snoopsmaus auf Jobsuche

Seit Dienstagnachmittag ist es nun offiziell – ich suche wieder einen Job. Vorzugsweise suche ich einen Job als Community oder Social Media Manager.

Profilbild snoopsmaus

Manches Mal im Leben bin ich von einer Sache in die nächste geschlittert. Waren es früher Beziehungen und Liebeleien, war es in den letzten Jahren eher ein Job nach dem anderen (okay, Praktikum und Volontariat waren eh immer begrenzte Verträge). Nie habe ich mir die Zeit genommen zu überlegen, was ich genau will. Wo ich hin will, was mein Weg ist. Ich wußte nur immer, dass ich etwas nicht wollte oder ein bestimmtes Angebot nicht ausschlagen konnte. Vor 3 Jahren war das anders. Da habe ich überlegt, dass ich irgendwas mit diesem Internet machen möchte, dass Chemie mir nicht reicht, mein Leben nicht ausfüllt. Chemie war immer eine Leidenschaft, etwas, was ich irgendwie halbwegs gut auf die Reihe bekam. Aber Community Management bei MySpace für Roger Cicero, Joja Wendt und andere Musiker (seit 2007) und auch das Networking in Hamburg haben mir vor Augen geführt, was ich gut kann und will. Es hat meine Neigung für das Schreiben wieder hervorgebracht, nach dem ich trotz stellvertretenden Chefredakteursposten der Schülerzeitung und trotz des Drängens diverser Lehrer doch nicht Germanistik studierte und mich bewusst eher für einen krisensicheren Studiengang – sprich: Chemie – entschied.

Nun habe ich endlich wieder Zeit, mich bewusst für einen Job zu entscheiden. Bewusst werde ich also Angebote sortieren und mir Zeit lassen, mich auf die richtigen Stellen zu bewerben und nicht gleich wieder das erstbeste Angebot anzunehmen, welches mir über den Weg läuft. Natürlich werde ich somit auch euch, liebe Arbeitgeber, Zeit lassen, mir eure Stellenangebote zu unterbreiten, mich mit euch in Ruhe zu treffen. Auch wenn die ersten Tage nach der Bekanntgabe, dass ich wieder auf dem Markt bin, schon sehr aufregend waren und ich die ersten Gespräche sogar schon hinter mir habe und die nächsten schon vor der Tür stehen, will ich mir Zeit lassen und eventuell erst zum 01.08. meine gerade gewonnene Freiheit wieder aufgeben. Auch der 01.09.2012 wäre ein Termin, den ich durchaus akzeptabel finde. Alles andere ist Verhandlungssache.

Was will ich? Wo will ich hin?

Spaß an der Arbeit ist mir das Wichtigste und ein gewisses Maß an Freiheit – ich bin ein Macher und nicht unbedingt ein perfekter PR/Social Media-Berater und will das auch nicht sein. Bin eher ein Mensch, der Dinge anpackt, Dinge angeht, Fehler aufzeigt und versucht, Lösungen zu finden. Dabei habe ich noch ein Faible für Zahlen und Statistiken, Analyse dieser Zahlen und Rückschlüsse auf das Verhalten der Community zu ziehen, das ist etwas was mich auch in der Entwicklung der Content Strategie vorantreibt – nicht nur Communitys aufbauen, betreuen, Service leisten, sondern auch relevante Inhalte schaffen für die Community und von der Marke oder der Firma, die ich auf diversen Kanälen im Social Web betreue. Auch wenn das jetzt ein wenig in Buzzwords ausartete, aber Marken, Firmen, Brands, Personen, whatever Wahrnehmung zu verschaffen, Inhalte zu transportieren, sich mit den Fans, den Kritikern auseinandersetzen, Probleme lösen – das treibt mich an, das fordert mich, das lässt mich auch nicht um Punkt 18 Uhr den Stift fallen. Das Internet schläft nicht und auch für mich gilt das Motto: “Wenn nicht schlafend, dann online.”
Und wenn ich online bin, dann habe ich auch immer ein Auge auf meine Community.

Irgendwann kommt auch die leidige Frage nach der Gehaltsvorstellung…  Auf dem Papier habe ich 2,5 Jahre Berufserfahrung, in Community Management in der Nebenberuflichkeit/neben dem Studium sind es mittlerweile 5,5 Jahre. Aber meist zählt beim Arbeitgeber nur die erste Zahl – und ich selbst weiß, dass ich noch viel lernen kann. Aber ich habe Ideen und Visionen und ein doch recht passables Wissen über Social Networks, Social Web und das Internet im Allgemeinen. Niemand ist perfekt, aber ich bin schon ein kleiner Allrounder, der versucht, von allen Dingen im Internet einen Einblick zu haben. Darum bin ich auch oft auf BarCamps unterwegs, da sich dort immer Sessions auftun, die neue Möglichkeiten beinhalten oder auch mal Grundwissen von SEO oder Advertising oder Monitoring oder Social TV oder, oder, oder vermitteln. Dadurch habe ich nicht nur ein Netzwerk in ganz Deutschland und Teilen Europas aufgebaut, sondern mir auch ein, denke ich mal, vernünftiges Wissen über viele Bereiche angeeignet. Außerdem teste ich gerne neue Dienste, irgendwie habe ich doch überall einen Account. ;)
Daher weiß ich nie so recht, was kann ich verlangen, was bin ich wert.

Dabei bin ich auch kritisch – hab in meiner Zeit auf Facebook 3x meinen Account deaktiviert. Nach 3 Tweets Anfang 2008 auch 6 Monate meinen Twitterkanal erstmal nicht mehr angerührt und auch erst bei Pinterest wieder nach knapp einem Jahr reingesehen, als langsam in Deutschland mehr Menschen auf den Dienst aufmerksam wurden.

Was ich nicht will: eine Führungsposition. Ich sehe mich einfach nicht als Karrierefrau. Mir fehlt da auch irgendwo das System der Amerikaner, ohne Personalverantwortung Karriere zu machen. In Deutschland ist es immer noch so, dass man in Führungspositionen mehr administrative Aufgaben zu erledigen hat – und ich schrieb schon, ich bin ein Macher, ich muss an der Materie sein, an der Community und nicht ein Team anleiten. Gerne schule ich Menschen, gebe Workshops, erkläre Dinge und gebe mein Wissen weiter – vor allem in BarCamps konnte ich immer wieder zeigen, dass ich einen Saal voll bekomme. ;)
Doch man muss mich laufen lassen und mich nicht einengen. Vertrauen ist da wichtig und daher wünsche ich mir keinen Bürokraten und Kontrollfreak als Chef. Aber das sollte mittlerweile in meinem Metier kein Problem mehr sein. Welchen Titel dann mein Job trägt, ist mir egal. Der Ort meiner Arbeit auch, obwohl ich der Meinung bin, dass man mit wenig Präsenzzeit viel erreichen kann, denn ich kann mit meinem Laptop von fast überall aus arbeiten. Es bedarf nur etwas Strom und WLAN – und letzteres ist seit der Tethermöglichkeit (Hotspot) von Smartphones und UMTS-Sticks auch eher ein sekundäres Problem.

Was hab ich bisher so getan? Was kann ich?

  • Schwerpunkt Community Management (vor allem Facebook, Twitter und früher MySpace)
  • Entwicklung und Umsetzung Content Strategie und Social Media Konzepte
  • Erstellen und Pflege von Redaktions- und Ablaufplänen, z.B. bei Kampagnen
  • Monitoring, Evaluationen und Reportings
  • Beratung Digitale Kommunikation/Social Media intern und extern
  • Workshops intern und extern
  • Shitstorm-Simulationen
  • Konzeptionierung und Umsetzung von Facebook-Applikationen
  • Projektmanagement – zumindest hab ich einen Workshop belegt und kann mit Entwicklern sprechen ;)
  • Aufbau und Management diverser Social Media Kanäle
  • Blogger

Alles weitere auf Linkedin, zerply und Xing – bei Xing auch für Kontakte mit Lebenslauf zum Download sowie Zeugnisse.

Kontaktiert mich gerne! Außerdem möchte ich allen, die mir via Twitter, Facebook, Mail und Xing oder WhatsApp etc. Nachrichten geschickt haben und mir schon das ein oder andere Stellenangebot zugeschickt haben, danken. Vielen lieben Dank, ihr seid die Besten!

 

<tl;dr> Bin auf der Suche nach einem Job, vorwiegend Community oder Social Media Management, ab 01.08. oder 01.09.2012 – aber ich lass mir Zeit bei der Entscheidung. Jobangebote gerne via Mail, Kommentare. Danke.</tl;dr>

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