Es ist mal wieder kurz vor Monatsende und zur Blogparade rund um Küchenausstattung vom Küchen Atlas Blog habe ich immer noch nichts geschrieben. Dabei geht es doch um Grillen! Vielleicht ist es aber auch dem traditionell verregneten Juni in Hamburg geschuldet, dass bei mir nicht direkt Grillstimmung aufkam. So habe ich auch erst einmal dieses Jahr gegrillt, wie mir erschreckend auffällt.

Grillgut
Bild: BBQ setup: split grill – double decker grate von Kidmissile, CC BY-NC-ND 2.0
Seit dem ich aber nicht mehr Studentin bin (und das ist nun auch schon wieder eine kleine Weile her), gibt es kein traditionelles Neujahrsangrillen mehr in meinem Leben. Das vermisse ich schon, wenn auf dem massiven Grill auf der Terrasse meiner Lieblingsstudentenverbindung sich Holzkohle, Holz und Papier zu dem unverkennbaren Grillfeuerchen vereinten und kiloweise totes Tier darüber wanderte. Klingt martialisch, ist es auch. ![]()
Besonders schön ist das Angrillen aber immer bei Schnee gewesen, wenn also der der Schnee aufgrund der Nähe zum Grill langsam schmolz und die wohlige Wärme sich ihren Weg suchte.
Ich selbst bin nicht im Besitz eines Grills, grille aber gerne mit/bei Freundenoder auch im Garten meiner Eltern mit meiner Familie. Dort kommen die unterschiedlichsten Grills zum Einsatz. Letztens hatte ein Freund einen kleinen Grill dabei, der erstmal wie ein Ofen funktioniert, um die Glut anzuheizen. Ein kleiner Grill, gut geeignet für Balkons und für unterwegs, da er auch noch in einer handlichen Transporttasche verkauft wird.
Was mir aber immer wieder erschreckend auffällt, wie viele Menschen ein Grillfeuer nur mit Grillanzündern oder gar Spiritus anzünden – was ist aus der guten Mischung mit Holzkohle und Papier geworden? Mit Geduld und Liebe bekommt man dann auch ein Feuer hin, ohne schädliche und auch nicht wirklich wohlschmeckende Gerüche wie beim Spiritus. Gelöscht wird bei mir übrigens immer noch gerne mit einem guten Bier – nicht nur der Durst, auch das Feuer.
Ansonsten gehört für mich zum Grillerlebnis auch eine gute Grillzange, bevorzugt aus Holz und gute Topflappen oder Handschuhe, um den Grillrost zu versetzen, wenn die Glut langsam nachlässt. Beim Grillgut bin ich eher wählerisch, so esse ich viel lieber gute Bratwürste – natürlich bevorzugt originale rote Rostbratwürste aus Thüringen – als viel zu fettiges und schlecht mariniertes Fleisch. Sven (mein Ex-Freund aus Hessen) hatte immer eine gute selbst gemachte Marinade für Fleisch, da mochte ich dann auch gerne mal eher ein Steak essen. Doch das war eines der Küchengeheimnisse, die ich nicht hinbekommen habe ohne ihn. Dabei ist marinieren eigentlich nicht so schwer. Eine Frischhaltetüte, das ganze Marinadenzeugs rein, Fleisch rein, verschliessen und etwas schütteln bzw. die Tüte hin- und herbewegen, so dass sich die Marinade gut auf dem Fleisch verteilt.
Nun denn, da man nicht nur von Fleisch allein leben kann, ess ich auch gerne gebackenen Feta, gegrillte Zucchini (gerne auch mit Feta gefüllt) oder Ofenkartoffeln. Alles relativ einfach in Alufolie (bei den Ofenkartoffeln etwas Öl mit hinzugeben) eingewickelt zu grillen.
Wie sieht’s bei euch mit Grillen aus? Die Blogparade läuft noch bis 30.06. (also Samstag) und es gibt einen Webergrill zu gewinnen! Also ran an die Tasten!


Ha, gute Zusammenfassung des Grillerlebnisses
Ich finde auch wie du, dass man durchaus das Grillgut mit Bier ablöschen kann. Dieses ganze Trarah immer darum. Soooo tödlich wird es schon nicht sein.
Toller Text, da hat das Lesen Spaß gemacht. Weiter so.
Gruß,
Sandra
Danke und entschuldige, dass ich erst jetzt antworte – finde das auch alles nicht so schlimm. Hauptsache, das Fleisch wird nicht zu schwarz.
Schön, dass der Beitrag Dir gefallen hat. Hab ein tolles Wochenende.
Das schöne Wochenende hatte ich. Leider ohne Grillen. Das Wetter hat es ja nicht zugelassen. Hoffentlich kommt der Sommer bald wieder