnetes Storyboard des 11-Jährigen Scorsese oder ein Esstisch aus dem Hause der Eltern, sind Teil der Ausstellung – oder aber auch die originalen Handschuhe und Boxershorts von Robert de Niro aus dem Film “Wie ein wilder Stier” (1980).

aus dem zur Verfügung gestellten Pressematerial von Osram

aus dem zur Verfügung gestellten Pressematerial von Osram

Völlig neu für mich, war übrigens die Information der Zusammenarbeit mit ehemaligen Alfred Hitchcock Mitarbeitern und die Hommage an diesen in seinen Filmen. Ein ganzer Abschnitt der Ausstellung beschäftigt sich damit. Ebenso faszinierend war die goldene Schallplatte, die Martin Scorsese bekam, im Abschnitt “Musik”, der sich ganz dieser weiteren Leidenschaft widmet.

Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 12. Mai in der Deutschen Kinemathek, Potsdamer Straße 2 (Sony-Center), Berlin und ist gespickt mit Drehbuchseiten, handgezeichneten Storyboards und wunderbaren Fotos. Es lohnt sich! Dienstag bis Sonntag ist die Ausstellung von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr geöffnet, kostet 5,- Euro Eintritt (4,- Euro ermässigt) und ist donnerstags von 16-20 Uhr sogar bei freiem Eintritt zu bestaunen.

Martin Scorsese

Martin Scorsese

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